Volkers — Völkerwanderung.
tinm, Land. 1672, in das Deutsche, Englische, Jta- s hatte; cs bedurfte nur einer Veranlassung, NM einen
lienische n. Französische überseht und neu aufgelegtFrkf. 1706, 1715, 1744 u.ö.; J.I.Moser, Grund-sätze des jetzt üblichen europäischen V-s in Friedens-zeiten, Hanau 1750, und desselben in Kriegszeitcn,ebd. 1752; Ders., Versuch des neuesten europäischen
V-s, vornämlich aus Staatshandlungen seit 1740,'Völkerwanderung;
Frkf. 1777 — 80, 12 Bde.;Vattel, Droit dss ASN8,Nensch. 1758,2 Bde., u. ö. zuletzt Par. 1863,3 Bde.,deutsch v. Schulin, Nürnb. 1759, Mittau 1771, 3Theile; Martens, Drsois (In droit des Aens ino-lornos ds I'Dnrops konds 8nr Iso trnitss sti'nsa^e,Göttingen 1789, 2 Bde., und Ausgabe von Pin-Heiro-Ferreira, Paris >831; Ders., Einleitung inLas positive europ. V., Gött. 1796; Th. Schmalz^Europäisches V., Berl. 1817; F. Saalfeld, Hand-buch des positiven V-S, Tüb. 1833; Pölitz, Prakti-sches europäisches V-, Lpz. 1824: H.WHeaton, Lis 7ineuts ok intsrnational larv, Land. 1836, 4. A., 2Bde., Lpz. 1864; Ders., Hist. du droit dso §sno,s4. A. Lpz. 1865; Commentar dazu von Lawrence,Lpz. 1868 ff.; Pinhciro-Ferreira, Oours ds droitspndlio interne st erterns, Par. 1830; Klüber,"Europäisches V., 2. A , heransgeg. von MörstadtsSchaffh. 1851; A. W. Hefstcr, Das europ. V. derGegenwart, 5.A. Berl. 1867; Oppenheim, System'des V-s, Frkf. 1845; Putter, Beiträge zur Völker-rechtsgeschichte n. Wissenschaft, Lpz. 1843. Samm-lungen von Staatsvcrträgen und Völkerbündnissenals Quellen des B-s: I. du Mont, Ovrps nnivsr-sei dizdowatigns du droit d«8 Asus sie. dspnisOlmrlsmngfns zusgn'st prosont, Amst. 1726 — 31,2 Bde., nebst 5Snpplemcntbänden; I.I. Schmaust,Oorp. zur. Asntiuin aeadeinienm, Lpz.1730,2Bde.;G. F. de Martens, lisorwii dso prinoipaux trnitssd'-dUanos, ds paix ste., Gött. 1791 —1801,7 Bde.,u. 8 Bde. Supplemente; Ders., istonvsan rsensii.von 1808 an, und fortgesetzt von C. de Martens,Saalfcld n. Murhard, 32 Bde.; C. de Martens u.F. de Cussy, Lseuoil inannel st praticgns ds trai-tos, oonvsntinns et nutrss notos dipioinatignss,Lpz. 1846, 4 Bde.; Acgidi u. Klanhols, Staatsar-chiv seit 1861 ff. Lag-n.
Volkers, Emil, namhafter Pferde- u. Genre-maler der Gegenwart, geb. 4.Jan. 1831 znBirken-seld an der Nahe; bildete sich an der Dresdener Aka-demie, von 1852 an bei Albrecht u. Franz Adam inMünchen u. malte 1854 für den König Georg vonHannover vieleZuchthengstedes GestütsEelle, welcheer später lithographirt in einem Album hcrausgab;siedelte 1857 nach Düsseldorf über u. bereiste 1869Italien, wie er vorher wiederholt Rumänien bereist,wohin ihn Fürst Carol berufen. Seine Pferdestückeu. rumänischenVolksscenen sind sehr geschätzt. Regnet.
Völkerwanderung. Die grostartige Wander-ung in Europa, die man gewöhnlich mit dem Na-men der B. zu bezeichnen pflegt, ist e ine fast allge-meine Beweaunq germanischer Stämme beim Be-ainne des Mittelalters, Pie groyartiae üusammen-
die Bewegung würbe der Oflen Europas leerervon gcrnianischcti Bewohnern; in den eroberte ,,römischen Provinzen wurde die Höhere Eultnr de rallen Besitzer nicht vernichtet, es mischten sich viel-itiehr deutsches Leben, deutsche Sitten u."Elltkicht-nnge'n md ver röni. Enttnr, aiQdercn'Vörzüge die'Erobcrer'MiNlähkimi, ü. der klbergailg zum christ-lichen Glauben rst vor allem als bas Mießliche Ne-
fassuna der bisherigen Einzclangriffe gegen das Aö
mische Reichs die öhnechleibendes Resultat gebliebenwaren: der Ausgang war die Colonisirnnq Enrovasdurch die Germanen/ Am Rhein und ander Donaustauben die Völker bereit, in das verfallende Nomer-reich einzudringen, Las schon viele Haufen deutscherAnsiedler in entvölkerte Gegenden ausgenommen
conscqucnten n. energischen Kricgszng, der jedes un-bestimmte Wandern ansschloß, gegen das RömischeReich hervorznrnsen, welcher nur mit dessen Unter-gang enden konnte. Mit d iesem , dem Ende des abend,ländischenReiches'Iiegrenzt ^'
Hunnen,
u. illMei Hälften kheilre. Die in diefer Heitaiiftre-tcnden'Völker sind meist gemischte Heerhanfen unterHeerkönigen; ihre Angriffe gehen vom Osten gegenWesten u. Süden; als das Hanptwandervolk si nddie Gothen zu bezeichnen, die sich von der Ostse,
znm Schwarzen Äkeer ansgevrcüet hatten u. an derDonau mit den Römern znfammenstiesten. Durch
stillen die>er Voltervewegnng, oer grögien Revoln-tion der bentichen «Seschicyle, zu nennen. Die Zeit
vom ersten vis znm zweiten Anfvrncy der Hunnenumfaßt die Jahre 375—451 n. Ehr. Im I. 37Sgingen die Hunnen über die Wolga, warfen sich mitden besiegten Alanen aus die Ostgothen, deren KönigHermanrich sich tödtete, u. mit diesen auf die West-gothen. Von letzteren zog unter Alhanarichs Führ-ung der heidnische Theil sich in das heutige Sieben-bürgen zurück, während die christlichen Westgothenunter Fritjgern über die Donau gingen u. als kö-dsrati Lurch Kaiser Valens Aufnahme ins RömischeReich fanden. Infolge des durch römische Beamteerlittenen Drucks erhoben sich die Wcstgolhen, be-siegten n. tödteten den Valens bei Adrianopel 37s.Theodosins der Große brachte dann die Beruhigungder Gothen zu Wege, die ihre Sitze in Thrakien u.Südpannonien erhielten. Nach des Theodosins Todaber erhob sich Alarich ander Spitze der Westgothenin Thrakien u. durchzog die Hämnshalbinsel, sichein Reich zu erobern. Sein Angriff auf Italien imVerband mit Nadagais, dem Führer der pannoni-scheu, noch heidnischen Ostgothen, i. I. 400 schei-terte, sein erneutes Vordringen 408 in Italien vonPannonien u. Noricum ans führte zur zweimaligenBlokirnng Roms, das 410 erobert und geplündertwurde; kurz darauf aber fand Alarich seinen Todbei Cosenza. Inzwischen waren im I. 406 auch dienordpannonischcn Föderalen und die freien Völkernördlich der Donau, Vandalen, Alanen u. Snevengegen Gallien anfgebrochen, um aus dem BereichLer sich ansdehnenden Hunnen zu entkommen, -siebesetzten Spanien, wo die Sneven im Nordwesten,die 'Alanen in Lnsitanien, die Vandalen in, Südensich niederließen. Hierhin wandte sich aber auch derSchivager n. Nachfolger Alarichs, Athanlf, n. be-wirkte in Südgallien und Spanien die Gründungeines Wcstgothenreiches mit der Hauptstadt Toloso(Toulouse). Die Sneven wurden znrückgedrängt,die Alanen unterworfen, die Vandalen aber gingen429 unter Genscrich nach Afrika, wohin sie der rö-mische Statthalter Bonifacius infolge seiner Zer-würfnisse mit dem römischen Hofe gerufen hatte.