112 Ein unterbrochener Vormarsch. — Die Schlachten bei Beaumont und Sedan.
wird das Thal der Maas von bewaldeten Anhöhen beherrscht, welcheaber im Westen in das Gehölz von Mont-Dieu, im Süden in denWald von Dieulet übergehen. Bei Beaumont wurde das Corpsde Failly's, welches den linken Flügel des Feindes bildete, als derselbeseinen Uebergang aus das rechte Maasufer bewerkstelligen wollte, bereitsam 30. August durch das 4. und 12. Corps des Kronprinzen vonSachsen erreicht und angegriffen. Das 4. Corps, aus dem Walde vonPetit-Dieulet hervorbrechend, überraschte gegen Mittag eine französischeDivision in ihrem Lager. Mitten hinein in den eben im Abkochen be-griffenen Feind schlugen plötzlich die preußischen Granaten, so daßderselbe unter ungeheuren Verlusten und in unbeschreiblicher Verwir-rung die Flucht ergriff und sein ganzes großes Zeltlager sammt Ba-gage, Munitions- und Jntendanturkarren, sowie die gefüllten Fleischetöpfe zurückließ.
Beaumont selbst wurde vom Feinde aufgegeben und von den Uu-srigen besetzt.
Zugleich gingen rechts vom 4. Corps die Sachsen gegen Letanrüvor, nordöstlich Beaumont gelegen. Auf den Höhen der Maas hatteder Feind seine Artillerie aufgefahren, unter deren Schutz er sich saiMmelte. Die Batterien des 4. Corps nahmen Aufstellung auf der Höhevon Beaumont und beantworteten das französische Geschützfeuer.
Von der Armee des Kronprinzen von Preußen hatte gleichzeitigdas erste bayerische Corps aus dem linken Flügel ins Gefecht eing^griffen und schlug den Feind, der sich ihm hier entgegenstellte, amLa Besace, westlich von Beaumont zurück. Die Preußen und Sackst^drangen unter fortwährendem Gefecht, das bald schwächer, baldHafter wurde, durch das Gehölz von Giraudau (nördlich von LetanüOauf Villemontry und beschossen das von den Franzosen besetzte Städt-chen Mouzon von den dasselbe umgebenden Höhen aus. Mit einbi^chender Dunkelheit wurde der Ort genommen. Während sich ein DhOder Franzosen, von den Bayern bis Raucourt verfolgt, auf die Festu'^Sedan zurückzog, ging das feindliche Hauptcorps nach dem rechten 10 ,der Maas, wobei es während des Ueberganges über eine Brücke öMouzon von den Unsrigen hart gedrängt wurde und außer vielenlüsten an Mannschaften, von denen viele in der Maas ertranken,