XIV.
Vor Paris.
Rach der Capitulation von Sedan nahmen am 3. September dieArmeen der Kronprinzen von Preußen und Sachsen den unterbrochenenVormarsch auf Paris wieder aus. Die erstere ging am linken Uferder Marne vor, die letztere bewegte sich auf den Straßen Soissons^Dammartin, Compisgne - Tenils und Ereil - Ecouen. Bereits ain4. September rückten die ersten Truppentheile von der 3. Armee inRheims ein, als die letzten französischen Truppen — vom Corps VinoP,welches in Folge der Niederlage von Sedan Kehrt gemacht hatte — kaNiNdie Stadt verlassen hatten. Zunächst erschien eine Schwadron Husarenund im Laufe des Nachmittags erfolgte der Einmarsch eines größer^schlesischen Corps in der Stärke von 25,000 Mann. Die Arbeite^bevölkerung nahm zwar eine feindselig drohende Haltung an, auch ^ein Schuß gegen die einrückenden Truppen, als aber General Tüwp^ling den Maire bedeutete, daß die Stadt im Wiederholungsfälle niedergebrannt werden würde, machten die Einwohner gute Miene zum böDSpiele. — Tags darauf hielt auch König Wilhelm, von seinendaten jubelnd begrüßt, mit dem großen Hauptquartier seinen EinMin die alte Krönungsstadt der französischen Könige und nahm leisteWohnung in den Gemächern des erzbischöflichen Palastes, welche ^früheren Zeiten den französischen Herrschern zum Aufenthalte diente^,wenn sie zur Krönung nach Rheims kamen. Da dem großen Generastabe am 6. September auch der Kronprinz mit dem Hauptquartier der3. Armee hierher folgte, so wurde die historisch denkwürdige Sta ?