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3 (1841) Berlin, Dresden, Hamburg, Mecklenburg, Weimar, Halberstadt und Göttingen : mit einem Anhange: Ausflüge nach Holland, Belgien, England, Schweiz, Polen, Russland, Schweden, Dänemark und Nord-Amerika
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AUSFLUG NACH ENGLAND.

§. 10. BILDHAUER.

GIBSON, Bildhauer, lebt in Rom.

„Von ihm sind: „eine von Zephyren getragene Psyche", und ein „Rauh des Hylas" be-kannt. Er hat zwei Marmorgruppen, jede von drei Figuren gemacht. Eine derselben gehörtHerrn Vernon. Auch hat er Nymphen, Liebesgötter und Venus, eine Bildsäule Huskissonsund mehrere andere Portraitstatuen gemacht" *.

„BEHNES (W.) ist durch eine grofse Anzahl Brustbilder bekannt geworden"**.

WYATT (R. J.) hat eine Gruppe: „Zephyr und Flora", „eine Badende", „Ino und Bac-chus" u. a. m. gemacht.

THEED (in Rom). Eins seiner vorzüglichsten Werke ist eine liebliche Statue der „Un-schuld, wie sie den Tod einer Taube beweint". Dieselbe war auf der Ausstellung des Jah-res 1838.

BAILY (EDWARD HODGES) ist ein Schüler Flaxmans. „Eine Eva von ihm ist sehrberühmt; auch hat er mehrere Gruppen und Grabmäler, so wie Bildsäulen und erhobene Ar-beiten zur Verzierung von Baulichkeiten, Brustbilder und Portraitstatuen gemacht"***.

CAMPBELL (T.). Der Name dieses Bildhauers verdient den ebengenannten angereiht zuwerden. „Er hat eine Menge Brustbilder, eine Bildsäule des Lords Grey, und während sei-nes Aufenthaltes in Italien verschiedene Arbeiten gemacht, welche classisch genannt zu wer-den verdienen****.

DO WELL (P. M.) brachte im Jahre 1838 eine liebliche Statue, „ein lesendes junges Mäd-chen", zur Ausstellung.

Wir dürfen hier den Namen des Bildhauers S. JOSEPH nicht mit Stillschweigen übergehen.

Herr Waagen führt F. L. CHANTREY als den von seinen Landsleuten am meisten geschätz-ten Englischen Bildhauer an. Er ahmt der Natur nach, ohne das Ideal zu suchen, und ohnedafs er die Antike nachzuahmen strebte. Noch erwähnt Herr Waagen der Namen E. H. BAILY,GEORGE RENNIE, T. CAMPBELL und R. WESTMACOTT, der ältere und der jüngere (X).

Von den Stempelschncidern nennen wir WYON, der mit seiner Medaille der Königin Victo-ria aufserordentliches Lob eingeärntet hat. Viele ziehen dieselbe derjenigen vor, welche Pc-truzzi zur Krönung Georg IV. angefertigt hatte.

welche sehr gelobt werden: „Quintin Messis, wie er dem Vater seiner Geliebten ein eben been-digtes Gemälde zeigt, und dadurch ihre Hand erlangt"; und „eine Darstellung aus dem Vicar of Wa-keßeld.

* ** *** **** D; eS e vier Stellen sind von dem Verfafser der mit X bezeichneten Anmerkungen.

(X) „Sie gehen über Chantrey und Westmacott zu leicht hinweg. Sie haben ihre Werte nichtgesehen. Es darf hier füglich bemerkt und hinzugesetzt werden, dafs diese beiden Bildhauer zu den-jenigen gehören, deren Werkstätten schon am längsten bestehen, die am meisten gearbeitet haben, undauch noch jetzo die meisten Bestellungen erhalten. Die Mehrzahl der neueren Bronzestatuen, welcheSie auf den Strafsen und Plätzen Londons sehen, rühren von einem dieser beiden Künstler her. Wyatt(nicht der in Rom) erhält ebenfalls viele Bestellungen an öffentlichen Bildsäulen und an Büsten unserergrofsen Männer. Unter den Bildhauern, welche in England im hohen Style arbeiten, sind Westmacottund Bailey die thätigsten und angesehensten; jedoch leben in Rom Englische Bildhauer, welche viel-leicht eine noch gröfsere Thätigkeit entwickeln".