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Wotcrlvo — Watteau.
Waterloo, Antony, berühmter Holland. LandLschastsmaler, geb. um 1598 in Utrecht, st. 1870 imSt. Hiob-Spital das. Seit 1619 Mitglied der dar- ^tigen Malergildc, wohnte er längere Zeit nicht inUtrecht selbst, sondern in einem HansezwischenBren-keln n. Maarsen nächst der Stadt. Produktiver dennals Maler war W. als Radirer n. schuf hierin un-übertroffene Meisterwerke. Am charakteristischstenfür seine liebenswürdige Art nnd Weise sind seineWaldbildcr. Die Zahl seiner Blätter ist eine sehrnamhafte. Regnet.
Wnterloo-cuin-Scnforth , Stadt in der engl.Grafschaft Lancaster, am Irische» Meere, 6lcw nörd-lich von Liverpool, stark besuchte Seebäder; 1871:6168 Ew.
V/storpeook (engl.), so v. w. Wasserdicht.
Watertown, 1) Hauptort des Iefferson Countyim Nordamerika». Unionsstaat New Jork, am BlackRiver, über den verschiedene Brücken führen n. derdie Betricbskraft für die industriellen Anlagen derStadt liefert, Eisenbahnknotenpunkt; Arsenal, Irren-haus, Wollen- u. Baumwollenmanufactnren, Ma-schinenwerkstätten, Fabrikation von Metall-, Holz-u. Lederwaarcn; 9336 Ew. 2) Stadt im IeffersonCounty Wisconsin, am Rock River, ebenfalls Eisen-bahnknotenpunkt, zwei Akademien, Sagemühlen, Eisenschmclzerei mit Maschinenwerkstätte, Töpferei,Wagenban, Tischlerei, Wollmannfactur; 8359 Ew.
Watford, Marktstadt in der engl. GrafschaftHertford, am Colne (mitBrückeh Eisenbahnstation;Literarisches Institut, Markthalle, Seidenspinnerei,Bierbrauerei, Gerberei, Fabrikation von Papier n.Ackergeräthschaften; 1871: 7461 Ew.
Watt, 1)(Vadins,Vadianus),Joachim v.. Ge-lehrter, geb. 30. Dec. 1484 in St. Gallen; stndirte inWien Humaniora,Theologie u.Medicin, wurde hierProfessor der Griech. Sprache n. Literatur u. erhielt1514V0M Kaiser Maximilian den poetischen Lorbeer;1518 wurde er Stadtarzt in St. Gallen, schloß sichhier den Freunden der Reformation an, präsidirteden Nekigionsgesprächrn in Zürich (1523) n. Bern(1526) u. hals die Reformation 1524 in St.Galleneinführcn; er wurde 1526 n. wieder 1531 znmBür-germeister gewählt nnd starb 6. April 1551. Erschr. verschiedene religiöse Werke in re;ormatorischcmSinne. Seine Lebensbeschreibung vonPressel, Elber-feld 1861. 2) James, berühmter Mechaniker, geb.19. Jan. 1736 in Grceiiock in Schottland, Sohneines Kansmanns, lernte bei John Morgan in Lon-don als Mechaniker, bildete sich aber nachher für sichweiter aus; er ließ sich 1757 in Glasgow nieder,wurde Universitäts-Mechanikus, später auch Feld-messer und Civilingenieur. Er erfand bei der Aus-besserung einer Dampfmaschine den Condensator n.brachte auch ferner viele Verbesserungen an der Ma-schine an (s. u. Dampfmaschine, S. 668), weshalber für den zweiten Erfinder der Dampfmaschine gilt.Seit 1774 war er mit dem MaschinenfabrikantcnBonlton zn Soho verbunden, um seine patentirtcnVerbesserungen im Großen ausznführen. 1800 trater mit Ablauf des Patents in den Ruhestand n. st.25. Aug. 1819 auf seinem Gute zu Hcathficld beiBirmingham. W. ist auch der Erfinder einer sehrguten Briefcopirmaschine und der Dampfheizung.Ihm wurden Bildsäulen 1827 in Birmingham,1838 in Grecnock u. 1857 in Manchester errichtet,!
' 3) Jam esHe nr y , vorzüglicher englischer Kupfer-stecher, geb. in London 1799 , st. ebenda Ende Mai^867. W. bildete sich von 1815 bei Charles Heathzu einem der ersten Künstler seines Faches in seinemVaterlande aus u. stach eine lange Reihe von Blät-tern, denen man neben sorgfältiger Zeichnung, ge-wissenhaftem Eingehen in den Geist des Originalsn. charakteristischer Klarheit eine große Brillanz derFarbe nachrühmt. 2 > r. s) Regnet.
Watte, Tafeln von gekratzter Baumwolle, Wolle,Floretscite oder Werg, welche znm Zwischenjutterwarmer Kleider u. Bettdecken (Hanf-W. auch zumAussteifen verschiedener Kleidungsstücke) gebrauchtwerden. Nachdem die Stoffe gehörig ansgelockertsind, werden sie in einem Rahmen auf einer Tafelgleichmäßig ausgebreitet u. oben u. unten mit Leim-wasser, welchem etwas Alaun zugesetzt ist, bestrichenn. getrocknet, wodurch sie Zusammenhang bekommen.
Zu sehr langen W-n gebraucht man W-nmaschinen.Man benutzt zur W-nfabrikation oft auch das vonder Vließtrommel od. anderen Kratzmajchinen abge-nommene Vließ, verwendet aber zur W. nur geringeBanmwollsorten u. nimmt es auch mit deren Rei-nigung auf der Schlagmaschine (Batteur) nicht sehrgenau. Eine W. ans Banmwollabfällen, anfeinerSeite mit wasserdichtem, biegsamenFirniß (Kautschnk-anflösnng) bestrichen, welche die Fasern fest zusam-menhält, benutzt man in England als Lotbon vastekolb statt Wachstuch znm Einpacken. Auch der dickeFüllschuß, welchen man beim Piqnct einschießt, heißtWatte. Beyss-ll.
Watteau, Antoine, berühmter franz. Genre-maler, geb. gegen den 10. Oct. 1684 in Valencien- !ncs in Flandern, st. 21. Juli 1721 in Nogent s»rMarne. W. war der Sohn eines Dachdeckcrmeistersohne Vermögen, bildete sich antodidaklisch, obwohler verschiedene Lehrmeister hatte, ging 1702 nachParis, ward hier Gehilfe eines Bilderfabrikanteii,dann Schüler Gillots, fand bei Claude Andrem Be-schäftigung im Dekorationsmaler!, ans welcher Zeit .Dekorationen zweier Zimmer im Schlosse Chamilly 'vorhanden sind, trat 1712 in die Akademie u. ward1717 darin förmlich ausgenommen, nachdem er seine rEinschiffung nach der Insel Kythere gemalt (z. Z.im Louvre). Die zweite Bearbeitung in Berlin er- sscheint als seine Hanptleistnng. Daran reihen sich !die Llaisirs ckn dal, wahrscheinlich in England, dieContracts-Unterzeichnung (im Madrider Museum)und Die ländliche Hochzeit (im Schloß zu Potsdam).
Von 1716 lebte W. beim Knnstmäcen Crozat ganzseiner Kunst, dann bei seinem Freude Vlenghels u.ging hierauf nach England, wo er bis 1721 blieb.
Von seinem Freunde, dem Kunsthändler Gersaintausgenommen, dankte er ihm durch ein Aushänge-schild n. starb bald danach. Kein Anderer vor undnach W. verstand es, auch nur annährend den hol-den Reiz lieblicher Sinnigkeit und Sinnlichkeit derweiblichen Jngend n. Schönheit zu feiern: er ver- ^klärte den galanten Verkehr beider Geschlechter spoetisch. Nirgends verletzt wilde Sinneuglmh oder !raffinirte Zweideutigkeit: in seinen Bildern sprichtsich die uralte Sehnsucht nach einem Lande parame- ^sischer Unschuld und paradiesischen Glücks auss An-muthigste aus. Seine Hauptwerke im Louvre, Ber-lin und Potsdam. Skizzen W-s enthält Las Werk.!bÜAnrs8 (Iss ckilkvrknbs earasböros cko pag-sa-ASS eb