Druckschrift 
1870 und 1871. Zwei Jahre deutschen Heldenthums
Entstehung
Seite
121
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

Ein unterbrochener Vormarsch. Die Schlachten bei Beaumont und Sedan. 121

^Nger als eine halbe Stunde den Wald der Art mit Granaten, daßdie Rothhosen- darin nicht mehr Stand zu halten vermochten und eiligenKaufes weiter die Höhe hinauf retirirten, wo sie in einem zweitenWald Zuflucht suchten. Die preußischen Batterien rückten rasch in dasden Franzosen verlassene Gehölz vor, gefolgt von der Infanterie,iim aber den oberen Wald und das stark befestigte Dorf Jlly zu neh-men, mußte der ungedeckte, aus Aeckern bestehende Zwischenraum zwi-schen beiden Wäldern passirt werden. Durch eine, geschickte Umgehung,welche der Feind durch ein mörderisches Mitrailleusenfeuer vergebens^ hindern suchte, wurden seine Schützengräben in die beiden offenenNanken gefaßt. Damit war die Stellung der Franzosen verloren und^er von ihnen nicht durch das Gehölz von Garenne glücklich nach^edan entkam, gerieth in Gefangenschaft. Von einem Posen'schen In-fanterieregiment machte sogar das Musikchor fünf Rothhosen mit vierPferden zu Gefangenen.

Gegen 3 Uhr war die Einschließung der französischen Armee eine^allständige, nachdem allmälig 4 bis 500 deutsche Geschütze in con-^ütrischer Aufstellung ihr Feuer gegen den Feind gerichtet hatten.

Die von der Armee des Kronprinzen gedrängten feindlichen Co-annen wurden, als sie sich auf den dem Gardecorps gegenüber be-nndlichen Höhen zeigten, von dessen Artillerie beschossen. VergebensAchten sie Schutz im Gehölz von Garenne, denn östlich von Givonne^aren am Abhang einer Höhe Gardebatterien aufgesahren, die sowohlseses Gehölz, als besonders auch eine breite Lichtung darin, welche^Ezackförmig nach Sedan zu niedersteigt, vollständig beherrschten undihren Granaten den Feind überall erreichten, wo er die Lichtung^assirte, so daß er sich bald rechts, bald links wandte, um einen Aus-^3 M suchen.

, Von Givonne aus erstiegen Theile der 1. Gardedivision die von^ Franzosen noch besetzt gehaltenen Anhöhen und warfen diese Ueber-f r trotz wüthender Gegenwehr, ebenfalls in den Wald von Garenne.rr^ss die deutschen Truppen von drei Seiten im allgemeinen Vor-gegen das Gehölz waren, verstummte der Donner der Geschütze,ein ^ neuen Gefechtsstellungen eingenommen hatte, begann

^ so heftigeres Massenfeuer und nun flohen die Franzosen,