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Die Schlacht bei Wörth.
Leichen das Schlachtfeld. Da gab es am Abend des achtstündigenKampfes im Thal und auf den Höhen ein Bild der grellsten Contraste.Hier fanden sich Freunde wieder, die einander todt geglaubt, und sankeniich mit Freudenthränen in die Arme; dort vernichtete ein Blick in dieichmerzentstellten Züge eines Todten die letzte Hoffnung des Bruders,diesige Gruben öffneten sich zur Aufnahme von Hunderten von Leichen,^nd mitten auf diesem furchtbaren Kirchhofe flammten neben den frischenNäbern lustig die Feuer der Bivouaks- von Thüren, FensterrahmenHopfenstangen unterhalten. Heerden von Rindern und Hammelnbewegten sich heran und von Strecke zu Strecke stieß man auf eineSchlächterei. Den mangelnden Wein, ja sogar das trinkbare WasserNutzte freilich oft das schmutzige Wasser der Wiesengräben ersetzen.
Die Ortschaften, um welche gekämpft worden war, boten das Bild^ Zerstörung. In Fröfchweiler hatten die deutschen Kanonen arg^hanst. Von nur wenigen Häusern war etwas mehr, als die nacktenDauern übrig geblieben, auf deren Trümmern sterbende Franzosen unterKammern oder Fluchen umherlagen. Alle Scheuern mit der Ernte unddas Vieh waren der Raub der Flammen geworden.
Von der Kirche, über deren Portale die Inschrift zu lesen: „ErbautAr Ehre Gottes im Jahre 1846", standen nur noch theilweise die^sigen Umfassungsmauern; die Uhr lag am Boden, — ihre ZeigerMieten 5 Minuten vor Drei. Unweit Fröfchweiler in einem Hohl-^bge zeigten sich Spuren eines hitzigen Handgemenges, wo die Unfrigenfliehenden Feinde dicht auf dem Nacken gesessen hatten. Auf denHbhen -bei Wörth lagen die gänzlich aufgeriebenen Turcos und Zuaven^ Hunderten hingestreckt. Auf den von Kugeln zerfetzten Chausseenlwmelte es während der nächsten Tage von Zügen Gefangener aller, ^engattnngen und von Bauerwagen, welche transportable Verwun-/ ^ Freund und Feind durcheinander, nach den nächsten Dörfern ver-achten, wo jedes noch einigermaßen erhaltene Haus in ein Lazareth^gewandelt war. Stündlich auch gingen lange Eisenbahnzüge mit^wundeten landeinwärts, andere kamen, um Hülfsmannschaften,äeb^ Erfrischungen nach dem Schlachtfelde zu führen, dessen Um-Mg trotz der eingetretenen kühlen Witterung auf Stunden mit Leichen-^uchen erfüllt war.