Die Schlacht bei Gravelotte.
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Unerwartet aber richtete der Feind aus seinen geborgenen Stel-lungen hinter Gräben, Häusern und Mauern ein hageldichtes, weit-tragendes Schnellfeuer auf die anstürmenden Colonnen, so daß es unterderen Anführern bald keinen einzigen mehr gab, dem nicht wenigstensdas Pferd unter dem Leibe getödtet worden war. Auf einzelne Truppen-teile fielen die feindlichen-Geschosse so dicht, daß dieselben, um vor-wärts zu kommen, sich platt auf die Erde werfen mußten, dann auf-sprangen, 200 Schritt weit liefen und sich wieder nieder warfen,trotzdem blieb nach jedesmaliger Wiederholung dieses Manövers eineAnzahl Todter und Verwundeter zurück, da die feindlichen Kugeln auchdie Liegenden zu finden wußten. Endlich bot ein ChansseegrabenDeckung, von wo aus eine Zeit lang ein sicher treffendes Feuer aufden Feind unterhalten wurde. Als aber die Truppen sich ans demtraben wieder sammelten, nöthigte sie ein wahrhaft mörderischer Kugel-regen, wieder in den Graben zurückzukehren.
Die gedeckte Stellung des Feindes, welcher den Umkreis bis aufl-500 Schritt mit Bleigeschossen übersäete, machte in Verbindung mitdem alle Commandorufe übertäubenden Getöse und dem undurchdring-lichen Pulverdampf der Garde den erfolgreichen Gebrauch ihrer Waffen^ur Unmöglichkeit. Der commandirende General gebot daher den schonfurchtbar deeimirten Bataillonen Halt, um das weitere Eingreifen derwuchsen abzuwarten, welche eben im Begriff standen, von Roncourt^us gegen die feindliche Flanke vorzngehen. Während dieses Still-flands ritt der Generalmajor von Pape die ganze Front seiner Divi-lion entlang und munterte, unbekümmert darum, daß ihm zwei Pferdeunter dem Leibe erschossen, der eine Adjutant an seiner Seite getödtet,^u zweiter verwundet wurde, seine wackern Truppen zu fernerer Tapfer-keit aus. Dasselbe Beispiel gaben auch die übrigen Offiziere, von demHbchstevnrnrandirenden bis zum Fähnrich, und gar viele fanden hier denHeldentod oder wurden verwundet.
. , Inzwischen richtete die Gardeartillerie, welcher die Geschosse derKindlichen Infanterie ebenfalls harte Verluste beigebracht hatten, ihr»euer auf das kastellartige St. Privat. Der erste Schuß zertrüm-werte eine Mauer, welche bis dahin mehr als hundert Franzosen zureckung gedient hatte. Der zweite Schuß wirbelte die Dachziegel einer