Druckschrift 
3 (1841) Berlin, Dresden, Hamburg, Mecklenburg, Weimar, Halberstadt und Göttingen : mit einem Anhange: Ausflüge nach Holland, Belgien, England, Schweiz, Polen, Russland, Schweden, Dänemark und Nord-Amerika
Entstehung
Seite
610
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

610

Schon in sehr früher Jugend

Wir führen hier die

AUSFLUG NACH NORD-AMERIKA.

gepriesen wurde. Im Jahre 1808 kehrte er nach Paris und von dort im Jahre 1815 nachAmerika zurück. Hier malte er nundie Bildnisse der Präsidenten Madison und Monroe, desVicepräsidenten Calhoun und der Statthalter Yatcs und Clinton". SeineAriadne" ist einsvon den Werken, welche am meisten Beifall gefunden haben. Er hat Washington im Jahre1S32 für den Congrefs gemalt, und 1000 Dollars dafür erhalten.

INMAN (HEINRICH) ward im Jahre 1801 in Utica geboren,malte er Portraits und Miniaturen. Er hat ein sehr vielseitigesWorte eines seiner Bewunderer, des Herrn Sully, an:

Ich erinnere mich, dafs, als ich einst in den Ausstellungssälcn der Clintonhall-Akademiein New-York umherwandelte und daselbst eine schöne Landschaft sah, mir auf die Fragenach dem Maler derselben, Herr Inman genannt wurde. Weiterhin begeisterte mich eineGruppe von Figuren zu dem Ausrufe:Ei, wie schön!" auch sie war Innians Werk. Ichleitete meine Schritte weiter, und Indianer fefselten meinen Blick; ich schlug im Verzeichnisnach, und fand den Namen Inman. Noch weiter wurde ich ein Miniaturgemälde gewahr, underkannte es für das schönste ldeine Mhiiaturbild, das mir seit langer Zeit vorgekommen war.Es war wiederum von Inman. Seine schönen Bildnisse waren mir schon bekannt, aber dieseVielseitigkeit der Richtungen muste mich in Erstaunen setzen." Inman gehört zu den weni-gen Amerikanischen Malern, welche niemals aus ihrem Vaterlande gekommen sind.

WEIR (ROBERT) ward im Jahre 1803 zu Neu-Rochelle geboren. Im Jahre 1824 begaber sich nach Italien, wo er sich der historischen Malerei widmete, und sich mehrere Jahrelang mit ernsten Studien beschäftigte. Nach Amerika zurückgekehrt, malte er viele Bilder,von denen einige in Kupfer gestochen sind. Eins der bekanntesten darunter ist seinRedJacket", (Oberhaupt eines Indianischen Stammes). Dieses Gemälde befindet sich in der Samm-

Weir hat Sccnen aus Walter Scott und Cooper dargestellt.Eine dieser letzten hat den gegen Rom anrückenden Con-

lung des Herrn Samuel WardEr hat auch Landschaften gemalt.

nctable von Bourhon zur Staffage.

COPLEY (JOHN SINGLETON), Vater des Lords Lindhurst, ward im Jahre 1738 in Bostongeboren, und starb 1815 in London. Im Jahre 1774 ging er nach Italien, und 1776 nach Eng-land, wo er seinen Wohnsitz für immer nahm, und Mitglied der Akademie ward. Die be-deutendsten Gemälde dieses Künstlers sind, aufscr den vielen Bildnissen von ihm:der Toddes Majors Pearson auf der Insel Jersey",Karl I. im Hause der Gemeinen",der AdmiralDe Winter, welcher sich zu Lord Duncan begiebt",Samuel und Elias".

Alle diese Bilder sind in Kupferstich erschienen; ich habe keins davon gesehen: dasjenigeaber, welches denLord Chatam" darstellt,wie er im Oberhause todt niederfällt", und inder National-Galerie hängt, hat meinen Geschmack wenig befriedigt. Cunningham und Dun-lap zählen Copley's Werke einzeln auf, und betrachten ihn als einen sehr ausgezeichnetenKünstler.

TRUMBULL (JOHANN) ragt vor den meisten Künstlern hervor, deren in diesem Artikelgedacht ist. SeinAusfall der Besatzung von Gibraltar" und seineSchlacht bei BunkersHill" werden in Amerika und in England immerdar Interesse erwecken. So hat sich einervon seinen Landsleuten gegen mich geäufsert, der ein sehr aufgeklärter Kunstfreund ist; der-

selbe, den wir

schon oben angeführt haben.

Ich finde bei Dunlap folgende Nachrichten: Trumbull ward im Jahre 1756 zu Lehanon imStaate Connecticut von hochgestellten Eltern geboren. Sein Vater war der erste Statthalter,