Schluß.
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die Kirchen, berauschte sich an dem Kirchenwein, streute die Gebeine derHeiligen auf die Straßen, spielte Karten auf den Altären, schaffte Un-terricht und Religion ab, vertrieb die Priester, stellte sie in die vorderstenGlieder der betrunkenen Bataillone oder warf sie als Geißeln in dieKerker, um sie schließlich zu ermorden. Zwischen der Nationalgardeund den Regierungstruppen begann ein wilder Kampf um den Besitzder Hauptstadt, und die in den Forts zurückgebliebenen deutschen Be-satzungen erlebten das unerhörte Schauspiel, die ehemaligen Vertheidigervon Paris sich jetzt gegenseitig selbst zerfleischen zu sehen. Erst nachblutigen Kämpfen gelang es Mac Mahon, welcher aus der deutschenGefangenschaft zurückgekehrt war und den Oberbefehl über die Re-gierungstruppen übernommen hatte, sich den Eintritt nach Paris zuerzwingen und den Aufstand niederzuwerfen. Das hatte sich der fran-zösische Marschall, als er im August des vorhergehenden Jahres inSüddeutschland einfallen wollte, wohl schwerlich träumen lassen, daßer den ersten und einzigen Sieg — über seine eignen Landsleute er-fechten würde!
Noch in ihrem Fall zündete die Commune eine furchtbare Brand-fackel an. Ganze Stadttheile von Paris gingen in Flammen auf; dieTuilerien, das Stadthaus und andere prächtige Baudenkmäler sankenin Asche und Trümmer. So wüthete das „heilige" Paris in seineneignen Eingeweiden und zerstörte mit Petroleum, was die Bomben derdeutschen „Barbaren" verschont hatten. —
Dieser Abschluß des blutigen Drama's war der ganzen französischenNation würdig, die während des Krieges mit Deutschland kein VölkerrechtMehr gekannt und, in unbegrenzter Wuth über ihre beispiellose, aber wohl-verdiente Demüthigung, alle bestehenden Satzungen mit Füßen getretenhatte. Bei Ausbruch des Krieges hatte Frankreich Baden ungerechterWeise der Anwendung explodirender Geschosse beschuldigt und demblühenden Lande das Schicksal der Pfalz unter Ludwig XIV. in Aus-sicht gestellt, mit der besonder» Drohung, daß selbst die Frauen nichtgeschont werden sollten, — und dennoch waren es die Franzosen selbst,welche sich, entgegen der Petersburger Convention, jener grausamenGeschosse vielfach bedienten, wie zahlreiche Verwundungen ergaben,^ein Parlamentär war vor den französischen Kugeln sicher; während