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1870 und 1871. Zwei Jahre deutschen Heldenthums
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Der Sturm auf die Spicherer Höhen. Deutsche Kriegs- und Staatskunst rc. 71

Feindes war erschöpft. 52 Bataillone stark und von vollzähliger Corps-artillerie unterstützt, mußte er 27 preußischen Bataillonen, die nur ihreDivisionsartillerie zur Seite hatten, das Feld räumen, nachdem er sichaus einer Stellung hatte treiben lassen, die er selbst vorher als un-annehmbar betrachtet hatte. Sagten doch später gefangene französischeOffiziere aus, daß sie beim Herannahen der Preußen gelacht und ihremZugriff die unausbleibliche Niederlage prophezeit hätten.

Von den Höhenzügen her, welche im Süden das Schlachtfeld be-grenzen, donnerten die französischen Geschütze, aber nurs um den durch^n Einbruch der Dunkelheit begünstigten Rückzug zu decken. OhneSchaden anzurichten, platzten die feindlichen Granaten hoch oben in der^uft, oder vor und hinter den Preußen.

Während des Kampfes, welcher 8 Stunden gedauert hatte, waröstlich von Saarbrücken die Division Glümer bei Werden über die^uar gegangen und gegen Forbach marschirt. Diese Stadt wurde nachsi^zem Kampfe genommen und dadurch das Frossard'sche Corps vonleiner Rückzugslinie auf St. Avold abgedrängt. Das Commandog^te gegen Abend General von Zastrow übernommen, um es dannbur später anlangenden Obercommandanten der ersten Armee, GeneralUon Steinmetz zu übergeben.

Wie groß der Sieg der Unsrigen und wie gründlich die Nieder-er des Feindes gewesen war, das übersah man erst in den nächsten^gen. Der Heroismus der Preußen, der in der Weltgeschichte nurden Spartanern seines Gleichen findet, hatte die Franzosen mit^ger grenzenlosen Panik erfüllt. Das Corps Frossard war in voll-ändiger Auflösung. Es ließ 40 Pontons und mehrere Zeltlager zurück;^ Bahnhofe im Forbach fielen den Preußen eine Unzahl von Waffen,«wie Munition und Montirungsvorräthe, viele Tausende Säcke Hafer,ganze Lager voll Mehl und Broden, eine vollständige Champagnernieder-3e, ja sogar Offiziersbagage und Damengarderobe als Kriegsbeute inb Hände. Dazu wurden über 2000 Gefangene eingebracht.

Preußischer Seits war dieser glänzende Sieg freilich auch mit, ^ ^d blutigen Opfern erkauft worden. Viele der Tapferen, die^Nlpfesnrnthig die steilen Höhen hinaufklommen, bedeckten diese als^chen. Die 5. Division allein verlor 800 Mann an Todten und