80 Der Sturm auf die Spicherer Höhen. — Deutsche Kriegs- und Staatskunst rc.
war, die schwache Seite seiner Unterthanen auszubeuten, um seinerDynastie die Krone zu sichern.
Von der öffentlichen Meinung gedrängt, mußte Napoleon jetzt alsunfähig die oberste Kriegsleitung niederlegen und Leboens als General-stabschef entlassen werden. Marschall Bazaine erhielt den Oberbefehlüber die „Rheinarmee", wie man die bei Metz sich concentrirendenTrnppenkörper noch immer hieß, und General Trochu, welcher ein ^
Landungscorps hatte befehligen sollen, das NM aber wieder zurück-beordert werden mußte, wurde zum Gouverneur von Paris und zumOberbefehlshaber aller Streitkräfte zur Vertheidignng der Hauptstadternannt.
Die Empfindlichkeit der hochmüthigen Nation, die ihre Armee bis-her für unbesiegbar hielt, war bis in ihre innersten Fasern getroffen Da-
und machte sich nun Luft gegen die friedlichen Deutschen, welche in wes,
Frankreich ihren Broderwerb hatten. Nicht nur, daß jeder Deutsch- bar,
sprechende für einen preußischen Spion gehalten und als solcher ver- (Za
folgt wurde, sondern es wurde die Massenausweisung der Deutschen Tri,
verfügt, über Frauen wie Männer, Kinder wie Greise, und so mußten Und
Tausende von Familien ihr Hab und Gut im Stich lassen und Viele, sieb
denen es gelungen war, sich zum Wohlstand empor zu arbeiten, kehrten Unn
als Bettler in ihr deutsches Vaterland zurück. So handelte die Nation, ln f
die sich rühmte, an der Spitze der Civilisation zu marschiren. sinll
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