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Bd. 7 (1876) Eckzähne - Ferdinand
Entstehung
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Elektricität.

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der oberen Hülse des Condnctors, so werden beimDrehen der Scheibe die Papierstreifen -4- elektrisch,u. während sie sonst schlaff herabhängen, stellensie sich nun nahezu wagerecht. Um auf dem eigenenKörper E. anznsammeln, stellt man sich auf einenJsolirschemel mit Glasfüßen (od. zieht Gummi-) . schuhe an) n. legt die Hand auf den Conductor.' So lange die Scheibe gedreht wird, sträuben sich' die Haare des Jsolirten, wenn aber ans dessenf Körper od. auch ans dem Conductor ein Funkegezogen wird, so fallen die Haare wieder in ihref natürliche Stellung. Die Wärmewirkung deselektr. Funkens zeigt sich schon dadurch, daß der>

^ selbe eine kurz vorher ansgelöschte Kerze wiederanzündet. Knallgas, ein Gemenge von 1 Vol.i Sauerstoff u. 2 Bol. Wasserstoff, entzündet sich,s wenn ein elektrischer Funke durch dasselbe hin-dnrchschlägt. Um dies zu zeigen, dient ein durcheinen Kork verschließbares Blechgefäß, Taf I b,Fig. 8, durch dessen Seitenwand ein Draht luft-dicht und isolirt eingesetzt ist, welcher außen «nti . einer größeren, innen mit einer dem Boden oder(bei Röhrenform) der gegenüberliegenden Wandsehr nahen kleineren Metallkugel endigt. Man füllt, das Gesäß mit Knallgas, indem man zu der in. demselben befindlichen atmosphärischen Luft Wässer-ig - stofs treten läßt (am besten auf 5 Vol. Luft,^ welche 1 Vol. Sauerstoff enthalten, 2 Vol. Was-

j serstoff) u. verschließt es dann mit einein Kork.

> Bringt man nun die Wand (durch Anfassen initf > der Hand) in leitende Verbindung mit der Erde

». läßt vom Conductor einen Funken auf die, ' äußere Kugel überspringen, so springt auch vonder inneren Kugel ein Funke nach der gegenuber-' stehenden Wand u. entzündet das Knallgas, wobeider Stöpsel mit einein lauten Knall wsggeschlendert

> ( wird. Der Apparat wird, da er häufig die Form einer

Pistoleod.kleinenKanonehat,,elektrischePistolei od. Kanone genannt. Anch Äther kann man mit-^^ tels des Funkens einer Elektrisirmaschine entzünden.! s Man gießt etwas Äther in einen Blechlöffel n. hält-1) den Löffel unter die in die Seitenöffnung desi Condnctors gesteckte kleine Kugel; der überspring-) ende Funke entzündet den Äther, am leichtesten,8 wenn er vorher etwas erwärmt war. Um dieWirkung der Spitzen zu zeigen, dient derIrs Apparat Tas. I b, Fig. 9. Der oben mit einer^ Spitze e, unten mit einer Kugel s endigende-A Draht ä ist in der durch eine Glasstanze a isolir-siss ten Hülse b verschiebbar. Der Kugel o steht einemit dem Erdboden leitend zu verbindende Kugelsih k gegenüber. Schiebt man den Draht ä so weitÄ herab, daß die Äugeln v u. I sich berühren, undnähert die spitze o dem Conductor, so häuft sich^ aus demselben beim Drehen der Scheibe keine E.de an, weil die -i- 8 des Condnctors fortwährenditz- nach der Spitze u. zugleich die durch Influenzangezogene 8 aus dieser auf die Kugel strömt,während die abgestoßene -l- 8 in den ErdbodenH abfließt. Schiebt man den Draht ck nun etwasH in die Höhe, so dauert das continuirliche Aus- u.sijp ^"strömen durch die Spitze fort, während zwischenNbn Kugeln o n. 1 je nach deren größerem oderminerem Abstand in längeren od. kürzeren Zwi-H schcnzeiten stärkere oder schwächere Funken über-I springen. Eine hübsche Änwendung der Spitzen-S

Wirkung bietet das elektr. Flugrad, Taf. I b,Fig. 19, ein aus fein zngespitzten und an denEnden nach derselben Seite umgebogencn Metall-drähten zusammengesetztes, in einer horizontalenEbene leicht drehbares Rädchen, welches auf einemit dem Conductor verbundene Stahlspitze aufge-setzt ist. Beim Drehen der Maschine strömt dieE. des Condnctors aus den Spitzen in die Luft,diese wird dadurch gleichnamig elektrisch u. stößtdie Spitzen ab, so daß das Rädchen mit denSpitzen rückwärts rotirt. Jeder in der Nähe desmit -f- 8 geladenen Condnctors befindliche, mitder Erde leitend verbundene Leiter wird durch dievom Conductor ausgehende vertheilendc Wirkung elektrisch, indem seine -i- 8 abgestoßen wirdu. in den Erdboden entweicht; die Entladung desCondnctors veranlaßt ein Zurllckströmen der ab-gcstoßenen -f- 8 u. Wiedervereinigung derselbenmit der bisher gebundenen8; dieser Vorgangheißt der elektr. Rückschlag.

HI. In den Jnfluenz-Elektrisirmaschi-nen wird keine E. durch Reibung erregt, sondernes wird die ihnen mitgetheilte elektrische Ladungnur verstärkt, und zwar durch Influenz. DieHolz'sche Jnflu.enz - Elektrisirmaschine istauf Tafel II. in Fig. 7 von vorn, in Fig. 6 vonhinten abgebildet. Ihre Haupttheile sind 2 dünneGlasscheiben, eine größere feste ^ n. eine kleineredrehbare 8, u. die Condnctoren Zk u. is. DieGlasscheibe L. ist durch 4 Ringe aus Hartgummifestgehaltcn, welche auf 4 horizontalen, die Köpfen. Füße je zweier hinter einander stehenden Glas-sänlen 1, 2 (in der Figur verdeckt), 3 u. 4 ver-bindenden Glasstäben befestigt sind. Sie hat inder Mitte einen kreisförmigen Ausschnitt, durchwelchen die Achse der drehbaren Scheibe 8 hin-dnrchtritt u. einander diametral gegenüberstehendzwei eiförmige Ausschnitte a n. b. Auf der Hinte-ren (in Fig. 6 dem Beschauer zugckehrten) Seitesind unmittelbar unter s, n. über b die Papier-belegnnzen <r n. ä aufgcklebt, von welchen je einzugespitzter Streifen von Kartenpapicr in Len betr.Ausschnitt hineinragt. Die Scheibe sammt Bele-gungen n. Spitzen ist mit Schellackfirniß überzo-gen. Die drehbare, ebenfalls mit Schellackfirnißüberzogene Scheibe 8, deren Durchmesser etwaskleiner als der von ^ ist, befindet sich sehr nahevor dieser. Ihre Achse x ans Hartgummi läuft inzwei in den Querbalken Ic u. b (Fig. 7) ange-brachten Lagern; die Rotation wird von einer Kur-bel in der aus der Fig. erkennbaren Weise auf dieAchse übertragen, diese macht auf jede Umdrehungder Kurbel 5 Umdrehungen. Die beiden Con-dnctoren tz n. si stecken in dem Querbalken k u.tragen an ihrem einen Ende dicht vor der beweg-lichen Scheibe, dem oberen Rande der Belegungo n. dem unteren der Belegung ä gegenüber, dieSangapparate n. ii, am entgegengesetzten Endedie Kugeln I u. s. Durch diese gehen Mefsing-stäbe, welche nach außen mit isolirenden Handgriffen,nach innen mit Messingkngeln n n. p endigen.Die ü mit der Kugel s verbindende Stange istganz von Messing, diejenige zwischen M u. k bestehtbei neueren Maschinen theilweise ans nichtleiten-der Substanz, die leitende Verbindung wird abergewöhnlich durch einen metallenen Bügel herge-

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