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Karl von Linné : Gedächtnißrede bei der Feier in der Königlichen Akademie der Wissenschaften am 10. Januar 1878 in Stockholm gehalten von derem gegenwärtigen Präses
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Eines Tages kam der reiche Bürgermeister in Amsterdam, GeorgClifford, um seinen Arzt Boerhave um Rath zu fragen underhielt dann folgende Antwort:Es fehlt Ihnen Nichts zu einemglücklichen Leben als ein Arzt, der täglich für Sie sorgen, weilSie hypochondrisch sind, Ihre Diät bestimmen und in wichtigerenFällen mich um Rath fragen kann. Ich kenne einen jungenSchweden, der sich augenblicklich in Amsterdam aufhält, diesenempfehle ich Ihnen auf's Beste. Er ist außerdem ein vortreff-licher Botaniker und kann Ihren Garten auf Hartekamp ordnen".Dort hatte Clifford, der einer von den Direktoren der Ost-indischen Compagnie war, mit großen Kosten und äußersterPracht einen Garten angelegt. Die Gewächse aus dem südlichenEuropa, aus Asien, Afrika und Amerika wurden dort gebaut;und außerdem befanden sich bei Hartekamp mehrere Herbarien,eine vorzügliche botanische Bibliothek und seltene Thiere undVögel. Clifford folgte dem Rathe, und Linnaeus konnte einso gutes Anerbieten nicht abschlagen.Also bleibt Linnaeusbei Clifford" schreibt Linnaeus selbstwo er wieein Prinz leben kann, den größten Garten unter seiner Pflegeerhält, alle die Pflanzen, die im Garten fehlen, verschreiben undalle die Bücher, die in der Bibliothek fehlen, kaufen darf".Linnaeus vollendete hier seinebToru Duxponioa,", die inAmsterdam gedruckt wurde. Während des Aufenthalts in Harte-kamp unternahm er eine Reise nach England um Clifford'sGarten mit allerlei nordamerikanischen Gewächsen, die mit großemErfolg bei London gebaut wurden, zu vermehren. An den be-rühmten Naturforscher Hans Sloa ne, später Stifter des Bri-tish Museums, erhielt er von Boerhave folgenden schmeichelhaf-ten Empfehlungsbrief:Linnaeus, der diesen Brief überbringt,ist allein würdig Sie zu sehen und von Ihnen gesehen zu werden.

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