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1870 und 1871. Zwei Jahre deutschen Heldenthums
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Der Krieg zur See.

nach dem großen Belt aus, weil er fürchtete, von der norddeutschenFlotte abgeschnitten zu werden. In Langeland wartete seiner bereitsder Befehl, ebenfalls nach Cherbourg zurückzukehren, und so steuertedenn die französische Ostseeflotte nordwärts und ihre Abreise erregtein Kopenhagen große Traurigkeit. Einen Tag lang trieb sichWillauniez noch vor der Jahdemündung herum, am 29. Septemberaber lief er mit seinem Geschwader wieder bei Muttern in Cher-bourg ein.

Daß die deutschen Häfen nun ganz ungeschoren bleiben sollten,konnte man aber doch nicht verwinden, und so beschloß man, trotz dervorgerückten Jahreszeit, zwei Geschwader in der Nordsee abwechselndkreuzen zu lassen. Die Aufnahme von Kohlen und Proviant auf hoherSee war ein Ding der Unmöglichkeit, es blieb daher nichts anderesübrig, als den nächstgelegenen französischen Hafen Dünkirchen zurBasis der Operationen zu machen. So fuhren denn von AnfangOctober an 7 bis 17 Schiffe zwischen Dünkirchen und Helgoland hinund her, und es mußte in den bedroheten deutschen Nordseehäsen aller-dings die abermalige Einziehung der Seezeichen, sowie die Verlöschungder Feuer bei Cuxhaven vorgenommen werden, von einer ernsten Be-drohung aber war nichts wahrzunehmen, vielmehr hatten die Franzosenmit den größten Gefahren zu kämpfen. Das erfuhr namentlich eineihrer Fregatten, dieSurveillante", welche ihr Steuerruder einbüßteund, nachdem sie 48 Stunden lang auf der Nordsee verloren ge-wesen war, von einem andern französischen Schiffe nach Cherbourg ge-schleppt werden mußte,

Das waren die Thaten der großen französischen Flotte, welche berBeginn des Krieges so stolz ausgesegelt war, um Tod und Verderbenan die deutschen Küsten zu werfen. Vice-Admiral Bouöt-Willauinezbezeichnet selbst in einem Schreiben an den französischen Minister ainschlagendsten das Geschick der französischen Flotte, indem er sagt:dnßderen Rolle sich als eben so undankbar herausgestellt habe, alsbeim Beginn der Feindseligkeiten glänzend erschienen sei."

Die Geschichte dieses harmlosen Seekrieges sollte mit einem Nach-spiel schließen, welches sich, fern von den deutschen Gewässern, jenseitsdes Oceans abspann und für den französischen Waffenruhm kaum glück-