Paris bis zur Kapitulation.
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betreffenden Landtage der einzelnen Südstaaten mit großer Einmüthigkeitihr Jawort gaben, zu Stande gekommen war, that der junge König vonBayern noch einen weiteren wichtigen Schritt zur Vollendung des großenEinigungswerkes und trug unter Zustimmung der deutschen Fürsten undfreien Städte dem Könige von Preußen die deutsche Kaiserkrone an-Mit dem ausgesprochenen Vorsatz, „der treue Schirmherr aller Rechte znsein und das Schwert Deutschlands zum Schutze derselben zu führen",nahm der edle greise König Wilhelm die deutsche Kaiserwürde an.
Am 18. Januar, dem Tage, wo vor 170 Jahren der KurfürstFriedrich III. von Brandenburg zum Könige von Preußen gekrönt wurde,fand zu Versailles in dem Lustfchloffe Ludwig Liv. die feierliche Ver-kündigung des deutschen Kaiserreiches statt. In den Räumen der»OüLilldi-ss äs Is, Rsins« versammelte König Wilhelm die anwesenden
deutschen Souveräne und Prinzen, die obersten Führer der um Parisliegenden Armeen mit den Deputationen der Offiziercorps in Begleitungder Fahnen um sich und verkündete ihnen unter erhebender Feierlichkeit,daß er für sich und für die Erben der Krone Preußens denaltehrwürdigen Titel des deutschen Kaisers, auf welchen,trotz mehr als sechzigjähriger Unterbrechung, die Sehnsuchtder Nation gerichtet blieb, in neuem Glanze wiederhei^stellen wolle.
Es war eine wunderbare Fügung des ewigen, gerechten Gotte?,der die Geschicke der Völker lenkt, daß das deutsche Kaiserthum geradein Versailles erstand, dem ehemaligen Herrschersitze des eroberung?"süchtigen Ludwig XIV., in dem Prachtbau, den der üppige Bourbonesich als Denkmal seiner vermeintlichen Größe errichtet hatte. Hier, nweinst die Verwüstung der Pfalz und der räuberische Uebersall des frie^liehen deutschen Straßburg beschlossen wurde, hier an dem ehemalig^Ausgangspunkte jener Stürme, die ein halbes Jahrhundert hindurchverheerend über Europa wütheten, — hier flatterten jetzt stolz die Siegelsahnen der einigen deutschen Stämme, von hier schallte der Weckruf ^den schlummernden Barbarossa im Kyffhäuser, denn die von tkWerstrebte deutsche Einigkeit war zu herrlicher Wahrheit geworden,wehe fremder Eroberungslust, die es wieder versuchen sollte, Deutlchlands Zersplitterung zum Schemel eigner Größe zu machen!