Wavcllit — Weber.
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kirchliche ii> profangeschichtliche Stoffe u. auch Genre-bilder. Hauptwerke: Peter von Amiens, das Kreuzpredigend; Der Durchzug der Juden durchs rotheMeer'; KarlderKühneinMecheln; Dante «.Beatrix.
Wavellit (Lasionit), Mineral, krystallisirt inrhombischen Prismen; die Krystalle sind selten aus-gebildet, meist nadel- oder haarsörmig, sternförmigod. büschelförmig zu kugeligen und nierenförunzeuMassen verbunden; Bruch muschelig, Härte 3 bis 4,sp. G. 2,g bis 2,farblos, weiß, grau, selten braunod. blau; glasglänzend, durchscheinend. Bestehtausphosphorfaurer Thouerde u. Wasser, zuweilen mitetwas Fluoralumininm. Findet sich auf Klüften u.Spalten in Kieselschieser, Thonschiefer, Granit rc. zuLangenstriegis in Sachsen, Dieusberg bei Gießen, amVesuv, in Devoushire, bei Villa Rica in Brasilien.
Waverly, Ort im Tioga County des uordamerik.UnionZstaates NewUork.ain Chemuug River, Eisen-bahnknotenpunkt; 2500 Ew.
Wavre, Stadt ander Dyle ini Arrond. Nivellesder belg. Prov. Brabant; Station der belg. Staats-bahn u. des Grand Central, Fabrikation von Papier,Bauinwollenwaaren, Leder, Bierbrauerei; 6553 Ew.Hier 18. Juni 1815 Schlacht zwischen den Franzo-sen unter Grouchy u. den Preußen unter Thielmann.
Wawre (Wawer), Dorf am rechten User derWeichsel, 2 Stunden nördl. von Warschau, auf derStraße nach Pultusk; hier 19. und 20. Febr. 1831Schlacht der Polen gegen die Russen, s. Polen, S.507; 31. März wieder Gefecht, günstig für die Po-len, s. ebenda.
Waxholm, Seestadt im schweb. Län Stockholm,15 km östl. von der Stadt Stockholm auf der kleinenInsel Waxö, einBergnügnngSort der Stockholmer,mit Seebad; 1088 Ew. — In 5 bin Entfernungauf einer anderen kleinen Insel die zur Vertheidig-ung Stockholms angelegte Festung ersten RangesFrederiksborg.
Waxweiler, Flecken im Kreise Prüm des prenß.Regbez. Trier, im Prümthale; Amtsgericht, Gerbe-rei, Branntweinbrennerei, Bierbrauerei; 766 Ew.
Wayne, Counties im uordamerik. Univnsgebiet1) in Illinois, 38» n. Br., 88" w. L.; 19,758 Ew.Hauptort Fairfield. 2) in Indiana, 39" n. Br., 83°w. L.; 34,048Ew. HauptortCentreville. 3)in Michi-gan, 42° n. Br., 83" w. L.; 119,038 Ew. HauptortDetroit. 4) imStaateNew Dort, 42" n. Br., 77°w.L.; 47,710 Ew. Hauptort Lyons. 5) in Ohio, 40° n.Br., 81° w. L.; 35,116 Ew. Hauptort Woosier. 6)in Pennsylvania, 41" n. Br., 75° w. L.; 33,188 Ew.Hanptort Honesdale.
Weald, Wealdformation, s. u. Kreidefor-mation 1).
Wcbeleiuen, s. Takelage.
Weber, 1) Veit, Schweizerdichter in der 2.Hälfte des 15. Jahrh., aus Freiburg im Breisgau,focht in den Reihen der Schweizer gegen den Her-zog Karl Len Kühnen von Burgund u. dichtete ansdiesen Krieg einigeLieder. 5 stehen in Diebold Schil-lings Beschreibung der burgundischen Kriege (Bern1743, Fol.); Ausgabe derselben von H. Schreiber,Freiburg 1819. 2 ) Bernhard Anselm, geh. 18.April 1766 in Mannheim, studirte Theologie in Hei-delberg, trieb auch frllhzeitigMusiknnterÄbtVogler,dann nnterHolzbauer n. Einberger, entschied sich end-lich gänzlich für diese Kunst n. reiste einige Zeit als
Concertist auf dem Rölligschcn Bogenklavier, wurde1787 Dirigent bei der Großmannschen Truppe inHannover, ging 1790 mit Abt Vogler auf Reisenu. machte unter dcsseuLeitnng coutrapunktischeStu-dien, trat in Hamburg als Klavierspieler an dieÖffentlichkeit, erhielt alsdann eine Anstellung alsKapellmeister am Nationaltheater in Berlin u. brachtedaselbst 1795 nach einer zu Engagementszweckeudurch Deutschland nach Wien unternommenen Reisterstmals eine Glncksche Oper, Iphigenie in Tauris,zur Aufführung, reiste 1800 mit dem Ehepaar Schicknach Breslau, 1803 mit Kotzebne nach Paris, er-hielt 1816 wegen seines Patriotismus das EiserneKreuz am weißen Bande n. st. 23. März 1821 inBerlin. W. war ein ebenso ausgezeichneter, feurigerKlavierspieler als Dirigent. Er schrieb zahlreicheCompositionen, darunter Opern, Musiken zu Schau-spielen, z. B. zu Wilhelm Tell, woraus das Lied: Mitdem Pfeil dem Bogen populär geworden ist, Sing-spiele rc. 3 s Karl I »lins, Schriftsteller, geb. 18.April 1767 in Langenburq: studirte seit 1785 in Er-langen u. Göttingen, arbeitete seit 1788 in der Re-giernngskänzlei in Langenb nrg, ging dann um sich iinFranzösischen weiter anszubilden, als Hofmeister i ndie Französische Schweiz ; wurde 1792 Privatsecretär
des Grafen von Erbäch-Zchonberg, 1799 Rath der'Rcgcernngskanzlei zu König nn Odenwalde, trat1802 als Hof- u. Regiernngsrath in gräflich Jsen-burgische Dienste, um mit dem Erbgrafen ans Reisenzu gehen. Dieser entfloh aber seinem Führer; W.nahm darauf seinen Abschied, privatisirte dann inJagsthausen und unternahm Reisen, war 1820 bis1824 Abgeordneter des Oberamts Künzclsau in derwürttembergischen Ständcvcrsammlung und st. chl.Juli 1832 in Kupferze ll. Seine Schriften die säinntt- ^
Mönchsthums); Weckherlius Geist, ebd. 1823; DasRitterwesen, ebd. 1822, 3 Bde.; Deutschland, oderBriese eines in Deutschland reisenden Deutschen, ebd.1826—28, 3 Bde., 3. A., in Form eines Reisehand-buches, 6 Bde., ebd. 1843 ; DemokritoS oderH m-terlassene Papiere eines lachenden Ptnlofopyev , ebb.1832 ff., 8. A. ebend. 1867 f., 12 Bd.; Gesammt-ausgabe seiner Werke, ebend. 1834—45, 30 Bde.4) Gottfried, geb. 1. März 1779 zu Freinsheimin Rheinbayern, studirte seit 1796 Rechtswissen-schaft in Heidelberg und Güttingen, wurde 1802 Di-kastcrialadvocat in Mannheim, trat 1804 als Fis-calprocurator in Mainz in hessische Dienste, ward1825 Mitglied der Gesctzcommission für Civil- undStrafgesetzgebung, 1832 Gencral-Staatsprocuratoru. st. 21. Sept. 1839 in Kreuznach. Er war einvorzüglicher Klavier-, bes. Violoncellospieler u. Flö-tenbläser, beschäftigte sich außerdem ans das Ein-gehendste mit der Theorie der Musik; gründete dasMusikalische Conservatorium in Mannheim, richtetedie Kirchenmusik in der Hoskirche daselbst ein u. di-rigirte den dortigen Musikalischen Verein, später dasMusikalische Museum u. die Oper am Nationalthea-ter in Mainz, erfand die Doppelposanne u. brachteden einfachen Taktmesser in Ausnahme. Er schr.tÜber das öffentliche u. mündliche Rechtsverfahren,Darmst. 1819; Pragmatische Geschichte der Verhand-lungen der Landstänüs desGroßherzogthuinsHessen