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Bd. 18 (1879) Vacarius - Zywilsk
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Visigothen — Visp.

Visigothen, so v. w. Westgothcn.

Biston , die bewußte Wahrnchninng eines garnicht vorhandenen äußeren Objectes, od. die falscheAuffassung eines vorhandenen, die sich beide mit derLebhaftigkeit n. Natürlichkeit einer wirklichen sinnli-chen Empfindling ausprägen. Man unterscheidetnach dieser Eintheilung Hallncinativnen n. Il-lusionen (vergl. diese bei Scelenstörniigen). DieB-en können in allenNervcngcbicten anstreten, mankennt Gehörs-, Gesichts-, Geruchs-, Geschmacks- u.Gesühls-V-cn. Meist sind sic Theilerschcinung ge-wisser Formen oder Stadien der Seelenstörnngen,kommen jedoch anch durch Neizzuklände der Sinnes-organe zn Stande, welche entweder durch körperlicheEinflüsse (narkotischeEinwirkungen vonAlkohol, Ta-bak; bekannt ist der angenehme Inhalt der Opinm-nnd Haschisch-V-en, übermäßige Anstrengung, Fa-sten :c.) od. durch geistige Alterationen (Angst, bangeErwartung mit Anspannung der Sinne, Schreck,Reue rc.) hervorgernfen werden. Jedes erhöhte,bis zum Affect gesteigerte Gefühl vermag Visionenzn bewirken. Somnambulen sollen besonders vieleV-en haben, doch sind dies ausgesprochene Krank-heitsznstände.

Bisir, I) an Feuerwaffen; die an dem HinterenTheilc derselben angebrachte Vorrichtung, um inVerbindung mit dem ans dem vorderen Lheile be-findlichen Korne dem Rohre die Richtung nach demZiele zu geben. Im Allgemeinen besteht das B. anseinem ans einer Platte angebrachten Einschnitt (V.-Einschnitt) von meist dreieckiger Form. In diesemEinschnitt zeigt sich Las Korn. Beide Punkte gebeneine gerade Linie an, deren Verlängerung durch seit-liche Bewegung des Hinteren oder vorderen Theilsder Feuerwaffe nach dem Ziel gerichtet wird, so daßalso dann V.-Einschnitt, Korn- n. Ziel- oder Richt-punkt in einer geraden Linie liegen. Bei den Ge-schützen ist das B. an dem Anssatz (s. d.) angebracht,bei den Handfeuerwaffen an dem Hinteren oberenTheile des Laufes. Ist das V. nicht beweglich, sowird es Stand-V. genannt n. kann allein nur fürdie kleinere» n.siirkurze Distanzen bestimmten Feuer-waffen, wie Pistolen n. Revolver, augewendct wer-den. Für die größeren Handfeuerwaffen, von wel-chen größcreSchnßweiten und größere Tresfsähigkcitverlangt wird, genügt das Stand°V. allein nicht, Laes für größere Distanzen als der sogen. V-schnß, d.h. wenn mit tiefstem B. geschossen wird, nicht ans-reicht; es muß vielmehr das V. eine solche Einricht-ung erhalten, daß der V.-Einschnitt (V.-Pnnlt) jenach der Entfernung des Zieles entsprechend erhöhtwerden kann, um dem Lause die erforderliche Eleva-lion zu geben. Hierzu wird meist ein sogen. Klap-pen- od. Rahmeu-V. angewendet, das ini Bedarfs-fälle in die Höhe geklappt werden kann; in dem Nah-men befinden sich ein oder mehrere Schiebe-V-e,während auf dem Rahmen die den verschiedenen Ent-fernungen entsprechenden Stellungen für diese Schie-ber angegeben sind. Diese B.-Einrichtnngen sind üb-rigens an den verschiedenen Gewehr-Constructionensehr verschiedenartig (s. Handfeuerwaffen). 2) derdas Gesicht schützende Theil des Helms an den altenRüstungen, welcher durchbrochen war u. anch ganzanfgeschlageu werden konnte; s. Helm. z>

Bisireu (v. Lat.), 1)dieRichtung absehen,zielen.2) Den Rauminhalt von Hohlgefäßen, besonders von

Fässern durch Ansmeffen einer od. zweier Dimen-sionen angenähcrtbestimmeu. Visirknnst. DasV.geschieht mit dem Visirstab (Bisirrnthe) einem ge-theilten Stabe, an welchem man entweder nach Ab-messung einer Dimension den Inhalt des Fasses ab-liest, kubischer Visirstab; od.dem quadratischen,mit welchem man den Inhalt durch Multiplikationerhält; od. mit der Visirschnnr, welche gewöhnlichaus einem eingetheilten Pergamentstreisen besteht.

Visirlinie, die durch den Visir-Einschnitt unddas Korn gebildete gerade Linie; sie wird eine langegenannt, wenn Visir-Einschnitt u. Korn an de» ent-gegengesetzten Enden des Rohres angebracht sind;eine kurze, wenn das Korn, wie bei vielen Geschützen,in der Mitte des Rohrs auf einem der Schildzapsensich befindet.

Visirschnst, ein mit der niedrigsten Visir- oderAufsatzstellnng abgegebener Schuß, anch Kernschußgenannt.

BisiriMst , die Einschrift des Visa oder Visum,Zeichen, daß man etwas gesehen hat, auf einenPaßoder in ein Wandcr- oder Gesindcbuch.

Visirtvinkel, wird durch die verlängert gedachteSeelenachse und Visirlinie gebildet.

Visitation (v.Lat.), 1- die genaue Untersuchungeiner Sache od. Person; 2) eine Untersuchung, welcheein Kirchenoberer entweder selbst od. durch einen Vi-car über den Stand der Kirchen, Pfarreien, Schu-len u. anderer kirchlicher Institute, sowie über denWandel u. die Fähigkeiten der geistlichen Personenu. der Gemeinde an Ort n. Stelle vornimmt.

Visitationsrecht, so v. w. Dnrchsnchungsrecht.

Visite (fr.), so v. w. Besuch.

Bisitirpatronille u. Bisitirronde, s. u. Pa-trouille n. Ronde.

Vismia Veit., Pflanzengatt, ans der Familie derUpporivaooao, Bäume und Sträncher mit großen,meist unterseits filzigen Blättern, gelben od. weißenin Trugdolden stehenden Blüthen u. Beerenfriichten.Arten meist im tropischen n. subtropischen Amerika;einige, wie V.ss8silikoiia1'srs.,V. Fnjeiuonsis1?ers.,V. latnkolia O/rois., liefern das amerikanischeGnmmigutt.

Bison, so v. w. Mink, s. Nörz.

Visp, 1) (Vispach, Vicge) Flecken n. Hanptortin deni gleichnam. Vez. des schweiz. Kant. WalliS,im Visperthale an der V. n. der Simplonstraße,mit lebhaftem Fremdenverkehr (nach dem im Hinter-gründe des Thales gelegenen Zermatt) n. 730 Ew.V. wurde Lurch das Erdbeben vom 25 .— 30 . Juli1855 fast ganz zerstört. Dabei die BurgruineHübschbnrg, einst Sitz der Grafen von V. undBlandra; die Burg ward 1388 von den Oberwal-lisern zerstört. 2) Linker Nebenfluß der Rhone u.reißender Glclscherstrom ebenda, bildet sich ans 2Hauptzweigen, der GornerV., welche den Glet-schern des Matterhorns n. Monte Rosa (Gorner-,Zmntt-, Findclengletschcr) entquillt u. das Nikolai-od. Matterthal, u. der Saaser V., welche aus demMattmark-See kommt und das Saasthal^durch-strömt; beide vereinigen sich bei dem Dorfe Staldenu. münden bald darauf unterhalb V. Oner durchdas Saasthal zieht sich, die nördliche Wand de^Mattmark-Sees bildend, der etwa 8 iem lange Ma-li»- oder Hohelcrchgletscher, unter dessen Eisruckeudie Saaser V. abflicßt. Infolge von Verstopfung

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