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Schluß.
die ungeheure Menge der französischen Gefangenen mit der schonendstenRücksicht behandelt und nirgends die Achtung verletzt wurde, welche ge-bildete Völker dem Unglück schulden, verfuhr man in Frankreich gegendie deutschen Gefangenen oft mit unmenschlicher Härte, sperrte sie bei16 Grad Kälte in unheizbare Räume ein und verweigerte ihnen warmeDecken, ja es kam vor, daß selbst Verwundete und Kranke in Ge-fängnißzellen zusammengepfercht wurden, elende Strohbündel als Lagerund tagelang keine andere Nahrung, als Wasser und Brod erhielten,bis Angehörige fremder Nationalitäten sich ihrer erbarmten. Präfectenempfahlen den Meuchelmord deutscher Soldaten und schrieben Prämiendafür aus, und der Ehrenwortsbruch französischer Offiziere wurde sogarvom Kriegsminister gebilligt und durch Geldgeschenke zu belohnen ver-heißen. Auch im Seekriege setzten sich die Franzosen über alles Völker-recht hinweg und verbrannten, ohne den Spruch der üblichen Prisen-gerichte, ausgebrachte Kauffahrtheischisfe ohne weiteres aus hoher Seeoder senkten sie in den Grund. Die friedlichen Mannschaften aberwurden nicht nur gegen alles Recht als Kriegsgefangene zurückgehalten,sondern, Verbrechern gleich, je zwei und zwei mit Ketten zusammen-geschlossen und von Stadt zu Stadt transportirt. Fehlt zu allem diesennoch etwas, um die große, an der Spitze der Civilisation marschirendeNation zu kennzeichnen, so ist es die Austreibung der Deutschen ausFrankreich, welche häufig mit den rohesten Gewaltthätigkeiten ver-bunden war.
Doch genug hiervon; wenden wir uns wieder unserer tapferenArmee zu, um einen Blick auf ihre Gesammtleistung zu werfen.
Nachdem am 25. Januar die Festung Longwp nach sechstägigeiuBombardement capitulirt hatte und endlich auch am 26. März dasFelsennest Bitsch, welches seit der Schlacht von Wörth durch baye-rische Truppen cernirt worden war, seine Thors geöffnet hatte, beliefsich die Zahl der während des siebenmonatlichen Feldzugs bezwungenenfesten Plätze aus 26. Es wurden 17 Hauptschlachten und 156 Gefechtegeliefert. In deutsche Kriegsgefangenschaft geriethen 11,650 Offizierund 363,000 Mann, und an gemachter Kriegsbeute zählte man nichtweniger als 6700 Geschütze und 120 Adler oder Fahnen, abgesehenvon den Hunderttausenden von Chassepots und dem andern Kriegs-