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1870 und 1871. Zwei Jahre deutschen Heldenthums
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Weitere Ereignisse vor Paris bis zum Jahresschluß rc.

600 Gefangene gemacht, wovon die meisten in Ville-Evrart, so daß,unter Hinzurechnung der in le Bourget gefangen genommenen Fran-zosen, den deutschen Festungen wieder ein Contingent von 1000 Roth-Hosen zugeführt wurde.

Nach allen bisherigen Erfahrungen stand für den nächsten Tag eineErneuerung des Kampfes zu erwarten, und wirklich griffen am 22. De-cember zwei längs der Marne vordringende französische Brigaden denlinken Flügel der Sachsen an, wurden aber durch die württembergischeArtillerie, welche wieder ein Flankenfeuer eröffnete, zum Rückzug ge-zwungen.

Es nahete sich für Paris endlich der Zeitpunkt, wo, um mitGeneral Trochu zu sprechen, die Belagerung in eineneue Phase" trat-Als mit der Niederlage der Loirearmee die Hauptgesahr im Rücken detCernirungsliuie beseitigt war, wurden die Vorbereitungen zum Bom-bardement mit großer Energie wieder ausgenommen, und vor Pariswar ein Park schwerer Festungsgeschütze vereinigt, wie ihn die Weitvorher wohl nicht gesehen hatte. Die Tage waren vorüber, wo diePariser Forts allein das Wort geführt hatten, der große SchweigtMoltke wußte genau, wenn es Zeit zum Reden war und konnte da»usogar recht grob werden. Und das wurde er denn jetzt wirklich, natürlichdurch den ehernen Mund seiner Krupp'schen Kanonen. Die Ehre derersten Ueberraschung sollte dem Mont Avron zu Theil werden, erU350 Fuß hoher Berg, der V 4 Meile östlich vom Fort Rosnp liegstund zu dessen Sicherung und Verstärkung von den Franzosen befestigworden war. Bei allen Ausfällen aus dieser Seite hatte der Mo«tAvron, in dessen Feuerbereich zunächst die sächsischen Stellungen ^Ville-Evrart und Maison-Blanche lagen, ein gewichtiges Wort mit-gesprochen und am 21. December waren gegen den rechten Flügel dmSachsen sogar neue Batterien demaskirt worden. Zur Bezwingungdieses ungeschliffenen Gesellen, welcher mit riesigen SchisfskanoneUarmirt war, traf man in aller Stille und Heimlichkeit die erforderlich^Vorbereitungen. Wohl konnte den Franzosen das emsige Treiben i^sächsischen Lager nicht entgehen, wohl sahen sie die Hunderte von Fu^werken, welche Balken, Schanzkörbe und Faschinen herbeibrachten, au.über Ort und Stelle, wo die Geschützstände errichtet wurden, kamen