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1870 und 1871. Zwei Jahre deutschen Heldenthums
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Die Schlacht bei Wörth.

Die Bevölkerung der am härtesten mitgenommenen Ortschaftenbefand sich tagelang ohne Nahrung und die Preußen gaben den Bauernvon ihrem eigenen Brod; gegen Andere dagegen, welche, wie z. B. inGunstett, aus den Häusern auf Sanitätspersonal und Verwundete ge-schossen und hülflos niedergestreckten Kriegern ans dem Schlachtfeldsdie Augen ausgestochen und die Zungen herausgeschnitten hatten, mußtemit der ganzen Strenge des Standrechts eingeschritten werden.

Am 7. August verweilte das Hauptquartier des Kronprinzen nochin Sulz und beschloß den Vormarsch auf die Vogesen zur festen Ver-bindung mit der Armee des Prinzen Friedrich Karl. Der Feind, denam nämlichen Tage die badische Division unter Erbeutung von Waffen,Munition rc. aus Hagenau herausgeworfen hatte, setzte nirgends mehrgeordneten Widerstand entgegen. Mit dem Siege über das Armee-corps Mac Mahon's war der ganze rechte Flügel der französischenAufstellung vollständig zerrüttet. Und dies hatte Kronprinz FriedrichWilhelm vollführt, aus dessen bisherigen Lebenslauf einen kurzen Rück-blick zu werfen hier wohl der Ort sein dürfte. 1831, bedeutungsvollgenug am 18. Jahrestage der Schlacht bei Leipzig, geboren, und seit1858 mit der großbritannischen Prinzessin Victoria vermählt, sammelteder königliche Prinz nach ernsten Studien und weiten Reisen seine erstenkriegerischen Erfahrungen 1864 in Schleswig-Holstein. Zwei Jahrespäter war ihm im preußisch-österreichischen Kriege die schwierige Auf-gabe zugefallen, an der Spitze der 2. Armee von Schlesien aus inBöhmen einzurücken, wo es die größten Terrainhindernisse zu über-winden galt. Mit großer Umsicht und scharfem strategischen' Blicklöste der Prinz seine Aufgabe und trug hierauf durch seinen berühmtenVormarsch von Königinhof auf Chlum sehr viel zum Siege von König-grätz bei. Sein königlicher Vater decorirte ihn auf dem Schlachtfeldemit dem Orden paar ts inöriio. So gesellte sich zu der allgemeinenVerehrung, die ihm bereits sein einfaches mildes Wesen erworben, nochder Ruhm militärischer Tüchtigkeit, und welches Vertrauen ihm inSüddeutschland, dessen Heere er in den Kampf führen sollte, überallentgegengebracht wurde, haben wir zu Anfang unseres Buches gesehen-Seine ersten Waffenthaten schon rechtfertigten es glänzend.