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Belagerung und Fall von Straßburg.
waren, füllten sich mit Tausenden preußischer Landwehrmänner, die inHäusern und Scheunen untergebracht wurden; in den Feldern sammeltsich der ungeheure Belagerungspark an, der nur aus die Vollendungder Batteriebauten wartete, um nach seinem Bestimmungsorte vorg^bracht zu werden, und nach allen Seiten hin bedeckten sich Felder undStraßen mit dem aufgehäuften Material, den Pulver- und ProvianüMassen, den Trainfuhrwerken und den Schlachtviehheerden. — NLampertsheim war das Hauptquartier des Großherzogs von Baden,welcher den Operationen seiner Truppen persönlich anwohnen wollte,und in Mundolsheim hatte General von Werder sein Standquartieraufgeschlagen.
Es hatten sich der badischen Feldartillerie und den in Kehl PN-flirten 32 Rastatter Geschützen etwa 40 schwere Belagerungsgeschütz^zugesellt, und mit diesen vorläufig verfügbaren Kräften beschloß m«u,um einen moralischen Druck auf die Bürgerschaft auszuüben, Straßebürg zu bombardiren.
Am Abend des 23. August, etwa gegen 10 Uhr, vernahm man inder Stadt plötzlich ein Getöse, welches die Bevölkerung in die größteAufregung versetzte. Es war der ferne Donner eines schwerenschützes. Und nun begann, wie auf einen Zauberschlag, ein ununte^brochenes Donnergeroll, ein Zischen und Pfeifen in der Luft, verursachtdurch unzählige Haubitzen, welche Dächer, Faqaden, Kamine und Thürü^zertrümmerten; und durch das Sausen der Geschosse und das Gekrachtherabstürzenden Mauerwerks drang von Zeit zu Zeit das Jamnre^und der Schreckensschrei verwundeter oder tödtlich getroffener MeN"schen. Bis um acht Uhr Morgens währte das Feuer, um Abendsacht Uhr wieder von Neuem zu beginnen. Häufig wurden diebitzen zu Hunderten in ein und dieselbe Straße geschleudert, und sobmein Brand entfacht war, fielen die Geschosse massenhaft in die Gluth/um das Löschen zur Unmöglichkeit zu machen. Die Stadtbiblioth^mit 400,000 Bänden und kostbaren Handschriften, brannte total niederohne daß, außer einigen Medaillen, etwas gerettet werden konnte, ""die protestantische Neukirche, durch ihre Orgel und Freskomalerei^berühmt, das Gemäldemuseum und viele der schönsten Privatgebän^waren in Schutt und Asche gelegt. So groß die Schrecken diese
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