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Metz, die jungfräuliche Festung.
rechten Moselufer vergönnt war, die luxuriösen Villen der reichen MetzerKanfleute zu bewohnen, hatte sich der Prinz in einem schmutzigen Dorfeeinquartiert und war auf ein einziges kleines Zimmer mit der Aussichtauf ländliche Düngerhaufen beschränkt. Ein weiteres, ebenfalls sehrbescheidenes Zimmer und eine Küche dienten dem Prinzen und seinemStabe als Speisesaal. Da es an Stühlen fehlte, mußten deren jezwei durch ein darüber gelegtes Brett zu einer Bank gemacht werden,auf welcher mindestens sechs Personen Platz nahmen; statt der Leuchterbediente man sich leerer Flaschen, auf welche die Lichter gesteckt wurden,und der Wein, welcher das Mahl würzen sollte, war so schlecht, daßman ihn nur als Glühwein genießen durfte, um keine schädlichen Folgendavon zu tragen. So behalf sich ein königlicher Prinz!
Da der Feind von der Festung aus bei einem etwaigen Durch-bruchsversuche an jede beliebige Stelle große Truppenmassen werfenkonnte, so errichtete die Cernirungsarmee Fortificationen, welche denersten feindlichen Anprall aufhalten konnten, bis die genügende Truppen-macht herangezogen war. So nahmen die Deutschen bald alle jenetrefflichen Positionen ein, welche den Franzosen am 16. und 18. Augustzur Vertheidigung gedient hatten. An den Waldrändern lagen zer-streut die Feldwachen und Vorposten, jeden Augenblick bereit, vonihrem schußfertigen Gewehre Gebrauch zu machen. Nichts schien leichter,als diese kleinen Trupps, welche weit und breit die einzigen in derUmgegend anwesenden Soldaten zu sein schienen, anzugreifen und überden Haufen zu werfen, — aber in den versteckten Schluchten und Wäl-dern wimmelte es von Pickelhauben. An jedem Punkte von einigerWichtigkeit waren Batterien eingegraben, rings um die ganze Cerni-rungslinie zog sich der Telegraphendraht mit Stationen, — es bedurftenur eines Signals und aus allen Hohlwegen, Gehölzen, Dörfern undPachthöfen schwärmten die kampfbereiten Kriegerschaaren hervor. Äa-zaine verhielt sich seit dem 19. August ruhig und unternahm nichts,um die Cernirungsarbeiten zu stören. Auf einem von dem DorfeMarange südlich sich erhebenden Berge, an dessen nördlichem Abhangedas Dorf Feves liegt, bot sich eine weitreichende Fernsicht auf dreStadt und Festung Metz, die Forts und das Moselthal. Hier hatteman ein Observatorium errichtet, von welchem aus sich mittelst des