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AUSFLUG NACH NORD-AMERIKA.
wie es im Knabenalter geschieht, er empfindet den Einfiufs des allgemeinen Eindrucks, ohne sichdarüber Rechenschaft zu geben. Die Gruppe rechts bildet eine Episode: sie besteht aus Gat-tin und Tochter des Erstehenden. Die Frau aufscr Stande, dem Zusammentreffen zweier soheftiger Eindrücke zu widerstehen, wie die, welche kurz nach einander durch den Tod unddurch die Auferstehung in ihr erweckt wurden, fällt in Ohnmacht; und die Tochter, wie sehrdes Vaters Wiedererwachen zum Leben sie auch erfreut und in Erstaunen setzt, ist jedochganz der Bewegung und Sorge um die Mutter hingegeben. Der Jüngling mit den vorgestreck-ten Händen, nur seinem Gefühle ohne Bedenken folgend, verkündigt der Frau durch einenplötzlichen Ausruf die Rückkehr ihres Mannes zum Leben; der andere Jüngling, sanften undfrommen Gemüths, befindet sich in der Stellung Eines, der durch die ungestüme Bewegungdes Zuhörenden in seiner Rede unterbrochen wird. In einer gewissen Entfernung bezeichnendie Wächter am Eingange der Höhle die Tiefe des Gemäldes, und die durch dieses Ereignishervorgebrachte Bestürzung."
Die Lebensbeschreibung Allstons in dem Werke Dunlaps liefert eine Beurtheilung aller die-ser Hervorbringungen: aber wir würden die durch den Plan unseres Werkes gesteckten Gren-zen überschreiten, wenn wir mit dem Vcrfafser so ins Einzelne gehen wollten; wir verweisendalier unsere Leser auf jene Quelle, und begnügen uns, Allston selbst hierüber sich äufsern zulafsen: *
„Ich werde hier nur einiger weniger Hauptbildcr erwähnen, die ich bei meinem ersten Auf-enthalte in England gemalt habe; diese sind:des Propheten Elisa zum Leben erweckte Todte";
mit überlcbensgrofscn Figuren;
Der durch die Berührung mit den Gebeinen
,der Engel, welcher den Heiligen Petrus
,Jacobs Traum", dem Grafen
aus dem Gefängnisse befreit'Egremont gehörig. Meines Erachtens habe ich nie etwas Befsercs gemalt, als das letztere.Dieses Bild besteht aus einer grofsen Anzahl Figuren. „Elias in der Wüste". Ich nahm diesesGemälde mit nach Amerika, wo es Herr Labouchere kaufte, der es wieder nach England mitzurücknahm. Der „Engel Uriel", im Besitz des Marquis von Stafford. Diese Figur ist ko-lossal, aber in der Verkürzung zu sehen; erhöbe sie sich, so würde sie 14 Fufs hoch sein;in der Stellung aber, in welcher sie sich befindet, nimmt sie nur einen Raum von 9 Fufs ein.Die Directoren des Britischen Museums erkannten mir eine Prämie von 150 Guineen zu, alseinen Beweis des Werthes, welchen sie meinem Uriel beilegten. Seit meiner Heimkehr nachAmerika habe ich viel gemalt, hauptsächlich aber nur kleine Bilder. Da diese Arbeiten hierziemlich allgemein bekannt sind, so werde ich nur einige der gröfseren anführen: „Jercmias",„die Hexe von Endor" und das „Traumgesicht Spalatro's: die Erscheinung der blutigen Hand".Dieses letzte Gemälde ist nicht grofs, aber ich führe es hier an, -weil es mehr bekannt ist, undich es für eine meiner besten Arbeiten halte. Diejenigen, welche ich mit Stillschweigen über-gehe, sind Landschaften oder, mit wenigen Ausnahmen, kleine Figuren. Obgleich mein grofsesGemälde „BeMuxzars Feast" noch nicht beendigt ist, so mufs ich hier etwas darüber sagen,weil man mich so viel und so oft gefragt hat, wie weit ich damit bin und wie lange ichnoch daran zu arbeiten gedenke." Hier folgen nun Erklärungen, welche man in dem mehr-mals angeführten Buche Dunlaps nachlesen kann, und die darauf hinauslaufen: „Ich werdedas Gemälde beendigen, sobald ich kann, und ich möchte es gern bald beendigen.".Die ersten Nachrichten über den Künstler, der uns hier beschäftigt, verdanke ich dem Herrn
* Ebendasselbe Bucli S. 185 und 186.