Druckschrift 
1870 und 1871. Zwei Jahre deutschen Heldenthums
Entstehung
Seite
172
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

172

Belagerung und Fall von Straßburg.

die Stätten der Verwüstung zu sehen. Kaum kannten sie ihre eigei^Stadt wieder, und Viele suchten vergeblich die Stelle, wo ihre Hallstgestanden hatten. Da gab es ergreifende Scenen des Wiedersehenswenn sich alte Bekannte begegneten, die sich während der BelagerunSnicht zu Gesicht bekommen hatten, und aus gar manche Frage nach d^Familienangehörigen war ein Thränenstrom die einzige Antwort.

Aber nicht nur Straßburg, auch die Vorstädte Königshofen»Ruprechtsau und Schiltigheim waren arg heimgesucht worden.Menge herrlicher Villen darin wurden von den Franzosen selbst ^Brand geschossen und viele Einwohner getödtet oder verwundet. GMbesonders aber bot Kehl das Bild grauenhafter Verwüstung dar.der neuen gothischen Kirche aus, welche erheblichen Schaden gelittenhatte, erblickte man bis an den Rhein nichts als einen Trümmerhaufenund viele ehemals wohlhabende Leute waren zu Bettlern gewordenMan hat dem General Uhrich aus der Beschießung dieser offen^Stadt vielfach einen Vorwurf gemacht und überhaupt seine Hartnäst^ikeit getadelt, mit welcher er die von ihm vertheidigte Stadt, derenvorauszusehen war, den furchtbaren Leidenskelch der Belagerung ^aus die Neige ausleeren ließ. Er hat indessen nur gethan, was ^seiner militärischen Ehre schuldig war, und uttsere deutschen Heersüh^sprechen seinen Namen mit Achtung aus. Bei der hervorragend^Rolle, welche er auf diesem Punkte des Kriegsschauplatzes gespielt sMwerden einige biographische Notizen über ihn von Interesse sein.in Psalzburg geboren, auf der Kriegsschule zu St. Cpr ausgebstdund nach seinem Austritt als Unterlieutenant in Lin Infanteriement versetzt, rückte er nach und nach bis zum Commandeur diesRegiments vor und erhielt im Krimfeldzuge den Befehl über ^Brigade. Im italienischen Kriege 1859 kämpfte Uhrich als Divisiongeneral, worauf er in die Reserve trat, um erst bei Ausbruch d

deutsch-französischen Krieges als Gouverneur von Straßburg nw

ed^

activ einzugreifen. Man rühmt ihm nach, daß er sich jederzeit als ^tüchtiger Offizier, aber auch als ein Eisenkopf bewährt habe, welchewie dies Straßburg ihm bezeugen kann seine Pflicht aufsscheste und Rücksichtsloseste erfüllte. >

Was die militärische Bedeutung Straßburgs betrifft, so war

die'

selbe

einer

den i

Fraip

Nchtr

»nd

sich d

°igen

Manl

beden

feste.

itzerh

Ei

Pc

°s>elm

Rt r

rkiedderrß^Nepvon >

Ne

bestes

d>Urd

»en

er §

"-Ne.

Aon-'bges"ex.

!>d

irahr