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1822 .
Mémoires de J. Casanova de Seingalt écrits par lui-même. — Ne quid-quam sapit qui sibi non sapit. — Édition originale.
Tome premier. 1826. Tome second. 1826. Tome troisième. 1827.Tome quatrième. 1827. Leipsic, F. A. Brockhaus. Paris, Ponthieuet Comp. Palais royal, Galerie de Bois.
Tome cinquième. 1832. Tome sixième. 1832. Tome septième. 1832.Tome huitième. 1832. Paris, Heideloff et Campé. Rue Vivienne,No. 16.
Tome neuvième. 1838. Tome dixième. 1838. Tome onzième. 1838.Tome douzième. 1838. Bruxelles.
I. 4 Seiten Titel, Seite V—XXIV und 455 Seiten.
II. 4 Seiten Titel, Seite V und VI, 2 unpaginirte Seiten „ Errata du.
tome 1“, 468 Seiten und 2 unpaginirte Seiten „Errata du tome II“.Preis: 3 Thlr. 15 Xgr.
III. 4 Seiten Titel, Seite V—-VIII, 468 Seiten und 2 unpaginirte Seiten„ Errata du tome III“.
IV. 4 Seiten Titel, Seite V—VIII und 519 Seiten.
Preis des ersten bis vierten Tlieils: 3 Thlr. 20 Ngr.
V. 4 Seiten Titel, Seite V—VII und 513 Seiten.
VI. 4 Seiten Titel, Seite V—VII und 524 Seiten.
VII. 4 Seiten Titel, Seite V und VI und 516 Seiten.
VIII. 4 Seiten Titel, Seite V und VI und 492 Seiten.
Preis des fünften bis achten Theils: 7 Thlr.
IX. 4 Seiten Titel, Seite V und VI und 621 Seiten.
X. 4 Seiten Titel, Seite V und VI und 524 Seiten.
XI. 4 Seiten Titel, Seite V und VI und 496 Seiten.
XII. 4 Seiten Titel, Seite V und VI und 470 Seiten.
Preis des neunten bis zwölften Theils: 6 Thlr. 25 Xgr.
12. Preis des vollständigen Werks: 21 Thlr.
Johann Jakob Casanova de Seingalt, bekannt als geistvoller Schriftstellerund origineller Abenteurer, geb. 2. April 1725 in Venedig, folgte nach einemLeben voller Reiseabenteuer, Liebschaften, Duelle, Schicksale und Bekannt-schaften in fast allen Ländern und Hauptstädten Europas dem Grafen Waldstein1785 nach Dux in Böhmen, wo er die Aufsicht über dessen Bibliothek übernahmund ganz den Wissenschaften lebte, bis er 4. Juni 1798 daselbst starb. Casanovaist als Schriftsteller nicht ohne Bedeutung. Ausser einigen historisch-politischenSchriften verfasste er eine italienische Uebersetzung der Iliade, und schrieb übermathematische Probleme. Sein Roman „ Icosameron“ legt Zeugniss für seinephilosophische Bildung ab. Ein „Essai de la philosophie et de critique“ istManuscript geblieben. Viel Interesse erregte seine „ Histoire de ma fuite des2 >risons de la république de Venise, qu’on appelle les Plombs “ (Prag 1788, 8.;Leipzig 1788, 8.). Am bekanntesten von seinen Werken sind jedoch seineMemoiren. Das Manuscript zu denselben ist in französischer Sprache abgefasstund 600 Foliobogen stark. Es befand sich im Besitz eines Nachkommen desVerfassers in Leipzig und wurde der Firma durch F. Gentzel in Leipzig zumVerlag angeboten (13. Dec. 1820).
Die Memoiren Casanova’s erregten bei ihrem Erscheinen ungemeines Aufsehen.Dem französischen Originale liess die Verlagshandlung eine deutsche, in verschie-denen Partien abgekürzte Bearbeitung vorausgehen, welche Wilhelm vonSchütz (s. S. 169) besorgte. Das Buch erfuhr die verschiedenartigsten Beur-theilungen und viele zum Theil sehr heftige Angriffe. In Betreff der Kürzungenschreibt Professor Schütz in Halle an Friedrich Arnold Brockhaus (6. Sept. 1821) unteranderm: „Dass Sie den erotischen Theil seiner Memoiren selbst in der Ausgabe desOriginals meist ganz unterdrücken wollen, kann ich indess nicht durchaus billigen-Meiner Meinung nach thut der frömmelnden Impotenz unserer Zeit eine kräftigeSinnlichkeit vor allem noth und ein Aristophanes unserer Tage wäre der Arztder Zeit, der all dem weichlichen Gefasel von mystisch-religiöser Moral einEnde machen könnte.“ Johanna Schopenhauer schreibt (25. Xov. 1821): „DerCasanova ist ganz vorzüglich, ein so treues lebendiges Bild der Sitten einerZeit, die uns um so unbekannter ist, je näher sie der unserigen steht. Michergreift die Wahrheit des Ganzen um so mehr, da sie mir halbverloschene Bilder