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Bd. 18 (1879) Vacarius - Zywilsk
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ogcl von Falkenstein Vögel.

nach Knaus; Sem au Wallensteius Leiche, nach Pi-loty; Marie Louise de Tassis, nach van Dyck. Seit1869 in München, arbeitete V. dermal an: Heimrich VIII. verstößt Anna Bolcyn, nach Piloty.

1 ) 2) 6) Regnet. 3) Lagai. 4) 5) Schroot.

Vogel von Falkenstein, Eduard, prenß. Gener al der Infanterie von der Armee, geb. 5. Jan.1797 in Schlesien; 1813 als freiwilliger Jäger indie Armee getreten u. im selben Jahre znm Secon-delieutenant befördert, machte er die Feldzüge 1813bis 1815 mit. 1821 znm Premierlientenant, 1829znm Hanptmann n. 1841 zum Major ernannt, be-fehligte er in letzter Charge das combinirte Garde»Reserve-Bataillon n. sodann ein Bataillon des Kai-ser Franz Gardc-Grcnadicr-Rcgiments, an dessenSpitze er 1848 während des Straßenkampfcs inBerlin verwundet wurde und bald darauf in derSchlacht bei Schleswig sich besonders anszcichnete.

1848 Commandenr des Garde-Schützen-Bataillons,

1849 Oberstlieutenant, 1850 Chef des Generalstabs

des3.Armeecorps, 1851 Oberst, l855Gcneralmajoru. Commandenr der 5. Infanterie- n. sodann der 3.Garde-Jnsanterie-Brigade, trat er 1856 als Direk-tor des Militär-Ökonomie-Departements in dasKriegsmiuisterinm, welche Stellung er 1858 mitdem Commando der 5. Division vertauschte. Imgleichen Jahre znm Generallientenant befördert,übernahm V. v. F. 1863 das Commando der 2.Garde-Jnsanterie-Division n. wurde 1864 im Kriegegegen Dänemark dem Oberkommando der östcrr.»prenß. Truppen als Chef des Generalstabs zuge-theilt. Als der Feldmarschall Wrangel im Öber«commando durch den Prinzen Friedrich Karl ersetztwurde, trat V. v. F. von der Stellung als Chef desGcneralstabs zurück und wurde znm General-Gon-verneur in Jütland ernannt, nach dem Frieden er-hielt er sodann, unter Ernennung zum General derInfanterie, das Generalkommando des 7. Armee-Corps. Der Krieg 1866 berief ihn znm Oberbefehlüber die Main-Armee, welche er in raschem, sieg-reichem Zuge bis Frankfurt a. M. führte, durch denGeneral von Manteufsel abgelöst, übernahm er so-dann als General Gouverneur die Verwaltung desKönigreichs Böhmen und wurde nach dem Friedenzum commandirenden General des 1. Armeekorpsn. zum Chef des Infanterie-Regiments Nr. 56 er-nannt. Auf wiederholtes Ansuchen dieses Comman-dos enthoben n. zu den Offizieren von der Armeeversetzt, erfolgte 1870 für die Dauer des Kriegesseine Ernennung znm General - Gouverneur im Be-reiche des 1., 2., 9. u. 10. Armeecorps, in welcherStellung ihm die Anordnungen zur Vertheidignngder Nord- u. Ostseeküste znfielen. Auf sein Ansuchenwurde er durch Cabinetsordre vom 27. Decbr. 1873in den Ruhestand versetzt. Gegenwärtig lebt derGeneral auf seinem Gute bei Dölzig. Vgl. Ergän-zung znm Generalstabswerk, hcransgeg. von v. Gla-senapp, Berl. 1879. z.

Vögel, ^.ves, Klasse der Wirbelthicre. Die V.sind von allen Thierclassen wol mit am schärfstencharakterisirt. Es sind Wirbelthicre, deren Haut mitFedern bedeckt ist, ihre Vordergliedmaßen sind zuFlügeln entwickelt, außerdem sind sie warmblütig n.legen Eier. Die Federn (s. d.) sind, wie die Haare,hornartige Oberhautgebilde. Die Skelettheile der^V. verknöchern sehr frühzeitig. Die Knochensnbstanz ^

ist bedeutend dichter, spröder n. weißer als bei denSängern. Im Skelet der V. findet sich, ihrem Lust-leben angepaßt, Leichtigkeit n. Festigkeit ausgeprägt.Die Leichtigkeit wird einerseits bedingt durch dieFeinheit vieler Knochen, als Brustbein, Schulter-blatt, Rippen, anderseits durch das Hohlsein od. diePnenmacität derselben. Die Marksnbstanz der ju-gendlichen Knochen verschwindet mit dem Wachs-thnm u. wird durch von den Lungen Angeführte Luftersetzt. Zur Erzielung der Festigkeit sind die Wirbel-knochen ganz od. theilweisc mit einander verwachsen,die Nippen mit sich deckenden, nach hinten u. obenabgehcnden Vorsätzen versehen u. außerdem von demsäbelförmigen Schulterblatt bedeckt, auch sind sie inihrem untern Theile verknöchert, die Armknochendagegen glashart. Die Schädelknochen verwachsensehr früh mit einander. Ober- n. Unterkiefer bildenden von einer Hornscheide umschlossenen zahnlosenSchnabel. Die Unterkicferästc werden durch einenbesonderen Knochen, das sog. Qnadratbein mit deinSchädel verbunden. Oberkiefer u. Ganmenknochenbleiben häufig beweglich. Der Schädel besitzt »nreinen einzigen Gelenkhöcker u. ist daher sehr beweg-lich. Die Wirbelkörper sind gelenkig mit einanderverbunden. Die Zahl der Halswirbel geht von gbis 24. Die Gelenkverbindung ist bei langen Hälsenfür das8-förmige Zusammenlegen eingerichtet. Die610 Rückenwirbel sind bei den Fliegern fest miteinander verbunden, alle tragen Stippe», deren ersteeine falsche ist. Das Kreuzbein setzt sich aus 917Wirbel zusammen. Die kurzen, beweglichen, 819Schwanzwirbehvon denen der letzte auffallend groß ist,tragen starke Qnerfortsätze. Das schildförmige Brust-bein besitzt auf seiner Mitte bei den flugfähigen V-neine hohe senkrechte Knochenplatte, Brnstbeinkamm,orista Storni, zum Ansatz der großen Brnstbeni-mnskcln; hinten finden sich meist 2 od. 4 Ausschnitte.Das Schulterblatt ist lang u. schmal, säbelförmig u.bildet mit den zwei Schlüsselbeinen, dein paarigenNabenschnabelbein u. dem nnpaaren Gabclknoche»den Schnltergllrtel. Das nur beim Strauß untengeschlossene Becken stellt durch Verwachsung mit demKreuzbein einen einzigen Knochen dar, seitlich liegtdie Pfanne. Die Vordergliedmasien sind zu Flügelnnmgebildet, lassen jedoch die einzelnen Abschnitte er-kennen, wie sie sich bei den Aordergliedmaßen derSänger finden, nur daß die Hand verkümmert. Letz-tere hat 2 Handwurzel, 2 Mittelhandknochcn, 2 Fin-ger u. den Daumen. Bei den Hintergliedmaßen, denBeinen, folgt auf den meist im Fleisch versteckt lie-genden Oberschenkel, der Unterschenkel mit der Knie-scheibe. Letzterer enthält das Schienen- u. Waden-bein, diesen schließt sich an der sogen. Laus, tsrsus,welcher aus der Verwachsung von Fnßwnrzel- undMittelfußknochen sich herleitet. Zehen sind höchstens4 vorhanden mit 2, 3, 4 u. 5 Gliedern. Die Mus-kulatur entspricht in ihrer Anordnung wiederum demFlngvermögen. Die Hauptmasse liegt unterhalb deS

Schwerpunktes des Körpers, an der Brust, am Becken

und Oberschenkel. Der die Bewegung nach unten,d. h. den Niederschlag der Flügel bewirkende Brust-mnSkel kann an Gewicht die sämmtlichen übrigenMuskeln zusammen übertrefsen. AuchdieHalsmus-

keln sind stark entwickelt. DieMnskelnandenGlied-

maßen haben ihre Bäuche dem Rumpfe zunächst m-gen, n. laufen aus in dünne, lange, dabei sehr starke