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Niger als 3,g in u. bei solchen mit schmaler Spur-weite nicht weniger als die doppelte Spurweitebetragen. Die in nord-südlicher Richtung gebautenGeleise haben durch die Rotation der Erde eineungleichmäßige Abnutzung zu erleiden; s. unterErde, I. L.
VI. Weichen u. Kreuzungen. Unter einerWeiche versteht man dasjenige Geleise, durch welchesdie Verbindung von Geleisen unter sich hergestelltwird. So gibt z. B. Fig. 49 die allgemeine An-vrdnung einer einfachen und Fig. 50 die einersog. englischen Weiche. Die Weiche ist fernereine End- od. Zwischeuweiche, je nachdem sichLas eine Hauptgeleise nur nach einer Seite hinerstreckt oder beide Hanptgeleise sich nach beidenSeiten sortsetzen. Den Durchschnitt der Geleisenennt man eine Kreuzung. Das zwischen demverstellbaren Theile (Wechsel) u. der Kreuzung ge-legene Geleisstück führt den Namen Answeich»geleise, u. die Strecke zwischen zwei Auswcich-geleisen heißt Berbindungsgeleise, welch letz-teres unter Umständen auch ganz wegfallen kann.Jede Weiche besteht aus zwei beweglichen u. zweifesten Schienen, die ersteren sind die Zungen- od.Verschubschienen, die letzteren die Anschlag-,Stock- od. Backenschienen. Die Stellvor-richtung muß sich von einem Manne bequemhandhaben lassen, ferner muß die Zunge fest andie Stockschiene angcpreßt werden und soll dieWeiche womöglich selbstthätig sein. Die Anord-nung einer einfachen Weiche zeigt in größeremMaßstabe dieFig. 51. DieSchicnenkreuzungenkönnen nach dem System, welches dem Oberbauangehört, verschieden gestaltet sein. Die einfachsteist die rechtwinkelige Kreuzung Fig. 52. Eineschon complicirtere Kreuzung zeigt Fig. 53, inwelchem Falle schon die sog. Zwang- u. Leit-schienen nöthig werden. Das sogen. Herzstückeiner Kreuzung, welches am besten ans Stahl zubilden ist, veranschaulicht die Fia. 54.
VII. Bahnhofsanlagen. Bei der Wahl derStationsplätze sind folgende Rücksichten zu beob-achten: 1) möglichste Nähe an dem Stationshaupt-orte, 2) gute Zufnhrstraßen u. guter Baugrund,nebst billigem Baugrund-Erwerb, 3) geringe Erd-bewegung, Vermeidung von Curven u. Tunnelsvor dem Bahnhofe, 4) Raum zur Erweiterungdes Bahnofes, 5) Vermeidung von Kopfstationenu. 6) soll der Bahnhof womöglich höher liegen,als die anstoßenden Bahnstrecken. Im flachenLande soll wenigstens eine Strecke von 600 m,im gebirgigen von 200 in Länge horizontal sein.Die höchste zulässige Steigung auf dem Bahnhof-Terrain ist 1 : 400. Man unterscheidet Haupt-,und Zwischenstatioueu und Haltstellen. Alsgrößte Entfernung der Stationsplätze nimmt manin dünn bevölkerten Gegenden circa 4 Meilen au,welche Entfernung schon durch die Nothwendigkeüder Speisung der Maschine mit Wasser gegebenist. In dicht bevölkerten Gegenden wählt mau etwa2 Meilen und in der Nähe größerer Städte wolauch Vs bis V4 u. selbst bis Vs Meile als Stations-entfernung. Die Anlagen, welche auf Bahnhöfennöthig werden, sind: 1) Gebäude, u. zwar Sra-lions- u. Nebengebäude, Güterschuppen, Wasser-stationen, Maschinenhänser. Wagenschnppen, Re-
paraturwerkstätten, Kohlenschuppen u. Brückenwaag-hänschen, 2) Perrons, 3) Rampen zur Verlad-ung von Vieh, Hölzern rc., 4) Reinigungs-, Be-sichtigungs- n. Putzgruben, 5) Pflasterungen undSchotterungen, 6) Entwässerungskanäle, 7) Ein-friedigungen, 8) Drehscheiben, Schiebebühnen,Weichen, Kreuzungen rc.
Geleisanlage auf den Bahnhöfen. Beieingeleisigen Bahnen sind auf dem Bahnhofe we>nigstens zwei Geleise anzuordnen, und fährt beiKreuzungen ein Zug nach einer bestimmten Richt-ung stets auf dem Perrongeleise, der andere ausdem zweiten Geleise. Bei zweigeleisigen Bahnenwird jedes Geleise nur nach einer Richtung be-fahren, u. sollen die Züge, um Entgleisungen zuvermeiden, nicht gegen LieZungenspitzen der Weichenfahren. Hier n. da bringt man zwischen den beidenGeleisen einen Perron an, welche Anlage indessenfür den Fall, daß sich Züge kreuzen, gefährlichwird. In größeren Stationen werden eigene Per-sonenhallen angeordnet, welche sowol die Perronsals die Geleise überdecken. Außer den Hanptge-leisen werden noch andere Geleise auf den Bahn-höfen nöthig. So z. B. eines, welches zum Güter-schuppen führt, eines zum Verschieben und eineszum Verladen der Wagen rc. Überdies ist stetsder entsprechende Raum für eine Vermehrung derGeleise offen zu halten.
Haupt- od. Stationsgebäude. Man unter-scheidet solche 1) in Hauptstationen (Anfangs-u. Endstationen), 2) in Trennungs- u. 3) inZwischenstationen. Für Zwischenstatiouen u.in vergrößertem Maßstabe auch für die End- u.Hauptstationen werden hauptsächlich folgende Räumenothwendig: ein Vestibüle, ein Billetverkaufsbureau,ein Gepäck-Expeditionsbureau mit oder ohne Ge-päckdepot, eine Eilgut-Expedition, ein Telegraphen-bureau, Wartesäle, unter Umständen ein Buffetmit entsprechender Küche, ein Bureau für denStationschef, ein Local für den Portier, ein Localfür den Bahnhofsleiter, ein Post- event. auch einSteueramt, bei größeren Stationen auch ein Localfür den Gepäckmeister u. Dienstwohnungen, unterUmständen Magazine für Öl und Lampen. AlsBeispiel hierfür mögen die in den Figuren 56 au. b u. in den Grundrissen u. in"einer Ansicht ge-gebenen Empsangsgebände der Österr. NWBahndienen. Die eingeschriebenen Buchstaben bedeutenhierbei: 0. Vorhalle, b Kassen, o Gepäck, ä Warte-säle, 2 Depot, Ic Bnreaux n. u, rv, z- Wohnräume.— Die Nebengebäude befinden sich zumeist ausderselben Seite der Bahn, wie das Hauptgebäude, u.enthalten Aborte u. Pissoirs, häufig kleine Ställe,Utensilienkammern, Waschküchen, Holzlager rc.Zum Beispiel eines solchen Nebengebäudes dienedas in den Figuren 58, 59 u. 60 Angegebene derFranz-Joseph-Orient-Bahn. — Güterschuppen.Die zweckmäßigste Form dafür ist ein langes Ge-bäude mit einem Fußboden von etwas über IwHöhe über der Schieneuoberkante, mit Ladethore»n. Ladebühnen an beiden langen Seiten und »ntüber die ganze Wagenbreite vortretenden Dächern.Ans einer Seite liegt das Bahngeleise, ans deranderen die Zufahrt. Überdies sind Krahne slirdie Verladung schwerer Gegenstände nöthig. Z-die Frachtcn-Äuf- und Abgabe der Österreichische"