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3 (1841) Berlin, Dresden, Hamburg, Mecklenburg, Weimar, Halberstadt und Göttingen : mit einem Anhange: Ausflüge nach Holland, Belgien, England, Schweiz, Polen, Russland, Schweden, Dänemark und Nord-Amerika
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AUSFLUG NACH DÄNEMARK.

DECORATIONSMALER. WALLICH (ARNOLD).

LUND (TROELS).

CHRISTENSEN (CHRISTIAN FRIEDRICH).

BILDHAUER. Hier wäre es vielleicht am rechten Orte, uns über Thorwaltlsen zu ver-breiten; es ist aber dieser Gegenstand, einer der wichtigsten in meinem Buche, bereits imXI. Kapitel von E. Förster mit Liebe, Verstand und Urtheilskraft behandelt worden, undwir könnten es nicht befser machen, ja selbst nicht so gut. König Friedrich VI. schmücktenoch kurz vor seinem Tode Thorwaldsen mit dem Grofskreuz des Danebrog-Ordens.

Die Rückkehr Thorwaldsens nach Kopenhagen sichert Dänemark einen Ruhm, der ihm ent-gangen wäre, wenn dieser grofse Mann bis an das Ende seiner Tage in Rom verblieben wäre.Thorwaldsen, seine in Kopenhagen vereinigten Werke, und seine so bedeutende Sammlung,dürften diesem Lande von grofsem Nutzen werden, während sie ihm zu gleicher Zeit zu ho-her Zierde gereichen.

BISSEN (WILHELM), Bildhauer, ward im Jahre 1798 in der Gegend von Schleswig ge-boren. Bevor er nach Italien ging, machte er noch die vier Engel in den vier Ecken derSchlofskapelle in Christiansborg. Es sind sehr anmuthige Gestalten und erinnern an den StylGhiberti's. Während seines zehnjährigen Aufenthaltes in Rom und in verschiedenen andernGegenden Italiens, hat er mehrere schöne Büsten gemacht, ohne dafs er sich je bedeutenderAufträge zu erfreuen gehabt hätte, und ohne dafs bei ihm grofse Werke bestellt worden wä-ren. Endlich ward er vor wenigen Jahren nach Dänemark zurückberufen, und mit der An-fertigung eines mehrere Hundert Fufs langen Frieses für den grofsen Schlofssaal beauftragt.Derselbe hat die Entwickelung des Menschengeschlechts, nach der Griechischen Fabellchre,zum Gegenstande. Es ist eine sehr reiche Composition in sehr schönem Style.

FREUND (HERMANN), geboren zu Bremen im Jahre 1786. Er hat seine Studien in Ko-penhagen gemacht, wo er im Jahre 1813 den Preis in der Plastik gewann. Im Jahre 1820begab er sich nach Rom. Hier trat er in Thorwaldsens Werkstatt, und half ihm bei seinengrofsen Arbeiten. Ich lese im Nagler, dafs Freund den Christus und die zwölf Apostel inihrer gegenwärtigen Grofse, und so wie sie jetzt in der Frauenkirche zu Kopenhagen zu se-hen sind, nach Thorwaldsens kleinen Vorbildern ausgeführt hat. Derselbe Verfafser nenntals ein von ihm allein hervorgebrachtes Werk, die Statue des Merkur, die er im Jahre 1821ausführte, und eine Reihe von Darstellungen aus der Nordischen Götterwelt in erhobener Ar-beit. Nagler rühmt diese Composition sehr. Freund starb am 30. Juni während meines dies-jährigen kurzen Aufenthaltes in Kopenhagen. Als ich seine Werkstatt besuchte, lag seine ent-seelte Hülle neben seinen Kunstschöpfimgen: es war am Tage vor seiner Beerdigung. Eben-daselbst habe ich auch die Statue „eines jungen Mädchens, welches ein Lamm tränkt", gese-hen; dieses Werk hat mir einen angenehmen Eindruck zurückgclafscn.

ARCHITEKTUR. Die Baukunst wird in Kopenhagen mit sehr grofsem Erfolge betrieben.Das Gefängnis neben dem Rathhause ist, meinem Urtheile nach, ein sehr schönes Bauwerk,