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Avon — Zabern.
gericht, Arbeiterschiedsgericht, Kleines Seminar, öf-fentliche Bibliothek, Hospital, Departementsgefäng-niß, Gewerbe- »nd Ackerbaukammer, Fabriken inwollenen, baumwollenen, seidenen, leinenen Maaren,Hüten rc., Spinnereien, Färbereien, Handel mitDolles orstonnss u. Getreide, ein Woll- u. mehrereJahrmärkte; 1876: 7636 Einw. (Gem. 8444). D.sammt einem kleinen umliegenden Gebiete war ehe-mals ein Freilehn (souveränes Fürstenthnm), dessenHerren den Titel König von I. führten, der ihnennach der Sage von dem fränkischen König Chlotar I.verliehen sein soll. Dessen angeblicher Diener Walt-her (Gautier), Herr von I)., erregte nämlich denZorn des Königs durch einige Fehltritten, floh dessenHof, um sein Vergehen im Kampfe gegen die Feindedes Cyristenthumsabzubußen.Nach lOJahren kehrteer mit Lersöhnnngsbriefen des Papstes Agapetuszurück u. bat am Charsreitag 535 in der Kathedralezu Soissons den König um Verzeihung, aber dieserdurchstieß ihn mit dem Schwert. Um diese Lhat zusühnen, soll der König das Ländchen I.sür die Nach-kommen Walthers zu einem Königreich erhoben ha-ben. Es scheint jedoch erwiesen, daß die Herren von
D. erst 1370—92 den Titel als Könige annahmen,der ihnen von Ludwig LI. n. den folgenden Königenbestätigt wurde. 1681 verlor Las Ländchen feineSonveränetät, die Herren desselben erhielten den Ti-tel als krinesa ck'D. und die Bewohner blieben biszur Revolution von allen Auflagen befreit. Docherhielt sich das alte Prädicat als Könige noch, dennnoch 1789 wurde der Tod des Grafen Camille III.von Albon als König von A. angezeigt. Vgl. Tu-putel, Ls rozmums <UD., Rouen 1835. H> Berns.
Mou, Adolfe, franz. Schlachten- u. Genrema-lcr, geb. 1817 in Eschweiler in Lothringen, bildetesich unter Paul Delaroche u. zeigt in seinen drama-tisch bewegten Scenen ein originelles kräftiges Ta-lent, während seine Technik u. Farbe Manches zuwünschen übrig läßt. Werke: Die Tatarenmoscheein Moskau; Die Fahrt nach Sibirien; Sieg desFürsten Dimitri über die Tataren; Die Einnahmedes Malakow; Die Schlachten von Magenta undSolferino; Napoleons I. Übergang über die Alpen;Marschall Ney in Rußland; Straße in Constantino-pel; Angriff französischer Kürassiere in der SchlachtbeiWörth(Reichshofen);zahlreichePorträts. Regnet
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Z, z, 1) Bnchstab, im attischen Alphabet L, 5(Zera), der 6. (in älteren Alphabeten der 7.), ent-sprechend dem hebräischen ; Sain und daher mitweicherem Laut als das deutsche z, — all, wie csauch heute gesprochen wird; es gilt als Doppelcon-sonant u. verursacht Positionslänge. In das römi-sche Alphabet wurde es nur für Fremdwörter aus-genommen u. erhielt die letzte stelle (s. u. I.); da-her auch im deutschen Alphabet, während es imgothischen die 8. Stelle einnimmt. Es ist die Aspi-rata der Zungenlaute n. dient zur Bezeichnung einesharten (z) u. weichen (sz) Lautes; die Verdoppelungdes ersteren wurde früher wirklich geschrieben (zz),jetzt gemeiniglich durch tz ansgedrückt; in den roma-nischen Sprachen klingt es theilweise wie 8 (so auchz. B. im spanischen granckWu), theils wie unser z;im Holländischen u. Englischen wie weiches s. Dasneugriechische r5 wird tsch gesprochen. 2) Als Ab-breviatur: a) auf römischen Inschriften — Z-As,— Z As; b) iu der Mathematik bezeichnet esmeist wie x u. z- eins noch zu suchende (unbekannte)Größe. 3) Als Zahlzeichen: a) im Hebräischen —SO; b) im Griechischen ^ — 7 u. ,5—7000; e) imLateinischen zuweilen ^ 2000; ä) in der Rubri-cirnng 23 oder — 25. u.
Zaandam, Stadt im Bezirk Haarlem der nie-derläud. Pro». NHolland, am Ausflusse des Zaanin den I , Station der Niederländ. Bahn, ansehn-licher Handel, Schiffbau, Schifffahrt, Fischfang(Härings, Walfisches, Fabriken in Leim, Stärke u.a.Waaren; in der Umgegend gegen 400 Windmüh.len zur Verfertigung von Mehl, Öl, Papier, Pul-»er, Tabak, Traß :c., sowie zur Trockenlegung (vgl.Nicderlaude,S.463,2.Sp.); 12,772 Ew. Z. ist derWohnsitz vieler holländischen Millionäre und außer-
dem merkwürdig durch den (allerdings nur etwa achtTags Lauernden) Aufenthalt des Zars Peter desGroßen von Rußland, welcher 16S7 alsSchifsszim-mcrmann hier arbeitete. Mali zeigt noch die Behau-sung: eine Bretterbude mit zwei Räumen u. einenBcttschrank, die er inne hatte. Schroot.
Haar, s. Zar.
Zabanzen, die gegen die Knruczen (s. Dosa)ausgestellten Mannschaften.
Zabathäi Z'wi, so v. w. Sabbathai Z'wi.
Zasern, 1) Kreis im deutschen Regbez. Unter-Elsaß (Elsaß-Lothringen), von der Zorn u. Saardurchflossen u. von den Linien Straßbnrg-Avricourt,Saarbnrg-Saargemünd,Z.-Waffelnheim u. Stein-bnrg-Bnchsweiler der Elsaß-Lothring. Eisenbahnendurchschnitten; 983,^ fsZIem (!7,ggHsM) mit (1871)86,950 Ew. (ohne Militär). 2) (Elsaß-Z., frz.. Ta-verne), Stadl inUnter-Elsaß, anderZorniudenVo-gesen, an der Straßburg-Pariser Eisenbahn u. demMarne-Rheinkanal, Landgericht, Schloß, ehemals bi-schüsl. Residenz, jetzt Kaserne, Gymnasium, Allcr-thnmsmnseum, Hospital, Fabrikation von Brücken-wagen, Stärke, Steingut, Leder, ferner Töpfereien,Färbereien,Kesselschmiede,Schmelzhütte, Bierbraue-reien;6213Ew. Überdendabei liegendenBergführtdie Straße von Straßburg nach Pfalzburg; sie istschneckenförmig gebaut u. hat 17 verdeckte Brücken;auf der Höhe steht ein Obelisk u. man genießt eineherrliche Aussicht über einen Theil des Elsasses unddes Rheins. Um Z. die Ruinen verschiedener Bur-gen. Z. hieß bei den Römern Daberuus od. MosDabsrnas, und war früher der Hauptort des Was-gaus, im 10. Jahrh. Len Bischöfen von Metz, spä-ter denen von Straßdnrg gehörig; 1525 wurdenhier 17,000 rebellische Bauern, welchen die Stadt