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1870 und 1871. Zwei Jahre deutschen Heldenthums
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Die Schlacht bei Gravelotte.

an welchem die Kriegserfahrung des fürstlichen Helden sich zunächst be-währte, dem Marschall Bazaine. Dieser trat aus der polytechnischenSchule 1832 mit 21 Jahren als Lieutenant in die französische Armee undwurde zunächst nach Afrika geschickt, wo er mit besonderer Tapferkeit focht-Nachdem er im Dienste der Königin Christine zwei Feldzüge mitgemachthatte, erwarb er sich das Capitänspatent und erhielt in Algier dieDirection eines arabischen Büreaus. 1850 wurde er Oberst eines Re-giments der Fremdenlegion, wo die ihn am meisten kennzeichnendeEigenschaft, rücksichtslose Strenge, bereits der Art hervortrat, daß imLaufe eines Jahres unter den ihm untergebenen Truppen 23 Selbst-morde vorkamen.

Im Krimseldzuge führte er das Commando einer Brigade, wurdenach der Einnahme des Malakoff Gouverneur von Sebastopol underoberte Kinburn. Als Divisionsgeneral befehligte er im Kriege gegenOesterreich 1859 bei Melegnano und Solserino die Zuavenregimenter.Bei der Expedition der Franzosen in Mexiko erhielt er den Oberbefehsund 1864, in Folge der Einnahme von Puebla, den Marschallstab.Man schreibt ihm vielfach die Mitschuld an dem tragischen UntergangeKaiser Maximilians zu, welchen er, als der Druck der Nordamerikaner1867 die Franzosen zum Rückzuge zwang, nicht nur seinem Schicksaleüberließ, sondern auch aller Hülfsmittel beraubte, indem er französischeWaffen an Maximilian's Feinde verkaufte, mit den letzteren Briefewechselte, ganze Ladungen französischen Pulvers ins Wasser werfen ließund Kanonen unbrauchbar machte.

Bazaine wird allgemein als ein berechnender, ehrgeiziger Charaktergeschildert, von einer Verschlossenheit und Schweigsamkeit, die sonst deBfranzösischen Naturell nicht eigen zu sein pflegt.