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Vollständiges Verzeichnis der von der Firma F. A. Brockhaus in Leipzig seit ihrer Gründung durch Friedrich Arnold Brockhaus im Jahre 1805 bis zu dessen hundertjährigem Geburtstage im Jahre 1872 verlegten Werke : in chronologischer Folge mit biographischen und literarhistorischen Notizen
Entstehung
Seite
271
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1831 . 271

SMcntnbjUíanjigftcr 3Tf;cií. PhilosophicPhokylides. Seidig: ?y. 91.33raíf)aud. 1848.

O Seiten Titel, 485 Seiten und 1 unpaginirte SeiteDruck von F. A. Broek-haus in Leipzig.

giuifuufcjlumijigftcr £í)cií. PholPliyxios. Seidig 91. öreefiput«. 1850.

(! Seiten Titel und 457 Seiten.

4. Preis des Theils auf Druckpapier 3 Tlilr. 25 Ngr., auf Velinpapier5 Tlilr., auf extrafeinem Velinpapier, im grössten Quartformat mitbreitem Stegen (Prachtexemplare) 15 Tlilr.

Der Vollständigkeit wegen sind die im Vorlage von Johann Friedrich Gleditschin Leipzig erschienenen Bände: 1 21 der 1. Section, 1 7 der II. Section undBand 1 der 111. Section, hier mit anfgeführt.

Seit dem ZedlerschenUniversal-Lexikon und der frankfurterEncyklopiidiewar in Deutschland keine grössere alphabetische Encyklopädie erschienen. ProfessorJ. Sm. Ersch in Halle hatte bei seinen Arbeiten und Studien das Bedürfniss einersolchen gefühlt, ohne jedoch selbst den Gedanken einer solchen zu fassen, da ihmnicht wahrscheinlich schien, dass sich in Deutschland zu einem so langwierigen undkostspieligen Unternehmen ein Verleger finden würde. Um so mehr fühlte ersich überrascht, als ihm zu Anfang des Jahres 1813, in einer dem Unternehmungs-geiste insbesondere auch auf dem Felde des Buchhandels so höchst ungünstigenZeit, von dem Besitzer der Firma Johann Friedrich Gleditsch in Leipzig, KarlFriedrich Enoch Richter (gest. 15. Oct. 1831 zu Hamburg), der Antrag wurde, sichan die Spitze eines solchen von ihm beabsichtigten Unternehmens zu stellen.Ersch, dessen Neigungen eine solche Arbeit ganz entsprach, gab seine Zusage.Während der Kriegsjahre 1813 und 1814 mussten zwar alle dazu nöthigen Ver-anstaltungen, Vorarbeiten u. s. w. ausgesetzt bleiben, allein schon Mitte 1814wurde von seiten des Verlegers wie des erwählten Leiters bereits wieder ernst-lich an die Förderung des Unternehmens gedacht. Ersch begann mit dem Flut-wellen von Plänen zum Ganzen und den einzelnen Theilen, stellte Verzeichnisseder einzuladenden Mitarbeiter auf und wandte sich brieflich an verschiedeneGelehrte, um deren Ansichten zu hören und Gutachten einzuholen. Im Februar1815 begann Ersch nach reiflichen Erwägungen durch Versendung einer alsHandschrift gedruckten vorläufigenAnkündigung des Unternehmens, in welcherdessen Plan auseinandergesetzt und Wünsche in Hinsicht der Abfassung derBeiträge vorgelegt wurden, alle diejenigen deutschen Gelehrten einzuladen, dieer als Mitarbeiter zu gewinnen wünschte und hoffte. Im Allgemeinen war dieseAufforderung von Erfolg begleitet, wenn auch manche an der Möglichkeit derAusführung zweifelten und deshalb nur unbestimmte Zusagen ertheilten. Nach-dem der Fortgang des Unternehmens durch den Krieg von 1815 nochmals eineUnterbrechung erlitten hatte, ward Anfang 1816 eine ebenfalls als HandschriftgedruckteNähere Nachricht versandt, welche dazu bestimmt war, die Theil-nehmer näher miteinander bekannt zu machen und den Plan noch anschaulicherdarzulegen. Hierdurch ward das Unternehmen bedeutend gefördert und gewannvon jetzt an raschem Fortgang. Bald danach, in einemUmlaufschreiben (vom1. Sept. 1816) an die Mitarbeiter, konnte Ersch diesen ankündigen, dass er sichmit dem Justizrath Ilufeland zur Herausgabe des Werks verbunden habe, dochstarb dieser schon einige Monate nachher. Inzwischen war infolge der Ver-einigung der Universität Wittenberg mit Halle Professor .1. Gf. Gruber nachletzterer Stadt versetzt worden, mit welchem sich Ersch bald einigte, sodasser in einem abermaligenUmlaufschreiben an die Mitarbeiter (vom 31. März'1817) denselben als Mitherausgeber anzeigen konnte. Mit Gruber vollendetenun Ersch das für das Publikum bestimmte Probeheft des Ganzen.

Letzteres führte den Titel:Probeheft nebst dem Plane des Werks und Verzeich-nissen der Mitarbeiter (Leipzig bei Job. Fr. Gleditsch 31. März 1817, IV, (10) und100 Seiten mit 3 Kupfern, 4.). Unter den Auseinandersetzungen über den Planund die Einrichtung derAllgemeinen Encyklopädie, welche dasselbe bietet,sind folgende Sätze hervorzuhebeu:Unser Unternehmen erstrebt, wie derTitel zeigt, nichts Geringeres, als eine umfassende Bearbeitung aller Wissen-schaften und Künste, nach ihren einzelnen Theilen und Gegenständen von Schrift-stellern, deren Namen die Achtung und das Vertrauen der literarischen Welt