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X für ein U machen — Xystos.
dem Hyrkanier Artabanos, dem Führer der Garde,ermordet wurden. Ihm folgte sein u. der Amestrisjüngerer Sohn Artaxerxcs; s. Persien. 2) X. II.,Sohn des Artaxerxcs I., folgte seinem Vater 424v. Chr., wurde aber auf Betrieb feines natürlichenBruders Sogdianos nach nur 45tägiger Negierungermordet; s. ebd. Herzberg.
X für ein U machen, im Mittelalter wurdendie Zahlen mit römischen Zahlzeichen ausgedrnckt,unter denen n. II. gleichbedeutend waren n. für üstanden. Zwei das eine verkehrt an das anderegesetzt(X), bedeutete aber 10. Schrieb daherJemandeine X aus die Rechnung statt einer V, so betrog erum die Hälfte, n. dies ist es, was das Sprichwortsagen will.
Ximenes, s. Jimcnez de Cisneros.
Xingu (Rio .1., Rio Paranaiba), mächtiger Ne-benfluß des Amazoneustromes in Brasilien, entspringtin der Prov. INatto grosso an der Serra gerat ansmehreren Qnellenflüsscn (die bedeutendsten: ParanaZs. und Jangada), fließt nördlich, nimmt in Mattogrosso und Para viele Flüsse ans und ist auf weiteStrecken schiffbar.
Xions, Stadt im Kreise Schrimm des prenß.Negbez.Posen; Landwirthschaft, Gewerbe,Schweine-handel; 1875: 987 Ew. Hier 29. April 1848 Ge-fecht zwischen poln. Insurgenten unter Mieroslawjkiu. preuß. Truppen unter Oberst von Brandt, wobeiein großer Theil der Stadt in Feuer aufging.
Xiphilrnos, Johannes, aus Trapeznnt; waranfangs Senator in Constantinopel, dann Mönchin dem Kloster auf dem Berge Olympos in Klcin-asien, wurde 1066 Patriarch von Constantinopel u.ft. 1080 (n.. And. 1078). Er machte einen Auszugans der Geschichte des Cassios Dio (s. d.); einigeseiner Reden gab Matthäi, Mosk. 1775, heraus.
Xmas, auch nur Xm., in England gebräuchlicheAbkürzung für Lirristmun, Weihnachten.
Xuthos (griech. Mythol.), Sohn des Hellen undder Nhmphe Orscis, ging nach seines Vaters Tode,von seinen Brüdern Äolos und Doros ans Thessa-lienvertrieben, nach demPeloponnes. JnAthenhei-rathete er Krensa, Tochter des Erechlheus, u. wurdedurch seine Söhne Achäos u. Jon Stammvater derAchäer u. Joner. Von Len Söhnendes Erechtheus,weil er nach ihres Vaters Tode dem Kekrops denThron zugesagt hatte, ans Attika getrieben, wandteer sich nach Aegialea. Nach den Tragikern hatte X.keine Kinder und Jon war nur sein Adoptivsohn.
Xylandcr(Holtzmann),1)Wilhelm, Humanist,geb. 20. Dec. 1532 in Augsburg; studirte seit 1549in Tübingen, 1556 Docent in Basel, 1558 Professorder griechischen Sprache in Heidelberg, wo er 10.Jebr. 1576 starb. Er gab heraus: Lommontariusln Homerum et Horatium, Heidelb. 1585; Latein.Übersetzungen des Plutarch, Franks. 1561—70, oftwiederholt; Cassius Dio, Basel 1558 u. ö.: Enripi-des, ebd. 1558; Diophantus (welchen er zuerst be-kannt machte), ebd. 1575; die deutsche des Enklives,ebd. 1562; mit Anmerkungen u. lalein. Übersetzungden Marcus Antoninus, Zür. 1559 u. ö.; Intonin.Tib., kkalsAon., Lxolion., Xntig. Oarzst., LI. Ln-
toninns, Bas. 1568; Sleph. vonByzanz, ebd.1568;Strabo, Frkf. 1571; Plntarchs Lloralia, Bas. 1574,die Uebersetzung noch öfter abgedruckt; Pausa,nas,Frkf. 1583, Hanau 1613. 2) Wilhelm, hervor-ragender Marinemaler, geb. 1.April 1840 in Kopen-hagen, wohin sein ans Mitau in Kurland gebür-tiger Vater, der Schwager von Christian Morgen-stern, llbergesiedelt war. X. war schon mil 9 Jah-ren Lehrling seines Vaters, eines Schneiders, undverließ 1854 sein Vaterhaus, um Künstler zu wer-den n. bestand 1856 die Gesellenprüfung als Maler,bezog 1857 die Kunstakademie u. lebte 1859 — 60in Hamburg als Decorationsmaler, um 1861 alsGehilfe beim Decorationsmaler Schwarzmann inMünchen einzutreten. 1862 kehrte .1. nach Kopen-hagen zurück, um der Militärpflicht Genüge zu lei-sten, wovon er aber gesundheitshalber frei gehaltenwurde. Das Jahr 1865 führte X. nach England,wo er bald Decorationen malte, bald Bilder restau-rirte, u. das Jahr 1863 wieder nach München, woer noch weilt. O 4. 2 ) Regnet.
Xylem, s. Gewebe.
Xyloylyph (v. Gr.), Holzschneider, Holzschnitzer.Daher X-ik (Xyloglyptik), Holzschneidekunst; Xylo-graphie, Holzschneidekunst, s. d.
Xyloidin, OxklgLIO?, scheidet sich beim Ver-setzen einer Lösung von Stärkemehl in kalter, con-centrirter Salpetersäure mit viel Wasser in Gestalteines weißen Pulvers ab, das nach dem Auswaschenund Trocknen, auf 180° 6. erhitzt, sich entzündetn. uuter Hinterlassung von etwas Kohle lebhaft ab-brennt.
Xylolögic (gr.), die Lehre u. Beschreibung vonder Beschaffenheit der verschiedenen Holzgattungen,ihrer Textur und sonstigen Eigenschaften.
Xylometer, Apparat zur Bestimmung des Ku-bikinhaltes unregelmäßig geformter Holzstllcke LurchEintauchen derselben in Wasser u. Messung der ver-drängten Wassermenge.
Xylon (gr.), l)Holz; 2) die Banmwollenstaude,Kossz-piuiu; 3) (Chem.), so v. w. Cellulose.
X>eiclöso, Pflanzenfamilie aus der Ordnung derhsnantwOkastas, perennircnde, stengellose Sumpf-pflanzen, mit schwert -, fast fadenförmigen, grund-ständigen, an der Basis scheidigcn Blättern; Blüthen-fchaft einfach, Blüthenhülle doppelt, die äußere spel-zcnartig, dreiblätterig, die innere blnmenkronenartig,röhrig, dreispaltig, die Staubblätter auf der innerenBlüthenhülle eingesügt; Fruchtknoten frei, unvoll-ständig od. vollständig dreisächerig, mit vielen, meistsitzenden Eichen; Narbe zwei- bis drei- bis viellap-pig; Kapsel einfächerig, an den Nähten aufspringendoder dreisächerig, oü. unten dreifächerig, vielsamig;Keimling sehr klein, an den Eiweißkörper angelehni.Gattungen: Xpris, lldcübocia u. a. Engler.
Xystos (gr.), 1) bedeckter Säulengang in denGymnasien und den Bädern; 2) in Elis der ganzeKampfplatz der Athleten; 3) (Peridromis,X;'stum),bei Len römischen Villen offener Raum vor LenSänlsngängen, mit Blumen und Gebüsch, zumPromeniren; 4) daher lange, bedeckte Gänge inHäusern, ähnlich wie die Kreuzgänge der Klöster.