206
Nvgclbcerc —
Die 4. Zehe nach vorn oder hinten gerichtet oderWendezche. Flügeldecken die Arnischwingen deckend.Schnabel am Grunde sehr breit od. dünn n. röhrcn-artig. 14. Ordn. ?ici Si-nckev., Spechte. Schnabelgerade, kegelig. Znnge lang, vorstreckbar. Kletter-süße. Tafel I, Buntspecht. 15.Ordn. (loevz-Aomor-plias. Schnabel verlängert. Znnge verkürzt. Flügel-decken lang. Wcndezehen od.Kletterfüße. 16. Ordn.üsittaoi Äenckev., Papageien. Schnabel höher alslang, am Gründe mit Wachshaut, beweglich mitdem Schädel verbunden. Zunge dick u. fleischig.Kletterfnße. Tafel I, Ara, Schleiereule. — ZurLiteratur: C. L. Bonaparte, Oonopovbuo xxano-inm avium, Leyden 1850—57; G. R. Gray,Oataiogms ob tiis üsnera anä LnilASnora ob itiräooontainoci in tüs Uritisir Uusouin, London 1855;L. Reichenbach, Die vollständige Naturgeschichte derV., Dresden 1848—54; F. Ticdcmann, Anatomien. Naturgeschichte der B., 1814; Nitzsch, System derPterylographie, Halle 1840; Naumann, Natnrge-schichte der V. Deutschlands, 13 Bde., Lpz. n. Stutt-gart 1822—53; Thienemann, Dis Fortpflanzungs-gesch.der gesammten B. mit Abbildung der bekanntenEier, mit 100 Taseln, Lpz. 1845—56; Sclater,Oataioxuo ob Lmorioan biräs, Land. 1862; Wil-son n. Lonaparte, ^Imsrioan ornitüolo^, n. A.New. Jork 1878, 3 Bde. BLdekcr, Die Eier dereuropäischen Vögel, 1856 — 57; Carns, Gerstä-cker und Peters, Handbuch der Zoologie, Leipzig1863; Altum, Der Vogel und sein Leben, Münster;Wechslet», Stnben-V-, 1871; Giebel, LiissauruoornibiwIoAias, Lpz. 1872—77, 3 Bde.; Palmen,Über die Zngstraßen der V., Lpz. 1876; Ruß, Diesremoländischcn Stnben-B., Hann. 1875 ff.; DeBrevans I-a. miAiabion des oisoaux, Par. 1879;Jlliger, Tabellarische Übersicht der Vertheilung derVögel über die Erde, Abhandl. d. Berliner Akad.1812—13; Die gefiederte Welt, heransgeg. von K.Nuß, Berl.1872ff.; Ornitholog.Ceutralblatt, hrSg.von Eabanis u. Reichenow, Lpz. 1876 ff. Farwick.
Vogelbeere ist üirus aneuparia.
Vogelfang, s. Bogelherd.
Bogelfrci, ganz ungebunden, daß man sich hinbegeben kann, wohin man will; ohne allen Rechts-schutz, geächtet, so daß man von jedem ergriffen n.getödtet werden kann, wie das früher beider Acht re.der Fall war.
Bogelherd, Vorrichtung znm Fange kleinererVögel, insbesondere der verschiedenen Drossclarten.Der Herd ist ein in der Regel etwas erhöhter recht-eckiger Platz, der znm Fang von Krammetsvögelnmit Wachholderreisig u. Beeren, für Staare mitRegeuwürmern und Ämeiseneiern, für Lerchen mitFruchtkörncrn, für Tauben mit einer Salzlecke be-deckt wird. Der Fang erfolgt mittels eines Schlag-garnes (Schlagnetzes), welches der in einer Hüttebefindliche Vogelsteller durch einen kräftigen Ruckan der Zugleine über den Herd zieht, sobald die Vö-gel darauf eingefallen sind. An größeren V-ensind 2 Garne (doppelte Schlagwände) angebracht,die sich von beiden seiten zugleich über den Herdlegen. Der V. wird an einer Stelle, welche die betr.Vögel gern besuchen, ans Krammetsvögel z. B. ambesten an hoch n. frei gelegenen, mit Wachholder-büschen u. einzelnen höheren Bäumen bewachsenenOrten angelegt, mit Fallbänmen (Krakeln, Fuß- od.
- Vvgelsbert;.
Antrittsrcisern) umgeben, die Hütte etwas in dieErde eingelassen n. ganz mit grünem Reisig bedeckt.Auf den Fallbänmen Pflegen die Vögel, ehe sie amHerde selbst einfallen, sich nicderzulassen (anzutreten).Znm Anlocken dient dieStimme der Läufer- oderLockvögel, die am Herd angefesselt oder in kleinenverdeckten Käfigen an die Fallbänme gehängt wer-den, sowie das Flattern der gleichfalls augefesseltenR ohr - oderRnhrvögel, deren Sitz von der Hütteans mittels einer Leine in Bewegung gebracht wer-den kann. Auch Eulen, Falken n. dgl. werden mit-unter in ähnlicher Weise verwendet, um die Vögelzu erschrecken und dadurch znm Anfallen ans denHerd (Schreckhcrd) zu veranlassen. Der Drosselfangauf dem V. erfolgt im Herbst n. Winter, am bestenbeiFrost n. etwas Nebel; Lerchenwerden znrHerbst-strichzeit, Staare im Juni vor der Heuernte, Tau-ben im Sommer gefangen. Wlmmcnauer v.
Aogclkirsckjbnuin ist Nrunno i^vinm.
Vogelkirscheist der wilde Kirschbanm, ürumisavium.
Vogclleim, 1) Grüne r V. (Altenburger Leim),grünlichgelbe, sehr zähe n.kleberige Masse, dcrensichdie Vogelsteller znm Bestreichen der Leimruthcn be-dienen, wird ans der Mistelpflanze oder besser nurans den reisen Beeren derselben gewonnen, indemman sie zergnetscht, mit Wasser dnrchknetet, bis die-ses nichts mehransnimmt, dnrchSchlagen mit einemHolze von den Kernen befreit, mit frischem Wasseranswäscht u. abdampst; auch ans der inneren Rindeder Stechpalme erhält man durch AuSkochen, mehr-wöchentliches Gährenlassen n. Zerreiben des Rück-standes einen brauchbaren V. 2) Brauner V. istznstarkeniFirnißeingedickteMassevonLeinöl. JungU.
Voffelperspectivc, s. Perspective.
Bogelsinig, Hermann, deutscher Mineralogund Geolog, geb. zu Minden 11. April 1838, wid-mete sich der Bergwissenschaft n. prakncirte 2 Jahrein den Grnbengebicten Siegens n. Saarbrückens;dann ftudirte er zu Bonn, bereiste darauf die wich-tigsten Bergwcrksrevierc Deutschlands. 1862 un-ternahm er eine wissenschaftliche Reise nach Süd-frankreich u.Corsika n. habilitirte sich 1864 in Bonn.Doch wurde er sehr bald als Professor der Minera-logie und Geologie an das Polytechnikum in Delftberufen, wo er nicht im Hörsaal und Laboratoriumallein, sondern auch auf weiten wissenschaftlichenReisen nach Deutschland, England, Ungarn, Sieben-bürgen , Tirol rc. als Lehrer thätig war. Er st. inDelft 6. Jnni 1874. Er schr. n. a.: Die Vulkaneder Eifel (1864, gekrönte Preisschrift); Philosophieder Geologie u. Mikroskop. Gesteinsstudien, Bonn1867. Zahlreiche andere Mikroskop. Gesteinsunter-snchnngen finden sich in deutschen u. niederst Fach-zeitschriften. ^
Bogelsberg, ein basaltisches Gebirge im Groß-herzogthnm Hessen und der prenß. Provinz Hessen-Nassau; bedeckt einen Flachenraum von etwa 1652sH>cm (30 HW); hängt durch den sogenannte»Landrücken mit der Rhön zusammen, wird durch dieKinzig vom Spessart u. durch die Wetterau n. dasLahntyal vom Rheinischen Schicfergebirge getrennt.Das Gebirge bildet eigentlich einen einzigen, sehrflach ansteigenden Kegel, dessen höchste Erhebung,Oberwald od. Hoher Vogelsberg genannt, ans ememausgedehnten, von zahlreichen Buchen-, Ahorn- und