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stammen die mit 4 Gliedmaßen versehenen Wirbelthiere ab von »wirbellosen, welche entweder gar keine oder eine sehr viel größereZahl solcher äußeren Anhänge des Körpers gehabt haben müssen; !wir kennen kein einziges wirbelloses Thier, welches 4 Beine be-sitzt, durch deren directe Umbildung diejenigen der Wirbelthierehätten hervorgehen können. Was aber ist der Grund, daßgerade die Zahl 4 in der Classe der Wirbelthiere so streng fest-gehalten wird? Es ist unmöglich einen physiologisch verständ-lichen Nutzen für diese Zahl aufzufinden; kein Grund ist ersicht-lich, warum nicht auch Wirbelthiere mit 6 oder mit 8 Beinensich hätten erhalten können; ja die Schlangen haben bekanntlichin ihren Hunderten von Rippen ebenso viele Bewegungsorgane,die aber freilich in keiner Weise durch Umbildung aus den4 Beinen der übrigen Wirbelthiere hervorgegangen sein können.Derartige Charaktere nun, welchen wir keinen bestimmten Nutzenoder Gebrauch zuzuschreiben im Stande sind, und die trotzdemoft eine sehr hohe Wichtigkeit für die Bestimmung der Ver-wandtschaftsbeziehungen der Thiere besitzen, werden morphologischegenannt, im Gegensatz zu jenen anderen physiologischen, derenNutzen evident ist. In unserem Beispiel war die Vierzahl derWirbelthierfüße ein solcher morphologischer Charakter. Da wirnun nicht im Stande sind oder wenigstens jetzt noch nicht, allesolche morphologischen Charaktere zu erklären und wir anderer-seits nicht bestreiten können, daß an sie häufig die Weiterbildungeines Typus gebunden ist, so ist man oft dazu gekommen, inihnen den Beweis für ein unerkanntes, immanentes Entwicklungs-gesetz zu sehen. Ich persönlich muß nun freilich bekennen, daßich nicht recht an die Existenz solcher unerklärlichen Charaktereglauben kann und daß ich die Meinung hege, ihre Unerklärlich-keit läge vielmehr in unserer unzureichenden Erkenntniß begrün-det^). Da es nun aber einmal Mode in der Zoologieoder vielmehr bei den Gegnern der modernen Zoologie gewordenist, die Möglichkeit der Existenz alles dessen zu leugnen, was
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