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1870 und 1871. Zwei Jahre deutschen Heldenthums
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Metz, die jungfräuliche Festung.

Das Treiben in den engen Straßen von Metz während der nächstenTage spottete jeder Beschreibung. Noch immer war eine große Mengefranzösischer Soldaten von allen Waffengattungen anwesend, die sich inden Straßen nmhertrieben, wo tausende von Chassepotgewehren MPyramiden zusammengestellt waren, dazwischen bewegten sich preußischeGrenadiere, Husaren, Dragoner, die sich unter dichtgedrängte Fran-zosenhaufen mischten und sich mit ihnen kameradschaftlich unterhielten-Hierzu gesellten sich die zahlreich anwesenden Armeelieferanten und vorallem die jüdischen Pferdehändler, welche den französischen Offizierenihre halbverhungerten, aber sonst ganz edlen Pferde zu Spottpreisenabkauften. Es war das Gewühl eines Kriegslagers und eines Jahr-markts zugleich. Mitten durch den Lärm erschallten die Märsche preu-ßischer Regimenter, schmetterten die Trompetensignale der Cavallerie,rasselten die Räder der Batterien über das Pflaster. In den Lädenwurden Geschäfte gemacht und in den Fleischhallen hingen noch g§-schlachtete Pferde, während andre als Opfer des Hungers auf denStraßen umherlagen. In den Hotels speisten gemeinschaftlich an einund derselben Tafel preußische und gefangene französische Offiziere.

Kaum minder lebhaft ging es aus den aus Metz führenden Chausseenzu, auf welchen halb verhungerte Gestalten schaarenweise dahineilten,meistens Flüchtlinge aus der Umgegend, welche aus thörichter Furchtvor den Preußen ihre Dörfer verlassen und in der Festung Schutz 9^sucht hatten und nun wieder nach Hause zurückkehrten. ZahlreicheBauern und Marktleute fuhren ihre Produkte nach der Stadt,sie dieselben vortheilhast verkauften; auch französische Soldaten karn^noch in kleineren oder größeren Trupps, um in die Gefangensch"^zu gehen.

Die kriegsgefangene französische Armee wurde auf zwei versch^denen Eisenbahnlinien nach den deutschen Festungen befördert und d^Kunnner'sche Landwehr bildete die Escorte, um nach dieser letztesArbeit in ihre Heimath und zu ihren Familien zurückzukehren undheldenmüthigen Kämpfen, welche dem Namen preußische Landwehr ^allen Völkern Bewunderung und Furcht verschafft haben, der wohlve^dienten Ruhe zu genießen.

Was nach Sedan von der Gloire des Kaiserreichs noch übrig lff