Die Schlacht an der Hallue.
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bedrohte, beschleunigte den Rückzug der Faidherbe'schen Armee. Sieließ ihre so außerordentlich begünstigte Position im Stich und zog theilsper Eisenbahn, theils zu Fuß nach Nordosten ab.
Die Preußen hatten 29 Offiziere und 677 Mann eingebüßt, wo-runter aber verhältnißmäßig nur sehr wenig Todte; der Feind gabfeinen Verlust selbst auf viel mehr an, von den 1000 Gefangenen ganzzu geschweigen, welche unverwundet in preußische Hände fielen.
In den Dörfern, wo der Kampf gewüthet hatte, sah es am heiligenWeihnachtsabende traurig genug aus. Der trockne Nordostwind jagteftniformfetzen, Käppis und zahllose Patronenhüllen durch die GassenUnd schlug die herabhängenden Fensterläden und Thüren der herren-losen Häuser, welche unserm Militär jetzt als Wacht- und Alarmstubendienten, krachend auf und zu. Obdachloses Rindvieh lief hungrig undbrüllend umher, oft eine willkommene Begegnung für manchen durstigenPreußen, der die Gelegenheit nicht vorübergehen ließ, sich einen Bechervoll Milch zu melken. Vielfach war der Erdboden noch mit weggewor-fenen Tornistern und zerbrochenen Waffen, stellenweise sogar mit Blut-lachen bedeckt. Vor den Thüren sah man blutige Matratzen, welcheden Schwerverwundeten in der Nacht als Sterbelager gedient hatten.Hier und da lag in einer Straßenrinne oder in einem Hofe noch einentstellter Leichnam. Alle Wirths- und Bauernhäuser bargen Ver-wundete, für deren Weiterverbringung und nächste Pflege die preußi-Ichen Aerzte und die aus Amiens herbeigeeilten barmherzigen Schwestern^orge trugen.
In der Kirche zu Daours waren die gefangenen Franzosen unter-Tebracht, welche sich glücklich fühlten, mit den zu ihrer Bewachung an-wesenden Preußen in ihrer Muttersprache parliren zu können, und ihreLebensmittel und Cigarren mit den «bons eaiLsrolls» freundschaftlichfeilten. In einigen Häusern des Dorfes hatte man Abends einenescheidenen deutschen Weihnachtsbaum ausgestellt und sich gegenseitig^epfel, Nüsse und Tabak bescheert, womit dann am andern Tage dieöftangenen Franzosen beschenkt wurden, ehe sie die Reife nach denätschen Festungen antraten. Es war wohl, seitdem die Dorfkircheam heutigen Weihnachtsfeiertage das erste Mal, daß sich keinbester in dem entheiligten Raume blicken ließ, um mit einer andäch-