Weitere Ereignisse vor Paris bis zum Jahresschluß rc.
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Der an Waffenersolgen so reiche Decembermonat hatte auch dieCapitulation zweier französischer Festungen gebracht: Pfalzburg undMontmedy. Die erstere, im Departement der Meurthe aus einemVorberge der Vogesen gelegen, hat mit ihren zum Theil in den Felsengearbeiteten Festungswerken viele Aehnlichkeit mit dem bekannten säch-sischen Königstein. Gleich nach der Schlacht bei Wörth war ein Versuchgemacht worden, sich des Platzes durch Ueberrumpelung zu bemächtigen,aber vergebens. Da eine förmliche Belagerung dieses Felsennestes mitzu großen Schwierigkeiten verknüpft gewesen wäre, so begnügte mansich mit der Einschließung und gelegentlichen Beschießung desselben.Pfalzburg sperrte allerdings die große Straße von Straßburg nachParis, doch fehlte es nicht an andern durch das Gebirge führendenWegen, welche die Umgehung der Festung gestatteten. Nach einer 17-wöchentlichen Cernirung erfolgte am 12. December die CapitulationUnd am 14. December hielten die deutschen Truppen ihren Einzug.Die kriegsgefangene Besatzung bestand aus 1891 Mann, worunter 52Offiziere; an Beutestücken fanden sich 65 Geschütze und 10,000 GewehreUor. Die Uebergabe der Festung war hauptsächlich durch den eingetre-lenen Mangel an Nahrungsmitteln herbeigeführt worden, Fleisch hatte^it sechs Wochen gänzlich gefehlt, Pulver die Stelle des Salzes ver--^eten. Durch die zeitweilige Beschießung waren 60 Häuser und auchtlle in rein gothischem Style erbaute Kirche in Asche und Trümmergelegt worden.
Daß der deutschen Belagerungsartillerie auch Felsennester nicht zu^ch sind, wenn deren Besitz von einiger Wichtigkeit ist, sollte Mont-^edy erfahren, welches, eine Meile von der belgischen Grenze an derEisenbahn zwischen Thionville und Sedan gelegen, lange einen will-ourmeuen Sammelplatz für die Franctireurbanden der Ardennen abgab^Ud dadurch die Verbindungen der gegen Mezwres und Longwy operi-tsdden deutschen Truppentheile mit Metz und Thionville bedrohete.Montmedy, eine Festung zweiter Elaste mit 4500 Einwohnern, besteht^ zwei Theilen: der untern Stadt, welche von einem leicht in Bresche^ legenden Wall umgeben ist, und der obern, auf einem 200 Fußohen Felsen erbauten Stadt, mit ihren starken Werken gleichsam die^tadelle bildend.
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