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Ekkoprotica
(s. Lakonika). In Athen erhielten die zur Ver-sammlung Erscheinenden einen Sold, Ekklesia-stik o n, welcher früher 1, seit 394 v. Chr. 3 Obolenbetrug; daher 2) Gemeinde der Christen, Kirche,s. d.; daher Ekklcsiarchic, Kirchenherrschast, so-wol innerhalb der Kirche, als auch der Kirche überden Staat; Ekklesiarches, in der GriechischenKirche ein Aufseher über die Kirchengcbäude, n.in den griechischen Klöstern der Bruder, welcheralles zum Gottesdienst Nöthige zu ordnen hat.
Ekkoprotica (v. Gr.), darmanslcerende Mit-tel, die mildesten Abführmittel, wie z. B. Manna,Tamarinden u. die öligen Mittel (Oleosa). S. ab-führende Mittel.
Ekkyklema (gr.), auf dem griechischen Theatereine Maschine, wodurch der Hintergrund der Bühneausgerollt u. so den Zuschauern das Innere einesPalastes od. Hauses dargestellt wurde.
Eklampsie (v. Gr., Med., acute Epilepsie,epileptoide Krämpfe), Krämpfe, die nicht wie dieEpilepsie ein chronisches, sich auf viele Jahre er-streckendes, sondern nur ein momentanes, kurzeZeit dauerndes Leiden darstellen. Die Krämpfebestehen theils in Zuckungen, theils in Muskel-zusammenziehungen, theils in Wechsel von beiden.In allen schweren eklamptischen Anfällen ist dasBewußtsein u. die Reflexerregbarkeit aufgehobenu. können dieselben viele Stunden, selbst 1 bis 2Tage dauern. Je länger der Anfall dauert, umso gefährlicher ist er; bei Anfällen, die über 6 bis8 Stunden währen, ist der Tod durch Behinder-ung der Athmung und Blutstauung im Kopfe zufürchten. Die E. kommt am häufigsten im Kin-desalter vor, beim Zahnen, bei Verdauungsstör-ungen, bei Brustkatarrhen, u. ist daran die demkindlichen Alter eigene gesteigerte Reflexerregbar-keit schuld. Bei Erwachsenen beobachtet man dieE. bes. bei Bleivergiftung (L. satnrnina) u. imWochenbette (L. partnrisniünm sb ^rnviäarnm).Bei der Bleivergiftung scheinen die in der Hirn-snbstanz abgelagerten Bleipartikelchen die erregen-den Substanzen zu sein, bei Wöchnerinnen dernach der Entbindung zurückgebliebene Reizzustandin den Gebärorganen, u. würde bei letzteren daherdie E. ein Reflexkrampf sein. Die frühere An-nahme, daß im Blute der an D. xartnrisninnmLeidenden Ammoniak kreise u. die Krämpfe ver-anlasse, ist durch Rosenstein widerlegt. Die Be-handlung der Kinderkrämpse richtet sich nach derUrsache; außerdem sucht man die Blutfülle imKopfe durch kalte Umschläge und Ableitungen aufden Darm zu mildern. Als empirisches Mittelbietet das Einathmen von Chloroform einige Hoff-nung , da dadurch die gesteigerte Reflexerregbarkeitwenigstens momentan aufgehoben wird. Bei derE. der Erwachsenen bilden Blutentzichungen amKopfe, Eisnmschläge und den Darm entleerendeu. reizende Mittel (reizende Klystiere von Seifen-wasser mit Salz, von Essig; wenn der Krankeschlucken kann, Wiener Trank, Bittersalz innerlich)die Grnndzüge. Kunze.
Eklektiker (v. Gr.), 1) die Gelehrten (nament-lich Philosophen), welche sich in ihrer Wissenschaftnicht streng an eine bestimmte Schule, Dogma u.System binden, sondern aus Verschiedenen daswählen u. zusammenstellen, was ihnen der Wahr-
— Eklipsis.
heit nach ihrem subjektiven Urthcil am nächstenzu kommen scheint (Eklckticismns). Als eklek-tische Philosophie bezeichnet man bei den Al-ten diejenige, welche die Lehren der Pythagoräer,Platoniker und Aristoteliker zu vereinigen suchte.In der neueren Zeit wurde in Frankreich eklek-tisch die philosophische Richtung Royer-Collardsund Cousins genannt. 2) In der Mcdicin dieArzte, die sich keiner bestimmten Schule anschlossen,sondern ans den vorhandenen Ansichten u. Mein-ungen die besten oder vielmehr die ihnen am bestenscheinenden aussuchten.nnd sich zu eigen machten.E. hat cs unter den Ärzten aller Zeiten gegeben;es waren die, die nie für einzelne Lehren undSysteme blindlings Partei ergriffen, sondern sichüber die Parteien stellten u. diese Stellung durchdie dazu nöthige wissenschaftliche Durchbildung u.Gelehrsamkeit zu vertheidigen suchten, anderseitsaber auch oft den Borwurf hören mußten, daß sie zubequem und lässig seien, selbst Forschungen anzu-stcllcn und sich damit begnügten, das, was vonAnderen als gut anerkannt sei, vertrauensvoll zubenutzen. Im ersten u. zweiten Jahrh. n. Chr.wurden die Pnenmatiker, eine der tüchtigsten ärzt-lichen Schulen des Alterthums, auch wohl als E.bezeichnet. 3) In der Kunstgeschichte heißen E.und Eklektische Schule diejenigen italienischenMaler, welche die Vorzüge einzelner großer Mei-ster zu vereinigen strebten, so namentlich die Schü-ler der Carraccis in Bologna. Der Eklekticismnsin der Kunst ist häufig ein Zeichen ihres Verfalls,indem er an die Stelle der Ursprünglichkeit dieNachahmung treten läßt, im Gegensatz der Na-turalisten, s. d. 1)Hertzbcrg.* L>E. Berns.
Eklipse (v. Gr.), das Unsichtbar- od. Finster-werden himmlischer Körper, indem ein sie bedecken-der Körper vor sie od. ein nicht selbst leuchtenderin den Schatten eines anderen Körpers tritt. Sowird bei Sonnenfinsternissen die Sonne durch denMond bedeckt, wogegen bei Mondfinsternissen derMond durch den Schatten der Erde verfinstertwird. Bei den E-n der Trabanten des Jupitertreten diese in den Schatten ihrer Haupt-Planeten.Ihnen entsprechen die Durchgänge von Mercur u.Venus durch die Sonne und die Bedeckungen derFixsterne und Planeten durch den Mond und inseltenen Fällen auch durch die Planeten. WirklicheE. sind vollkommen oder (bei Sonnen- u. Mond-finsternissen) partiell und kommen an Sonne undMond nur dann vor, wenn der Mond in seinerBahn, während seiner Conjunction mit der Sonne(als Neumond), oder seiner Opposition (als Voll-mond), zugleich seinen Durchschuittspunkten mit derEkliptik nahe kommt, die davon selbst ihren Na-men erhielt. Davon abgeleitet: eklipsiren, ver-dunkeln; sich eklipsiren, sich heimlich entfernen.
Specht.*
Eklipsis, eine Nervenkrankheit mit eigenthüm-lichen Anfällen, in welchen Plötzlich alle Glieder inder Stellung verharren, in der sie sich vor den-selben befanden, oder in welche man sie beliebigbringt. Der Körper läßt sich stellen, wie wenner aus biegsamem Wachs bestände, und verharrtdann in der gegebenen Stellung. Die Untersuch-ungen solcher Personen im Anfalle haben ergeben,!daß sich sämmtliche Körpermuskeln in einem Con-