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Die systematischen Encyklopädien.
Der Führer in das Reich der Wissenschaften und Künste. 3 Bde. in 14 Ab-theilungen. Leipzig 1839. Id.) enthält Mechanik, Hydrostatik und Hydraulik,Pneumatik, Akustik, Pyronomik u. s. w. und wurde von J. Sporschil undK. F. A. Hartmann nach dem englischen „Book of science“ bearbeitet.
Von deutschen Unternehmungen aus neuerer Zeit ist noch zu erwähnen :
Neue Encyklopädie der Wissenschaften und Künste. Für das deutsche Volkgeschrieben von vielen Gelehrten, redigirt von F. Grieb und J. Scherr.(8 Bde., Stuttgart 1847 — 54, 8.) Eine neue Ausgabe dieses Werks mitveränderter Zusammenstellung der einzelnen Fächer erschien 1852 in4 Abtheilungen zu je 2 Bänden.
Die hier aufgeführten encyklopädischen Werke haben, obgleich zur Her-stellung derselben meist schon verschiedene Fachmänner mitwirken mussten,doch das Gemeinschaftliche, dass sie ihren Gegenstand nach einem bestimmtenPlane und mit Rücksicht auf einen bestimmten Zweck behandeln. Mit demdritten Jahrzehnt unsers Jahrhunderts tritt jedoch noch eine andere Art,zum Tlicil sehr umfangreicher encyklopädischer Unternehmungen auf, welche,in der Regel vom Buchhändler ausgehend und das grössere Publikum imAuge habend, das gesammte menschliche Wissen oder wenigstens ein Gebietdesselben, mehr oder minder systematisch erschöpfend, in einer Reihe vonAbhandlungen oder Abrissen über die einzelnen Disciplinen und Gegenstände zurDarstellung zu bringen suchen. Mehrere dieser Unternehmungen sind unterdem Titel von „Bibliotheken“ erschienen und die einzelnen Theile in derRegel auch unter besondern Titeln einzeln verkäuflich.
Wir eröffnen die Reihe der Werke dieser Art mit der „Encyclopédieportative, ou Résumé universel des sciences, des lettres et des arts en unecollection de traités séparés, formant la bibliothèque complète de l’amateur“,welche unter Leitung von C. Bailly (Paris 1825 fg., 32.) erschien. Eine deutscheBearbeitung begann 1828 das Industrie-Comptoir zu Leipzig, in welcher die Ab-risse der Archäologie, Astronomie, Botanik, Chemie, Literaturgeschichte undStaatswissenschaft zur Veröffentlichung gelangten. Ein anderes französischesUnternehmen dieser Art war die „Encyclopédie populaire“, die zu Paris heiAudot 1827—29 (in 18.) erschien. In Deutschland entstand um jene Zeit die„Allgemeine deutsche Taschenbibliothek der encyklopädischen Grund-wissenschaften in ihren wechselseitigen Beziehungen und nach den Anforderungender Zeit“ (Dresden 1827—33, 8.). Das Ganze sollte in vier Sectioneu zer-fallen, in Wirklichkeit ist jedoch nur die erste Section in drei Ahtheilungeiiunter den besondern Titeln: „Allgemeine historische Taschenbibliothek für jeder-mann“ (Bd. 1 —125), „Allgemeine geographisch-statistische Taschenbibliothek“(Bd. 1 —10) und „Allgemeine Taschenbibliothek der menschlichen Cultur-geschielite“ (Bd. 1—36), und ein Theil der vierten Section unter dem Titel:„Allgemeine Taschenbibliothek der Naturwissenschaften“ (Bd. 1 — 27), er-schienen. Berühmt in ihrer Art ist „Lardner’s Cabinet Cyclopaedia“, unterwelchem gemeinsamen Titel der als Physiker und Mathematiker rühmlichstbekannte Dionysius Lardner eine Reihenfolge von selbständigen, von dennamhaftesten Gelehrten und Schriftstellern verfassten Abhandlungen überNaturwissenschaften, Industrie, Kunst, Literatur, Geschichte u. s. w. herausgab.Während der Jahre 1830—44 sind 133 Bände erschienen. Unter denfranzösischen Unternehmungen dieser Art heben wir noch hervor die „Biblio-thèque populaire, ou l’instruction mise à la portée de toutes les intelligences“,die zu Paris seit 1832 (in 18.) unter Leitung von Ajasson de Grandsagne heraus-kam und in der „Bibliothèque des sciences etdes arts, ou l’instructionmise à la portée de tout le monde“ (Bd. 1—48, Paris 1836 fg., 18.), an