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Ueber das Gold : nach Vorträgen, gehalten in Godesberg zum Besten einer höheren Knabenschule und in Bonn zum Besten des Gustav-Adolph-Vereins
Entstehung
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weitern, bald schlichen, hier ausbauchen, dort einen scharfenHacken bilden. Ueberhaupt ist das Gold sehr selten gleichmäßigin der ganzen Erstreckung des Ganges vorhanden, sondern folgt,auch wenn die Gangspalte eine gleichförmige Entwicklung be-sitzt, gewissen Linien (8boot oder liun ob ^olä oder 6bimne^der Californier) welche schief in der Gangsläche verlaufen. Wennein Gang von einem andern ein zuscharendes Trumm erhält,st bringt dieses oft großen Reichthum. So wurde dem Golden-CrowmGang auf Neuseeland durch ein Trumm solche Goldmengezugeführt, daß „man ein viele Meter langes fast reines Gold-dand von wechselnder Breite entblößt sah" (G. Wolfs). — DieZahl der Goldgänge Australiens ist fast unermeßlich groß, jeden-falls nicht unter 10 Tausend zu schätzen; von ihnen freilich dieMehrzahl unter den heutigen Bedingungen nicht bauwürdig. —Wie in Californien, so entstammten auch in Australien die erstenSchätze den Alluvionen. Da die zerstörenden Kräfte stets ihreWirkung übten, mußten schon in den frühesten Zeiten die pri-mären Goldlagerstätten zerstört und das Edelmetall den Trümmer-massen zugeführt werden. So umschließen bereits die Conglo-merate der Steinkohlenformation reiche Mengen von Gold. Bongrößerer Bedeutung sind indeh allein die in der Tertiär- undin der recenten Epoche gebildeten Alluvionen; man unterscheidetselche, welche dem ältern oder dem jüugern Pliocän und solche,welche den noch heute fortschreitenden Bildungen angehören.Die pliocänen Alluvionen erscheinen theils als Hügel, einzelnoder gereiht, zu Plateaus verbunden, theils als Ausfüllung alterNußläufe, als sog. Deep loa-cks. Dort ist es die Aufgabe derGoldgräber, das alte Slromgerinne tief unten auf dem Felsen-bodeu nach Durchgrabung mächtiger Geröllschichten aufzufindenund zu verfolgen, denn in dem ehemaligen Wafserlauf, welcherzuweilen eine entgegengesetzte Richtung verfolgte, wie die hoch

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