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AUSFLUG NACH DÄNEMARK.
dessen Formen in hohem Grade charakteristisch und der Bestimmung dieses Gebäudes ange-mefsen sind. Das von Hansen wieder aufgebaute Schlofs Christiansborg gewährt einen grofs-artigen und zugleich freundlichen Anblick.
Unter den geschicktesten Baumeistern dieses Landes nennen wir folgende:
HANSEN (CHRISTIAN FRIEDRICH), geboren zu Kopenhagen im Jahre 1754. Das SchlofsChristiansborg, das Rathhaus und die Frauenkirche sind seine Werke. Ich sah diesen mehrals achtzigjährigen Greis im Schlofse Christiansborg an dem Tage, wo der König das Museum,nach seiner neuen Einrichtung durch die Herren Thomson und Hocyen, zum ersten Malebesuchte. Es war in der ersten Hälfte des Monats Juli. Ich war Zeuge des günstigen Ein-drucks, welchen diese Umgestaltung auf den König machte, und der Belobung, welche er demEifer dieser Herren erlhciltc.
MALLING (PETER), geboren zu Kopenhagen um das Jahr 1790; ein Zögling Hansens. Erhat die Akademie in Sorö und die Universität in Kopenhagen gebaut.
HETSCH (GUSTAV FRIEDRICH), geb. zu Stuttgart im Jahre 1788. Die Synagoge inKopenhagen ist sein Werk.
KOCH (GEORG HANSEN), geboren zu Kopenhagen im Jahre 1787. Er ist ein Zöglingvon Hansen.
FRIIS (FERDINAND FRIEDRICH), geboren zu Kopenhagen um das Jahr 1795; ebenfallsein Schüler Hansens.
BINDESBÖLL (GOTTLIEB), geboren auf Seeland um das Jahr 1800. Ihm ist der Baudes Thorwaldsenschen Museums in Kopenhagen übertragen.
Der König hat immer einen sehr lebendigen Kunstsinn bewährt. Schon als Kronprinz be-schützte er eifrig die Künste. Seine Regierung verspricht ihnen sehr förderlich zu werden.Er besitzt viele neuere Gemälde, welche Zeugnis geben von seinem Geschmack, seinen Kennt-nissen und seinem erleuchteten Kunstsinn.
Die Königliche Galerie ist reich an Niederländischen Gemälden. Einige gute Bilder ver-treten die Italienischen Schulen.
Die Sammlung Niederländischer Gemälde des Grafen Moltke-Bregcntwed enthält viel Schönes.
Die Ausstellungen, welche ich in den Jahren 1830 bis 1834 und nun auch im Jahre 1840gesehen habe, beweisen weit mehr den Eifer der Regierung, die Kunstliebe zu erwecken, alsdafs schon Erfolge davon sichtbar wären. Wir haben gesehen, dafs der gröfste Thcil derneueren Dänischen Künstler, welche sich bisher am vorlheilhaftesten bekannt gemacht, ihrTalent in der Heimat nur wenig geübt haben. Indessen dürfte die Ankunft Thorwaldsensin seiner Vaterstadt leicht der Anfang einer neuen Zeitrechnung für Dänemark werden. Erhat seinem Vatcrlande seine reiche Sammlung vermacht, welche ein merkvvürdiges Gemäldeder künstlerischen Bewegung darbietet, deren Schauplatz Rom gewesen ist, während Thor-waldsen daselbst lebte.
Bei meinem letzten Aufenthalt in Kopenhagen hatte ich das Glück, diesen berühmten Künst-ler wiederzusehen, und ihn mehrmals in seiner Werkstatt zu besuchen, wo er eben an demModelle zum Standbild Christians IV. arbeitete. Dieses Denkmal verspricht eins seiner herr-lichsten Werke zu werden. Ein Theil seiner Gemäldesammlung befindet sich gegenwärtig
in.