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Bd. 18 (1879) Vacarius - Zywilsk
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Iltroccrit

Es findet sich mit dem Erbium (s. d.) im Gadolinitu. ist nur als schwarzgrünes Pulver, das beim Rei-ben mit deni Polirstahle Metallglanz annimmt, be-kannt; es zersetzt Wasser schon in der Kälte. DasI.-Chlorid (äls 6 Ig) ist weiß, krystalliuisch, nichtflüchtig. Das D.-Oxyd ist ein weißes in

Säuren lösliches Pulver, das beim Glühen mit wei-ßem Lichte leuchtet. DaS U--Hydroxyd erhältman durch Fällung eines A.-Salzes mittels Kali-lauge als flockigen, in Kalilauge unlöslichen Nieder-schlag. Das A. wurde 1794 von Gadolin entdeckt.

Hetzer.

Mtroccrit, Mineral, sehr selten, findet sich zuFinbo u. BrodLho bei Falnu, Amity in New Dortund in Massachusetts; ist derb, krystalliuisch körnig,von weißer, grauer od. veilchenblauer Farbe, Härte

4 bis 5, spec. G. 3,« bis 3 , 5 , besteht wesentlich ausFlurorcalicum mit Fluorcsrinm und Flnoryttrinm,woneben auch Lanthan, Didym, Erbium u. Wasserzugegen ist.

NttrotlNitalit, Mineral in krystallinischen Kör-nern, mit unebenem od. muscheligem Bruch, Härte

5 bis 6 , spec. G. 5,g bis 5,g, graulich-pechschwarz,gelblichbraun, fettgläuzend, an den Kanten durch-scheinend bis undurchsichtig; ist wesentlich ein Tan-talat u. Niobat von Ackererde u. Erbinerde, Ceroxy-dul, Kalk, Eisenoxydul u. Uranbioxyd (Uranoxydul)auch ist etwas Wolframsäure u. ZinnsLure vorhan-den. Findet sich zu Attcrby, Finbo u. Korarfyat inSchweden.

Uucatan (Merida), Staat der Förderativrepn-blik Nkejico, nimmt Len nördlichen Lheil der Halb-insel A. ein, grenzt an Britisch Honduras, den StaatGuatemala u. die mejicanischen Staaten Tabascon. Chiapas u. wird durch denKaual v 0 nAucatanvon der Insel Cuba getrennt. 76,560jH>cm (1390 ,4s^M) mit 422,365 Ew.; niedriges, nur in der Mittehügeliges Land, au den Küsten viele Sandbänke,wenige Vorgebirge n. Flüsse: Utsumasinta (Grenz-fluß gegen Westen), Balchaca, Pacayta (Batcab),Escataüo, Hondo (Grenze gegen Honduras). Klima:tropisch heiß, aber gesund, vom Octobcr bis EndeFebruar Regenzeit. DicBevölkerung bestehtgrößten-theilS aus Indianern unvermischtenBlutes, welche sichselbst Macegual, d. h. Eingeborne, nennen. Sie ge-hören dem großen Urvolke der Maya an und hattenschon bei der Ankunft der Europäer eine ziemlicheBildung; sie haben nach europäischer Art gebauteHäuser, gut bebaute, niit Hecken umschlossene Felder,eigene, gut geordnete Staatsversassung, eigene Re-ligion, obwol äußerlich sich zur christlichen bekennend,eine eigene Sprache u. sind zu einem kleinen Theileunbezwungen u. ihren alten Gebräuchen treu. Pro-ducte: die gewöhnlichen mesicauischen, ausgenommenMetalle; großer Neichthum an Holz an der Cam-pechebai. Hauptstadt: Merida. In I. wunderteneinst Tolteken aus Auahuac ein; das Land war un-ter mehre Kazikeu vertheilt, welche unter dem vonMayanpan standen, bis im 15. Jahrh. sich die Va-sallen empörten u. eigene souveräne Reiche gründe-ten, aber in stetem Kampfe um die Suprematie miteinander standen. 1527 begann die spanische Erober-ung unter Francisco deMontejo; 1541 unterwarfsich der letzte Kazike, Tutul-Liu, welcher in Maniresidirte. Die ersten Gründungen der Spanier wa-ren Campcche u. Merida; die ältesten Toltekenstädte

Ivctot.

verfielen. Unter spanischer Herrschaft bildete das Ge-biet die Intendanz Merida u. trat nach der Befrei-ung dem mejicanischen Staatenbunde unter dem Na-men D. bei, lag aber fortwährend init Mejico imKriege n. erklärte 1841 seine Selbständigkeit u. Un-abhängigkeit, welche jedoch von Mejico nie anerkanntwurde; 1850 brach auch noch ein Bürgerkrieg zwi-schen Indianern u. Weißen ans, so daß der Cultur-zustand A-s seit dem Aushören der spanischen Herr-schaft sehr gesunken ist. Aus der Toltekcnzeit stam-men zahlreiche Ruinen; vgl. Amerikanische Mterthn«mer (auch die dortvcrzeichnete Literatur) u. Bastian,Die Culturländcr des alten Amerika, Berlin 1878,2 Bde. Schroot.

Vucvs (Wüstenpalme), Pflanzengatt, aus derFam. der I-iliaecuro, mit kurzem oder hohem einenSchopfvon Blättern u. eine pyramidale zusammen-gesetzte Blllthenrispe tragendem Stamm. Blüthenglockig, mit 6 Staubblättern u.dreifächerigem Frucht-knoten ohneGrifsel; Frucht eine dreijächcrigeKapsel.Arten in Nordamerika u. Mejico, bei uns beliebteZierpflanzen, zum Theil im Sommer im Freienaushaltend. V. xxlorioon L., mit ziemlich breiten,lanzettlichen Blättern; von Canada bis Carolina. 1.ülamsnbusaM., ohne Stamm, mit lanzettlichen, ge-sägten, am Rande faserigen Blättern, in Virginienu. Carolina; Wurzel schleimig, wie Seife benutzbar.

aloöiolisM., mit hohem Stamm u. lineal-lan-zettlichsn gesägten Blättern, in Mejico. Die Blät-ter werden zur Bereitung von Papier n. Gewebenbenutzt. Engter.

Inlc, ursprünglich der Name eines alt-heidni-schen Festes, das in England zur Zeit der Winter-sonnenwende gefeiert wurde, wird derselbe noch heut-zutage hin und wieder zur Bezeichnung des Weih-nachtsfestes gebraucht. Das Verbrennen des sogen.Aule-clogs, sowie die Ausschmückung der Kirchen u.Kamine zur Weihnachtszeit sind Überreste der altenJuleceremonie.

Uurnmi, LlvrwseovImLm iuimtg,, der großeAmeisenfresser (s. d.).

Averdon (Averdun, deutsch Jfferten, das römi-sche Lburoäunnm), Stadt u. Hauptort im gleich-namigen Bezirk des Schweizerkantons Waadt, amSüdende des Nenenbergcr Sees u. am Einfluß derOrbe in denselben, Station der Schweizer. West-bahn; hat ein 1135 von Konrad von Zähringen er-bautes Schloß, welches bis 1798 Wohnung einesBerner Amtmanns war, in welchem 180525 Pe-stalozzi seine berühmte Lehr- u. Erziehungsanstalthatte, u. in dem sich jetzt die öffentlichen Schulen, diestädtische Bibliothek, das Museum (zahlreiche ausden Pfahlbauten des Neuenbnrger Sees herrllhrendeGegenstände, sowie römische u. andere Alterhümerenthaltend) und ein Maturaliencabinet befinden;mehrere Erziehungsanstalten, Taubstummenanstalt,«Spital, mehrere Fabriken, Hafen, Handel, Schiff-fahrt; 1870: 5889 Ew. Dabei ein ziemlich be-suchtes Schwefelbad, das, wahrscheinlich schon zurRömerzeit benutzt, bereits 1403 urkundlich erwähnt

Wird. H- Berns.

Atietot, Stadt u. Hauptort in dem 10 CantoneU. 168 Gemeinden mit 120,704 Ew. umfassenden,gleichnamigen Arrond. des sranz. Dep. Seine-Jn-ferieure, Station der Franz. Westbahn; Sitz einesUnterpräfecten, Gerichtshof erster Instanz, Handels-