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1870 und 1871. Zwei Jahre deutschen Heldenthums
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Metz, die jungfräuliche Festung.

Metz südlich über Tablon auf der Straße nach St. Thiebaut. DieMannschaften waren sämmtlich ohne Waffen, die sie in Metz hattenzurücklassen müssen, dursten aber ihre Zelte, Decken, Kessel re. mit-nehmen. Sie wurden nach den für sie bestimmten Bivouakplätzengeführt und dort von den preußischen Escorte - Commandos über-nommen.

Es war kurz nach 12 Uhr, der Regen goß in Strömen herab undder Sturm heulte über das Moselthal, da begab sich Prinz FriedrichCarl mit seinem gesammten Stabe und von den Generalen Mansteittund Fransecki begleitet in die Nähe des Meile von Metz auf derStraße nach Cornp gelegenen Pachthofes Tournebride, wo ihn die inParadestellung ausmarschirten preußischen Regimenter, aus Infanterie,Artillerie und Cavallerie bestehend, jubelnd empfingen. Hier sollte diestolzeste und tapferste Truppe Frankreichs, die Kaisergarde, vorbei-marschiren. Gegen 3 Uhr endlich erschien der französische GeneralJureau und überbrachte den Rapport, und unmittelbar darauf nahteder ungeheure, 22,000 Mann starke Zug. Die Carabiniers eröffnetettihn, dann folgten die Chasseurs ä vüsvxck, die Kürassiere in ihrenscharlachrothen, die Dragoner in ihren weißen Reitermänteln, die Ar-tillerie und zuletzt die blauröckigen Grenadiere und Voltigeurs und dieZuaven der Garde in der bunten orientalischen Uniform. Das alsowaren die Truppen, welche in den letzten zwanzig Jahren die Bewun-derung und die Furcht der ganzen Welt erregt hatten. Die meistenblickten finster vor sich hin.Verkauft und verrathen!" tönte es laßtgenug von bebenden Lippen, denn daß sie besiegt waren, konnten sich dieseMenschen gar nicht denken. Viele auch vermochten ihre Thränen nichtzurückzuhalten, selten nur drang ein Blick hinüber zu den auf beidenSeiten der Straße aufgestellten preußischen Colonnen, welche in würdigesSchweigen die Gefangenen an sich vorübermarschiren ließen. Die fran-zösischen Offiziere hatten sich meist schon in der Festung von ihrenMannschaften verabschiedet, ein Theil aber begleitete dieselben ansdiesem letzten, schwersten Gange noch bis ins Bivouak, um dann nachMetz zurückzukehren.

Einige Stunden später trabte ein kleiner Trupp Reiter in kurzenPaletots mit übergeschlagenen Capuzen dem Dorfe Corny zu, in besten