Die Räumung und Wiedereinnahme von Orleans.
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Zeiten in die Stadt gekommen, von einer Panique ersaßt, die sich nurbei Wörth vergleichen ließ. Alles war, die verschiedensten Regi-menter und Waffengattungen durcheinander, der Loire zugerannt. Dasbedränge auf der Brücke spottete jeder Beschreibung; oft waren diesüchtigen in einen dichten Knäuel zusammengeballt, dessen EntwirrungViertelstunden in Anspruch nahm, während Niemand mehr vor- nochßckwärts konnte. Erst gegen Abend kam einige Ordnung in den^uckzng, um Mitternacht aber begann von Neuem ein grenzenloserWirrwarr.
Am bemerklichsten machte sich der französische Rückzug aus demflügel des Großherzogs von Mecklenburg, so daß der letztere noch inNacht gegen 2 Uhr in Orleans einrücken konnte. Das Bataillon,"ü dessen Spitze der Großherzog ritt, stieß auf zwei feindliche Arfanterie-^gimenter, welche sich ohne Weiteres ergaben.
In der Morgendämmerung nahmen vom 9. Corps die Regimenter^ und 36 den Bahnhof nach kurzem Gefecht, wobei ihnen die daselbst^cirten Batterien, aus 26 schweren Marinegeschützen bestehend, nebstMelen Gefangenen in die Hände fielen. Gegen 5 Uhr hielt das 9.^rps unter klingendem Spiele seinen Einzug in Orleans und defilirte^ dem Standbilde der Jungfrau vor seinem commandirenden General,^gierig betrachtet von den hier aufgestellten französischen Gefangenen,^gleich marschirte auch das hessische Detachement unter Oberst WinklerAff dem Marktplatze auf, welches am vorigen Tage keinem feindlichenAußerstande mehr begegnet war und, da der Feind die am 2. noch?ßtzt gehaltenen und verteidigten Dörfer eiligst geräumt, nur ver-engte Trupps vor sich her gejagt hatte.
Endlich rückte auch das dritte Corps in der heiligen Stadt ein,^chdem es aM östlichen Eingänge noch ein kleines Gefecht bestanden
l In der Stadt sah es trostlos genug aus. In vielen Straßen^8en Pferdecadaver umher, und auch die unvermeidlichen weggewor-und zerbrochenen Waffen bedeckten reichlich das Pflaster, währendi A Läden und Wirthslocale fest verschlossen waren, um sich jedoch^ o den Preußen und Bayern aufzuthun. Das Innere des herrlichen^Ules War einstweilen den französischen Gefangenen zum Aufenthalt