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Dic alphabetischen Eiicyklopüdicn.
das Conversations-Lexikon stützen. Diese Tendenz findet sicli unter andermsclion in dem obenerwähnten Brüggemann’schen Conversations-Lexikon. Nochdeutlicher tritt sic aber zu Tage in zwei umfassenden, aber bald ins Stockengerathenen Unternehmungen: „Deutsches Universal-Convcrsations-Lexikon odervollständiges Wörterbuch der für Kunst und Wissenschaft, Gewerbe, Umgangund Lektüre aus allen fremden, lebenden und todten Sprachen entlehntenund gebräuchlichen Ausdrücke, Bezeichnungen und Redensarten. Für alleStände des deutschen Volks, als Supplement zu allen existirenden Ausgabenvon Encyklopädien und Conversations -Lexicis“ (Heft 1 —19, A—Cur,Leipzig, Belgische Buchhandlung, 1836 — 39, 8.) und das „Generallexikonoder vollständiges Wörterbuch alles menschlichen Wissens. Von mebrernpraktischen Gelehrten nach den besten Ilülfsmitteln bearbeitet und heraus-gegeben von C. Strahlhcim“ (Nr. 1 — 91, Frankfurt a. M. 1836 — 39, 8.),das bis zum Artikel Baukunst reicht.
Der Plan des Pierer’schcn Universal-Lexikon, das übrigens auch sonstseinem Inhalte nach vielfach ausgcbcutet worden ist, liegt im wesentlichenauch einem frühem Unternehmen des Bibliographischen Instituts in Ilildburg-hausen zu Grunde, welches den Titel führt: „Das grosse Conversations-Lexikonfür die gebildeten Stände. In Verbindung mit Staatsmännern, Gelehrten,Künstlern und Technikern herausgegeben von J. Meyer“ (1. Abtheilung,A —N umfassend, 23 Bde., 2. Abtheilung, 0—/ umfassend, 15 Bde., Ilild-burghausen 1839 — 52; Supplemente, 6 Bde., 1852 — 55, 8.)', und, dadie einzelnen Bände öfter in mehre Theile zerfallen, zusammen 58 starkeOctavbändo begreift. Das Meyer’sche „Grosse Conversations-Lexikon“ist somit das umfangreichste cncyklopädische Unternehmen der neuern Zeit;es geht weit über das Universal-Lexikon wie über das Conversations-Lexikonhinaus und hat den Charakter einer eigentlichen Encyklopädie des mensch-lichen Wissens angenommen.
g) Das Conversations-Lexikon im Auslande.
Dass die Idee des Conversations-Lexikon in Deutschland seihst vielfacheNachahmungen hervorrief, konnte eigentlich nicht überraschen, aber wahrhaftstaunenswerth ist die Ausdehnung, in welcher das Broekhaus’schc Werk beifast allen Völkern des Abendlandes als Basis für ähnliche populäre cncyklo-pädische Werke angenommen worden ist. Ein Thcil dieser ausländischenBearbeitungen lehnt sich unmittelbar an das deutsche Original an, ein andererfolgt, zwar im allgemeinen der Idee, unterwirft aber den encyklopädischenStoff einer mehr oder minder selbständigen Bearbeitung, eine dritte Gruppeendlich sucht die Idee des Conversations-Lexikon mit der der eigentlichenwissenschaftlichen Encyklopädie zu vermitteln.
Die erste Uebertragung des Conversations-Lexikon in eine fremdeSprache erschien seit 1816 in Dänemark. Sie führt den Titel: „Conver-sations-Lexicon eller encyclopædisk llaandbog over de i selskahelig Under-holdning og ved Læsning forekommende Gjenstande, Navne og Begreber,med TIensyn til Folko- og Menncske-IIistorie, Politik, Diplomatik, Mythologie,Archæologic, Jordbeskrivel.se, Naturkundskab, Fabrik- og Manufacturvæsen,Handel, de skiönne Kunster og Vidcnskabcr, indbefattendc tillige de ældreog nycre mærkværdige Tidsbegivenkcder. Oversat eftcr den tydske Originalstredie Oplag, med adskillige Forandringer og Tilling af II. A. Kofod“(Bd. 1—0, Heft 2, Kopenhagen 1816 —18, 8., bis in den Anfang desL reichend). Diese Uebertragung blieb unvollendet. Eine etwas freiereBearbeitung ist das „Almeennyttigt Dansk Konversations-Lexikon“ (8 Bde.,