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Bd. 7 (1876) Eckzähne - Ferdinand
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122 Eiscnbahnvau.

rückwärts an. — Sind derlei Einschnitte in durch-weichtem Boden angelegt, so stützt man dieselbennicht selten durch trockene Pfeiler wie in Fig. 24.Entwässerung. Diese bedingt bei Einschnittena) zur Ableitung des Regenwasscrs, welches sichaus den Böschungen u. der Plante sammelt, eigeneEinschuittsgräben, Fig. 25; b) znrAbhalmugdesjenigen Wassers, das vom angrenzenden Terrainherabläuft, sog. Sanmgräben, Fig. 26; o) umdas Wasser, wie es oft nöthig wird, quer über dieBöschung zu führen, Abfallgräbeu, u. ,1) zurAbleitung des Wassers ans dein Innern der Erdesog. Drains (s. Drainage). Bei Aufträgen sindnoch insbesondere die sog. Fußgräben, Fig. 27, zuerwähnen. — Handelt es sich darum, das Wasserans einer größeren Tiefe abzuführen, daun wirdbergmännisch mitStollen ».Schächten entwässert.

IV. Futter- u. Wandmaucrn. Ist der Ab-hang, an welchen ein Damm zu liegen kommt,so steil, daß die Außenböschung zu tief hinabreichenwürde, so bringt man an der Thalseite eine sog.Fnttermaucr e Fig. 28 an. Ebenso errichtet manan der Bergseite, falls die Lehne Z beweglichist, die Wandmauer b Fig. 29. Wie aus diesen,so wird auch aus vielen anderen Gründen dieAnlage solcher Mauern zweckentsprechend. DerleiMauern sind hinreichend stark anzulegen, nin deinErddrncke Widerstand zu leisten, ferner tief genugzu fuudireu, u. ist das hinter ihnen sich ansanr-melndc Wasser durch die Mauern abznführcn. DieMauern erhalten entweder ebene oder krummlinigeBegrenzungsflächen, u. zwar im ersten Falle nachvorn eine Anlage von Vs—Vi» bei Mörtclmauernu. von Vs —Vs bei Trockenmaneru. Rückwärtshält man sie entweder ganz vertical oder ver-jüngt sie nach oben stufenförmig. Bei Mörtel-mauern wie bei Trockenmaneru sind die Fugensenkrecht ans die Vorderfläche zu stellen, außerdemerhalten die erstgenannten Mauern häufig eineVerkleidung mit Quadern. Die Fugen der Trocken-mauern werden mit Moos ausgcstopft. An ihrer,oberen Theile bekommen derlei Mauern eine Ab-deckung , bei deren Gestaltung wol in erster Liniedie Schönheitsrücksichten maßgebend sind. Schließ-lich sei noch erwähnt, daß man auch Fnttermaucrnmit Widerlagspseilern in Anwendung gebracht hat.

Durchlässe. Diese sind in Dämmen angebrachteKanäle von 2 bis incl. 12 m Lichtweite u. wer-den angelegt zur Hindnrchfllhrung von 1) Fuß-wegen u. kleinen Fahrwegen, 2) Bächen, 3) Was-ser, welches sich in den Gräben n. 4) Wasser, dassich bei starken Regengüssen in Mulden sammelt.Man unterscheidet: 1) offene Durchlässe, 2)gedeckte Durchlässe (Deckschlcusen), 3) ge-wölbte Durchlässe (Wölbschleuseu) u. 4) Röh-rendnrchlässe. Offene Durchlässe F-ig. 30werden oben nicht, od. höchstens mit Bohlen gedeckt.Die Schienen a liegen frei über der Öffnung undruhen ans Schwellen b, welche längs der Planero gestreckt sind. Die lichte Weite IV solcher Durch-lässe beträgt bis zu 0,, m. Legt man unter denSchienen noch Langschwellen aus Holz, so kannman mit der Spannweite bis zu m gehen.Gedeckte Durchlässe (Plattendurchlässe) wer-den mit Platten abzedeckt und können so eineLichtwelte bis zu 1,2 m erhalten; überdeckt man

größere Weiten mit Platten, dann wird noch ^ein Mittelpseiler nöthig (doppelte Deckschleusen).Bei den Wölbschleusen, Fig. 34 n. 38, wirddie Abdeckung durch ein Gewölbe vorgenommen, 'u. zwar wählt mau für die Bogeuform entweder ^ein Kreissegment oder besser einen Halbkreis, daans solche Weise die Mauern am schwächsten ,ausfallen. Nur selten hat mau die Gewölbe ganz ^frei gelassen, sondern dieselben meist hintermanert, iwie bei Ir, um so das Wasser besser, abzuleiten u.das Gewölbe stabiler zu machen. Überdies wirddas Gewölbe und die Hintermancrnng mit einerwasserdichten Schicht (meist ans Beton) abgedecktn. so das Wasser in eine Sickerschicht 8 geleitet,von welcher es durch Gräben abfließt. Sind nnrsehr kleine Wassermengen durch den Damm znführen, so empfehlen sich Nöhrendurchlässe.Dieselben werden gebildet aus Röhren von Holz,Thon, Cement, Asphalt od. zumeist ans Gußeisen.Die Röhren werden bis 30 am Tiefe fundirt od.auch häufig ans einen hölzernen Rost gelegt undan ihren Mündungsstellen mit einem kleinen Mauer-werke (Haupt) umgeben. Was die Längsanord- ,nung der Durchlässe betrifft, so erhält die Sohlemindestens eine Neigung von Ist die Neig-ung des Terrains größer, so concentrirt man de»Fall an einzelnen Punkten n. legt die Sohle ho-rizontal an, Fig. 36. Überdies gibt man derselbe»an Brcchpunkten n. bei sehr starkem Gefälle über-haupt in gewissen Distanzen eine Verstärkung;Fig. 35 n. 37 bei r. Die Abdeckung wird ent-weder horizontal wie in Fig. 35 od. parallel zmn 'Terrain ansgeführt. Letztere Art bietet den Vor-theil größerer Einfachheit und Materialersparnis;, ^indessen erfordert sie bcs. große Vorsichten gegen ^das Abrutschen. Einen in sehr steilem Terrain 'angelegten Durchlaß zeigt Fig. 31. Außer den be-reits genannten Theilcn, nämlich den Wangen- od.Widerlagsmaneru, in den Figuren mit ^ bezeich-net, der Sohle L und der Decke 0 hat man nochbei jedem Durchlässe die Flllgelmancrn v, Fig. SS,welche in sehr verschiedener Weise angelegt werdenkönnen, n. zumeist auch noch die sog. Stirnmauer8 Fig. 38 zn unterscheiden. Bei derjenigen Auord- ^nnng der Flügelmauern wie in Fig. 33, nämlichparallel zur Dammachse, ergeben sich noch die Erd-kegel §. Stirn- und Flügelmauern werden stetsentsprechend abgedeckt. Fig. 36 zeigt endlich bei gdie Bildung eines sog. Fallkessels, in welchem dasWasser ans den Seitengräben zunächst gelangt,

V. Oberbau. Die Bestandtheile des Ober-baues sind: 1) die Schienen, 2) die Unter-lagen n. 3) die Bettung, all Schienen. DieSpurweite, d. i. die lichte Enfernung der Schie-nen , ist derzeit bei fast sämmtlichen Hauptbahnen1,4gg in angenommen. Für Nebenbahnen, Bah-nen, die meist nur dem schwächeren Verkehr auseiner kurzen Strecke unter Berührung möglichst vie-ler Orte dienen, schlägt der Verein deutscher Eisen-bahuverwaltnngen die Spurweite von 1,»» w «.0,75 m vor. In geraden Strecken sollen die Ober-flächen der Schienen eines Geleises genau in glei-cher Höhe liegen, in Cnrven aber ist die äußereSchiene um so viel höher zn legen, als die innere,daß die Schienenkaute möglichst wenig nachtheiligvon den Spurkränzen der Räder angegriffen wird. ;