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rung Diodorus' gewinnen wir dennoch eine tröstliche Ilebcr-zeugnng, daß nämlich die Menschheit auf dem Wege der Huma-nität fortgeschritten ist.
Eines bemerkenswertsten Ausspruchs des Herodot müssenwir hier erwähnen. „Die Enden der Welt", sagt er, „haben dieschönsten Güter zu ihrem Theil bekommen. Das Ende derWelt nach Morgen ist Indien. — Daselbst ist unendlich vielGold, das zum Theil gegraben, zum Theil von den Flüssenheruntergeführt wird (III., 106)." Gegen Mittag hinunter nachSonnenuntergang zu grenzt das äthiopische Land, am Ende derWelt. Dasselbe hat viel Gold und ungeheure Elephanten"ib. 113). „lieber das Ende von Europa gegen Abend kann ichnichts mit Bestimmtheit sagen. — — Doch kommt das Zinnvon dem äußersten Ende her und auch der Bernstein. ImNorden von Europa aber ist sehr viel Gold, das ist gewiß.Aber wie es gewonnen wird, das kann ich nicht sagen. Alsoscheinen die Enden der Welt das übrige Land einzuschlicßen undin sich zu enthalten, was uns das Schönste däucht und für dasWerthvollste gilt." (ib. 116.) Diese Worte Herodot's sprechen,ihm unbewußt, eine Wahrheit aus, welche im Laufe der Jahr-hunderte und Jahrtausende sich immer wieder bewahrheitet hat,die Thatsache nämlich, daß die Gebiete reicher Goldproduktionstets an der Grenze der von der Cultur erreichten und erforschtenLänder liegen. Die erste Gabe, welche jungfräuliche Länder demnur zu oft mit wilder Gewalt eindringenden Culturm enschendarbieien, ist das Gold. Ist diese Erndte eingebracht, so wirdin langsamer Arbeit das Land dem Dienste des Ackerbaues undder Cultur gewonnen.
Daß vor Herodot auch die mittleren Regionen des denGriechen bekannten Erdkreises große Goldmassen geliefert haben,ist unzweifelhaft und wird durch den ungeheuren Reichthum des
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