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1870 und 1871. Zwei Jahre deutschen Heldenthums
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Die deutsche Wacht au der Lisaine.

Vesoul gerückt, um dort sein gesummtes Corps, wozu bekanntlichnoch die Schmeling'sche Reservedivision und die Brigade von der Goltzgehörten, zu concentriren.

Bourbaki nahm seinen Vormarsch aus Belsort über Befanyon anbeiden Ufern des Doubs, indeß die Garibaldianer, welche Dijon nachWerder's Abzug besetzt hatten, vorläufig dort die Gelegenheit abwar-teten, in die Operationen Bourbaki's einzugreifen.

Um den General von Werder über die Marschrichtung zu täuschen,sandte Bourbaki ein Corps gegen Vesoul, während die andern drei aufBelfort weiterrückten. Werder aber durchschaute diese List nicht nur,sondern wußte sie sogar zu Bourbaki's Nachtheil auszubeuten. Nach-dem Werder in den Tagen vom 3. zum 8. Januar südlich von Vesouldas vorgeschobene Bourbaki'sche Corps in einer Reihe kleiner Gefechteernstlich beunruhigt hatte, unternahm er am 9. Januar einen kräftigenVorstoß gegen den linken Flügel der Bourbaki'schen Marschkolonnen-Die Brigade von der Goltz warf sich bei Marat auf den Feind unddrängte ihn nach hartnäckigem Kampfe zurück, während die Schmeling-sche Reservedivision gegen das am linken User des Oignon gelegeneStädtchen Villersexel vorging, welches sich einen ziemlich hohen Hügelhinaufzieht und stark vom Feinde besetzt war. Gegen 9 Uhr Morgensgriffen die Schmeling'schen Truppen das Städtchen an und im Ver-laufe des hartnäckigen Gefechts wurden die Franzosen vollständig hinaus-geworfen, nachdem das auf der Spitze des hohen Hügels gelegeneSchloß erstürmt worden war. Dabei wurden 600 Mann Mobilgardenund 16 Offiziere zu Gefangenen gemacht und 2 Adler erobert. Dergeworfene Feind zog beträchtliche Verstärkungen an sich und suchte gegenMittag die verlorene Position wieder zu nehmen. Es entspann sich n«nein lOstündiger, mit großer Erbitterung geführter Straßenkampf, wobeisich die Franzosen wiederholt zurückgedrängt sahen. Besonders heftigwurde um das Schloß auf dem Hügelplateau gekämpft, welches Preußeund Franzosen zugleich besetzt hielten und nicht eher aufgaben, bis deralterthümlich schöne Bau, das Besitzthum eines Verwandten des Herzogsvon Gramont, berüchtigten Andenkens, in Flammen aufging.

Da es dem General von Werder natürlich nicht darum zu thnnsein konnte, Villersexel zu halten, so zog die Schmeling'sche Division