IX.
Eer Sturz des Kaiserthums. — Frankreich zum dritten
Male Republik.
Si
Unbeschreiblich war in Deutschland der Jubel über den unerhörten
bei Sedan und die Gefangennahme des Kaisers mit seiner Armee.
gab es wohl kein Städtchen, und wäre es noch so klein gewesen,welches nicht im Festschmucke flatternder Fahnen geprangt hätte, über-E donnerten die Kanonen Victoria und in vielen Orten wurden glän-Zende Illuminationen und Fackelzüge veranstaltet. Wer diese Tage/l>her vaterländischer Begeisterung gesehen hat, wird sie unauslöschlich^ Gedächtniß behalten, wie die Erinnerung an einen weihevollenendepunkt seines eignen Lebens.
Wir können jedoch bei der Schilderung der Siegesfreude nicht^weilen, sondern wenden uns nach der Seinehauptstadt, wo sich neueEreignisse vorbereiteten. Non den dortigen Machthabern war^her die Gefahr der Lage verheimlicht, die Wahrheit entstellt worden.
Kampfe Bazaines am 14., 16. und 18. August, welche für ihn^üso unglücklich ausgingen, wie ein am 31. August und 1. Sep- l>er unternommener Durchbruchsversnch, auf den wir an andrer
stelle
Nim - ^urückkommen werden, hatte man in Paris als Siege bezeichnet,^ selbst als die Armee längst in Metz eingeschlossen war, machte dieh ?^rung im gesetzgebenden Körper noch fortgesetzt Mittheilungen, wo-n, es mit Bazaine ganz vortrefflich stehen sollte. Beim Heranrücken derH auf Paris setzte die Regierung ihre ganze Hoffnung auf die
d^.^lligung Mac Mahons mit Bazaine, hielt es aber für gerathen, dieyende Annäherung der deutschen Armee der Bevölkerung nicht zu